Da Vinci im Staatstheater Cottbus: Tanztheater über den Geist der Erfindung


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Da Vinci: Bewegung wird zum Denkraum
Leonardo da Vinci erscheint in dieser Ballettinszenierung nicht als museale Ikone, sondern als rastloser Geist zwischen Kunst, Wissenschaft und technischer Vision. In der Kammerbühne des Staatstheaters Cottbus verwandelt Lucas Valentes Choreografie den Renaissancekünstler in ein körperliches Bühnenexperiment: Der menschliche Körper sucht seine Grenzen, überschreitet sie und findet im Tanz eine neue Sprache.
Ein Mindset statt einer Biografie
Die Dramaturgie folgt keiner chronologischen Lebensbeschreibung. Im Zentrum steht vielmehr Leonardos Forschergeist, sein unbedingter Wille zur Erkenntnis und seine Suche nach Formen, in denen Mensch und Maschine miteinander verschmelzen. Bewegung wird zur Denkbewegung, jeder Impuls zum Versuch, das Unbekannte sichtbar zu machen.
Körper, Raum und technische Fantasie
Valente entwickelt ein intensives Bühnenerlebnis aus präziser Tanzsprache, räumlicher Dynamik und einer Atmosphäre des permanenten Aufbruchs. Das Bühnenbild von Hans-Holger Schmidt und Lucas Valente bindet bewegliche Wände, Tische, Stühle, Staffeleien und Leuchten aktiv in die Inszenierung ein. Die Bühne wird zum Labor, in dem gebaut, verschoben, zerlegt, ausprobiert und neu zusammengesetzt wird.
Internationale Choreografie für Cottbus
Lucas Valente stammt aus Brasilien und verbindet Erfahrungen aus Theater, Zirkus, Ballett, Graham-Technik, Jazz und zeitgenössischem Tanz. Als Tänzer arbeitete er international mit renommierten Künstlern und Kompanien, als Choreograf präsentierte er Arbeiten unter anderem in São Paulo, Venedig und Zürich. Mit Da Vinci entsteht seine erste Arbeit für die Cottbuser Bühne.
Eine konzentrierte Reise durch Licht, Körper und Klang
Die Kammerbühne schafft den unmittelbaren Rahmen für eine Inszenierung, in der jede Geste Bedeutung gewinnt. Kostüm, Lichtstimmung, Akustik und Bühnenraum verdichten sich zu einem sinnlichen Gesamtbild. Die Schauspielkunst tritt dabei in den Dialog mit der Tanzkunst: Nicht Worte, sondern Körperlinien, Rhythmen und räumliche Spannungen erzählen von Erkenntnisdrang und menschlicher Begrenztheit.
Fazit: Renaissance als Gegenwartserlebnis
Da Vinci verspricht einen Abend voller Atemlosigkeit, Spannung und Faszination. Wer die Renaissance nicht als abgeschlossenes Kapitel, sondern als geistige Haltung erleben möchte, findet in Lucas Valentes Choreografie ein zeitgenössisches Tanztheater über Erfindung, Körper und die Grenzen des Denkbaren. Sichern Sie sich Ihre Karten und erleben Sie dieses außergewöhnliche Bühnenerlebnis live in Cottbus.
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