Gerhard Gundermanns Lieder bewegen Cottbus im Großen Haus


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Gerhard Gundermanns Lieder zwischen Konzert und Schauspiel
Im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus erzählt Immer wieder wächst das Gras von einem widersprüchlichen Künstlerleben und von Liedern, die weit über ihre Entstehungszeit hinaus nachhallen. Der Abend verbindet Texte, Musik und Schauspiel zu einer atmosphärischen Hommage an Gerhard Gundermann, den wohl bekanntesten Musiker der Lausitz.
Eine Bühnenperformance voller Gegensätze
Gundermann war Liedermacher und Baggerfahrer im Kohletagebau, Querkopf und Umweltaktivist, Sozialist und unbequemer Beobachter gesellschaftlicher Umbrüche. Seine Biografie entzieht sich einfachen Einordnungen. Genau diese Spannungen prägen die Inszenierung und geben den bekannten Liedern eine neue theatralische Resonanz.
Live-Atmosphäre mit Band und Schauspielensemble
Schauspielerinnen und Schauspieler des Staatstheaters treffen auf eine Band, deren Mitglieder aus dem Format JUKEBOX und früheren musikalischen Inszenierungen in Cottbus bekannt sind. Die Grenzen zwischen Konzert und Schauspiel verschwimmen: Musiker sprechen Texte, während Schauspielerinnen und Schauspieler zu Instrumenten greifen. So entsteht ein großes Ensemble, dessen Zusammenspiel von musikalischer Synchronisation, direkter Bühnenpräsenz und emotionalem Sound lebt.
Gundermanns Texte im Hier und Jetzt
Die Regie von Christiane Pohle und die dramaturgische Begleitung durch Raban Witt richten den Blick nicht auf ein klassisches Biopic. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage, welche Bedeutung Gundermanns Lieder und Texte heute besitzen. Zwischen melancholischen Bildern, kraftvollen Liedzeilen und leisen Momenten entwickelt sich ein Konzerterlebnis, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander ins Gespräch bringt.
Ein Abend für die Lausitz und ihre Geschichten
Die Inszenierung erinnert an eine Region, deren Alltag durch Braunkohle, Strukturwandel und gesellschaftliche Brüche geprägt wurde. Zugleich öffnet sie den Blick auf die universelle Kraft von Musik: auf Erinnerungen, Verletzungen, Widersprüche und die Hoffnung, dass nach jedem Schnitt neues Leben entsteht. Die Publikumsstimmung bewegt sich dabei zwischen konzentrierter Stille, gemeinsamer Wiedererkennung und dem unmittelbaren Impuls einer Live-Band.
Fazit: Gundermann live als musikalisches Schauspiel erleben
Besucherinnen und Besucher erwartet ein rund zweistündiger Abend mit Pause, der Schauspiel, Konzert und regionale Erinnerungskultur verbindet. Wer Gerhard Gundermanns Texte liebt oder seine Musik erstmals auf der Bühne entdecken möchte, erlebt im Großen Haus ein vielschichtiges und emotionales Konzerterlebnis. Tickets für den 31. Oktober 2026 sind in verschiedenen Preisgruppen erhältlich.
Offizielle Kanäle von Gerhard Gundermann:
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