Fons Hickmann im Dieselkraftwerk Cottbus: Plakatkunst als visuelles Denkbild


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Fons Hickmann: Drei Jahrzehnte Plakatkunst im Dieselkraftwerk Cottbus
Mit der Ausstellung Fons Hickmann. Plakate von heute und davor widmet das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst dem international ausgezeichneten Kommunikationsdesigner eine umfassende Einzelausstellung. Vom 3. Oktober bis zum 6. Dezember 2026 eröffnet sich im Dieselkraftwerk Cottbus ein konzentrierter Blick auf drei Jahrzehnte eigenständiger Plakatgestaltung, typografischer Präzision und visueller Experimentierfreude.
Das Plakat als visuelles Denkbild
Fons Hickmann, 1966 in Hamm geboren, zählt zu den prägenden deutschen Kommunikationsdesignern der Gegenwart. Seit der Gründung seines Berliner Designstudios im Jahr 2001 entwickelt er komplexe visuelle Systeme für kulturelle Institutionen, Festivals und gesellschaftliche Themen. Seine Plakate verbinden Malerei, Fotografie, Typografie und medienreflexive Gestaltung zu einer Kunstrichtung, in der Information selbst zur ästhetischen Erfahrung wird.
Serien, Kontraste und gesellschaftliche Interventionen
Im Zentrum der Ausstellung stehen Plakate, die häufig als Serien für langjährige Auftraggeber aus dem Kulturbereich entstanden. Wiederkehrende Formen, irritierende Bildbezüge und prägnante typografische Setzungen erzeugen eine starke Raumwirkung. Ergänzt wird das Konvolut durch Arbeiten mit selbst- und medienreflexivem Charakter sowie durch Plakate im Eigenauftrag, die gesellschaftspolitische Themen als papierne Interventionen sichtbar machen.
Eine Sammlung wächst
Das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst sammelt Hickmanns grafisches Werk bereits seit vielen Jahren. Eine umfangreiche Schenkung des Designers hat diesen Bestand zu einem aussagekräftigen Konvolut erweitert. Die Ausstellung macht dadurch nicht nur einzelne Gestaltungslösungen sichtbar, sondern zeigt auch, wie sich ein künstlerisches Denken über drei Jahrzehnte hinweg entwickelt, verdichtet und immer wieder neu erfindet.
Typografie zwischen Kunst, Kommunikation und Forschung
Hickmann studierte Kommunikationsdesign sowie Ästhetik und Medientheorie. Sein Werk bewegt sich zwischen angewandter Kunst, Grafikdesign und visueller Kultur. Als Professor an der Universität der Künste Berlin, Autor, Herausgeber und Mitglied internationaler Designverbände prägt er zugleich die kulturelle Bildung und den Diskurs über zeitgenössische Plakatkunst. Sein Studio erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter internationale Typografie-, Design- und Plakatpreise.
Ausstellungsatmosphäre und Kunsterlebnis
Die Werkbetrachtung im Dieselkraftwerk Cottbus führt durch ein Spannungsfeld aus Farbe, Fläche, Materialität und Zeichen. Papier wird zum Träger politischer Gedanken, typografische Ordnung kippt in visuelle Bewegung, und die Ausstellung zeigt das Plakat als unmittelbare Schnittstelle zwischen öffentlichem Raum und individueller Wahrnehmung. Besucherinnen und Besucher erwartet eine inspirierende ästhetische Erfahrung, die den Blick auf Alltagsbilder und kulturelle Kommunikation schärft.
Fazit: Plakatkunst live erleben
Fons Hickmann. Plakate von heute und davor verbindet kunsthistorische Einordnung, grafische Präzision und gesellschaftliche Reflexion. Die Ausstellung zeigt, wie vielschichtig ein Plakat als Bild, Text, Zeichen und Zeitdokument wirken kann. Wer sich für moderne Kunst, Typografie, visuelle Kommunikation und kulturelle Bildung interessiert, entdeckt im Dieselkraftwerk Cottbus ein konzentriertes Kunsterlebnis mit nachhaltiger Wirkung.
Offizielle Kanäle von Fons Hickmann:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://fonshickmann.com/studio/










