Cottbus: Ein Bahnhof der Erinnerung im Menschenrechtszentrum

Event: Sonderausstellung „Cottbus: Ein Bahnhof der Erinnerung. Deportationen und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ in Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. - Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus on 16. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

16. Oktober 2026

Veranstaltungsort

Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. - Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Bautzener Str. 140, 03050 Cottbus, Deutschland

Über diese Veranstaltung

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Ein Bahnhof wird zum Erinnerungsraum

Die Sonderausstellung „Cottbus: Ein Bahnhof der Erinnerung. Deportationen und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ macht einen Ort sichtbar, der während der NS-Zeit weit mehr als ein Verkehrsknoten war. Im Menschenrechtszentrum Cottbus verbindet sich lokale Stadtgeschichte mit europäischer Verfolgungsgeschichte, historischer Forschung und kultureller Bildung.

Historische Spuren zwischen Gleisen und Gewaltgeschichte

Im Mittelpunkt stehen die Deportationen jüdischer Menschen, die 1938 aus Cottbus und der Region nach Polen ausgewiesen wurden. Während des Zweiten Weltkriegs führten über die Cottbuser Gleise Transporte in Ghettos, nach Theresienstadt und weiter in Vernichtungslager. Auch Gefangenentransporte zum und vom Frauenzuchthaus Cottbus gehörten zur Geschichte des Bahnhofs.

Zwangsarbeit als Teil der Stadtgeschichte

Die Ausstellung beleuchtet außerdem die Rolle der Reichsbahn und den Alltag von Menschen, die in Cottbuser Industriebetrieben, kommunalen Einrichtungen, auf Bauernhöfen und bei der Bahn Zwangsarbeit leisten mussten. Vier miteinander verflochtene Themenfelder eröffnen eine präzise kuratierte Perspektive auf Ausgrenzung, Deportation, politische Haft und Zwangsarbeit.

Medieninstallation und ästhetische Erfahrung

Eine Medieninstallation erinnert in Anlehnung an historische Abfahrtstafeln an die Schicksale Betroffener. Namen, Deportationsorte und historische Wege werden in einer konzentrierten Raumwirkung erfahrbar. Licht, Schrift, dokumentarisches Material und die Nähe zum historischen Ort schaffen eine eindringliche Ausstellungsatmosphäre.

Das Kunsterlebnis folgt keiner dekorativen Präsentation, sondern einer verantwortungsvollen Form der Erinnerungsarbeit. Werkbetrachtung, historische Einordnung und mediengestützte Vermittlung verbinden sich zu einer ästhetischen Erfahrung, die zur Auseinandersetzung mit Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Gegenwart anregt.

Kulturelle Bildung und gesellschaftliche Verantwortung

Das Projekt entstand im Rahmen von „MemoRails – Halt! Hier wird an NS-Geschichte erinnert“ der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft und wird durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Beteiligt sind das Menschenrechtszentrum Cottbus, exhibeo e. V., die AG Stolpersteine Cottbus und die Städtischen Sammlungen Cottbus.

Fazit: Erinnerung unmittelbar erleben

Besucherinnen und Besucher erwartet eine historisch fundierte, mediengestützte Ausstellung über Deportationen, Gefangenentransporte und Zwangsarbeit in Cottbus. Die Schau eröffnet neue Perspektiven auf Stadtgeschichte und Erinnerungskultur. Wer kulturelle Bildung, historische Verantwortung und eine eindringliche ästhetische Erfahrung verbinden möchte, sollte diese Ausstellung unbedingt live besuchen.

Offizielle Kanäle von Menschenrechtszentrum Cottbus e. V.:

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen