Ungebremste Selbstbewegungen im BLMK Cottbus: Kunst mit Fotografie erleben


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Fotografie als Aufbruch: Die DDR neu gesehen
Im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus trifft die ästhetische Erfahrung auf ein wichtiges Kapitel ostdeutscher Kunstgeschichte. Ungebremste Selbstbewegungen. Kunst mit Fotografie in der DDR richtet den Blick auf jene künstlerischen Positionen der 1980er Jahre, die Fotografie nicht als bloßes Dokument verstanden, sondern als Mittel der Selbstbehauptung, des Experiments und der Grenzüberschreitung.
Ein Kunsterlebnis zwischen Aktion, Idee und Bild
Die Ausstellung versammelt Arbeiten aus dem Umfeld einer anderen Fotografie der DDR, die sich von journalistischer Abbildung konsequent absetzt. Im Zentrum stehen Körper, Raum, Handlung und Haltung. Fotografie erscheint hier als Teil von Aktion, Performance und Intervention, oft verbunden mit einem bewusst anti-ästhetisierenden Impuls und seriellem Denken. Gerade daraus entsteht eine besondere Ausstellungsatmosphäre: konzentriert, forschend und voller Spannung.
Christoph Tannert und der kunsthistorische Kontext
Das Konzept stammt von Christoph Tannert, einem Berliner Autor und Kurator, der seit Jahrzehnten zur Kunst der DDR, zur Gegenwartskunst und zu kuratorischen Fragen publiziert und arbeitet. Seine Perspektive verortet die fotografischen Experimente nicht am Rand, sondern im Zentrum einer Kultur des Widerspruchs. Die gezeigten Werke von unter anderem Claus Bach, Tina Bara, Micha Brendel, Kurt Buchwald, Thomas Florschuetz, Cornelia Schleime, Gabriele Stötzer und weiteren Künstlerinnen und Künstlern machen sichtbar, wie vielfältig diese Bildsprache war.
Das Dieselkraftwerk als Raum für moderne Kunst
Der Ausstellungsort selbst schärft die Wahrnehmung. Das ehemalige Dieselkraftwerk in Cottbus verbindet Industriearchitektur mit musealer Gegenwart. Hier entfalten Fotografien, Serien und künstlerische Konzepte eine besondere Raumwirkung. Wer die Sammlung und das Haus kennt, weiß: Das BLMK zeigt moderne Kunst aus der DDR und ihren Traditionslinien mit hoher fachlicher Autorität und einem starken museumspädagogischen Profil.
Bildung, Vermittlung und kulturelle Tiefe
Zum BLMK gehört ein umfangreiches Vermittlungsprogramm mit Führungen, Workshops und Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen. Damit wird die Ausstellung nicht nur zum Schauplatz ästhetischer Erfahrung, sondern auch zu einem Ort kultureller Bildung. Gerade für Besucherinnen und Besucher, die Fotografie, Konzeptkunst und die Kunstgeschichte der späten DDR neu entdecken möchten, eröffnet sich hier ein kluger und sinnlicher Zugang.
Fazit
Ungebremste Selbstbewegungen ist keine reine Rückschau, sondern ein lebendiger Blick auf künstlerische Freiheit unter engen Bedingungen. Wer Fotografie als Kunstform, die DDR als Bildraum und das Museum als Denkraum erleben möchte, sollte diese Ausstellung in Cottbus unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst:
- Instagram: https://www.instagram.com/blmk.kunstmuseum
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- Website: https://www.blmk.de



