Ungebremste Selbstbewegungen im Dieselkraftwerk Cottbus: Fotografie als Freiheit


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Ungebremste Selbstbewegungen: Fotografie als Raum der Freiheit
Das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst präsentiert im Dieselkraftwerk Cottbus die Ausstellung Ungebremste Selbstbewegungen. Kunst mit Fotografie in der DDR. Am 20. Oktober 2026 öffnet sich ein vielschichtiger Blick auf experimentelle Bildpraktiken der 1980er Jahre, in denen Fotografie zum Material für Selbstbehauptung, Selbst-Erweiterung und künstlerische Grenzüberschreitung wurde.
Eine andere Fotografie der DDR
In der eng reglementierten Gesellschaft der DDR entwickelten Künstlerinnen und Künstler eine eigenständige, subkulturell geprägte Kunst mit Fotografie. Die Ausstellung löst das Medium aus seinem journalistisch-dokumentarischen Rahmen und zeigt es als offenen Denk- und Handlungsraum. Inszenierung, Verfremdung, serielle Reihung, Performance, Body-Art und Installation erweitern den klassischen Bildraum.
Bild, Körper und Handlung in Bewegung
Die gezeigten Positionen verbinden fotografische Verfahren mit performativen und konzeptuellen Strategien. Arbeiten von Claus Bach, Tina Bara, Micha Brendel, Kurt Buchwald, Thomas Florschuetz, Else Gabriel, Cornelia Schleime, Gabriele Stötzer und weiteren Künstlerinnen und Künstlern machen sichtbar, wie Fotografie neue Wirklichkeiten entwerfen kann. Privat produzierte Fotomappen und halblegale Zeitschriften dienten dabei als wichtige Räume für Veröffentlichung, Austausch und ästhetische Selbstbestimmung.
Kunsthistorische Einordnung und Kuratierung
Das von Christoph Tannert entwickelte Ausstellungskonzept verbindet Bestände der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst mit Leihgaben. Die Kuratierung ordnet die Werke in die Kulturgeschichte der späten DDR ein und beleuchtet eine häufig weniger beachtete Kunstpraxis zwischen experimenteller Fotografie, Konzeptkunst, Performance und subkultureller Bildkultur.
Das Dieselkraftwerk als Resonanzraum
Die industrielle Architektur des ehemaligen Dieselkraftwerks verstärkt die Wirkung der Ausstellung. Klare Raumachsen, sichtbare Materialien und konzentriertes Museumslicht schaffen eine intensive Ausstellungsatmosphäre. In der Werkbetrachtung begegnen sich fotografische Bildflächen, serielle Strukturen und medienübergreifende Arbeiten. Die ästhetische Erfahrung macht historische Enge ebenso spürbar wie den Wunsch nach Freiheit, Körperlichkeit und künstlerischer Autonomie.
Fazit: Ein intensives Kunsterlebnis in Cottbus
Besucherinnen und Besucher erwartet eine fachlich fundierte und sinnlich eindringliche Ausstellung über Fotografie, Erinnerung, Widerstand und künstlerische Selbstbestimmung. Wer DDR-Kunst, experimentelle Fotografie, Installation und Performance aus einer neuen Perspektive erleben möchte, sollte Ungebremste Selbstbewegungen unbedingt live im Dieselkraftwerk Cottbus entdecken.
Offizielle Kanäle von Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst:
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- Website: https://www.blmk.de/programm/ungebremste-selbstbewegungen/










