Ungebremste Selbstbewegungen im BLMK Cottbus: Kunst mit Fotografie in der DDR

Event: Ungebremste Selbstbewegungen. Kunst mit Fotografie in der DDR in Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst - Dieselkraftwerk Cottbus, Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus on 4. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

4. Oktober 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Cottbus
03 Cottbus, Deutschland

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Ungebremste Selbstbewegungen: Fotografie als künstlerischer Freiheitsraum

Das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus widmet sich mit der Ausstellung Ungebremste Selbstbewegungen. Kunst mit Fotografie in der DDR einer eigenwilligen Bildpraxis der 1980er Jahre. Im Zentrum steht Fotografie nicht als neutrale Dokumentation, sondern als Material für Selbstbehauptung, Selbst-Erweiterung und Grenzüberschreitung.

Eine andere Fotografie der DDR

In der eng reglementierten Gesellschaft der DDR entwickelten Künstlerinnen und Künstler eine subkulturell geprägte Kunst mit Fotografie. Ihre Arbeiten lösten sich vom journalistisch-dokumentarischen Bildverständnis und reflektierten die Bedingungen des eigenen Mediums. Fotografie wurde zur künstlerischen Geste, zum Experimentierfeld und zur Möglichkeit, Wirklichkeit neu zu entwerfen.

Zwischen Aktion, Körper und Bild

Die Ausstellung zeigt fotografische Positionen, die mit Performance, Intervention, Installation und konzeptuellen Verfahren verbunden sind. Körper, Raum, Handlung und Haltung treten in einen spannungsvollen Dialog. Serielle Ordnungen, bewusst anti-ästhetische Impulse und offene Entwurfsprozesse erweitern den Blick auf die Fotokunst der DDR.

Künstlerische Positionen jenseits des offiziellen Bildes

Zu sehen sind Werke unter anderem von Claus Bach, Tina Bara, Micha Brendel, Kurt Buchwald, Klaus Elle, Irene Fischer, Thomas Florschuetz, Else Gabriel, Rainer Görß, Klaus Hähner-Springmühl, Wolf Kahlen, Matthias Leupold, Olaf Martens, Cornelia Schleime, Erasmus Schröter und Gabriele Stötzer. Die Schau rückt Künstlerinnen und Künstler in den Fokus, deren nicht-staatstragende Bildsprachen lange weniger präsent waren.

Kuratierung und kunsthistorischer Kontext

Das Ausstellungskonzept erarbeitet der externe Kurator Christoph Tannert. Die Präsentation verbindet Bestände der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst mit Leihgaben und ordnet die Werke in die Kulturgeschichte der späten DDR ein. Dadurch entsteht ein präziser Blick auf eine Kunstströmung, die Fotografie als Idee, Handlung und ästhetische Erfahrung begreift.

Kunsterlebnis im Dieselkraftwerk Cottbus

Die Ausstellungsatmosphäre des ehemaligen Dieselkraftwerks bildet einen eindrucksvollen Resonanzraum für die experimentellen Arbeiten. In der Werkbetrachtung begegnen sich fotografische Serien, performative Spuren und konzeptuelle Bildformen. Farben, Formen, Körper und Materialien erzeugen eine ästhetische Erfahrung, die historische Enge und künstlerische Befreiung unmittelbar erfahrbar macht.

Die Ausstellung bietet ein bildungsorientiertes Kunsterlebnis für alle, die sich für Fotografie, moderne Kunst und ostdeutsche Kunstgeschichte interessieren. Wer die Vielfalt der Kunst mit Fotografie in der DDR verstehen und ihre politische wie poetische Kraft live erleben möchte, sollte diese Ausstellung im Dieselkraftwerk Cottbus besuchen.

Offizielle Kanäle von Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst:

Quellen:

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