Die Frauen von Hoheneck im Menschenrechtszentrum Cottbus: Fotografien gegen das Vergessen

Event: Fotoausstellung „Die Frauen von Hoheneck – Fotografien von Dirk Vogel“ in Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. – Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus on 3. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

3. Oktober 2026

Veranstaltungsort

Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. - Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Bautzener Str. 140, 03050 Cottbus, Deutschland

Über diese Veranstaltung

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Gesichter der Erinnerung: Die Frauen von Hoheneck in Cottbus

Die Fotoausstellung „Die Frauen von Hoheneck – Fotografien von Dirk Vogel“ richtet den Blick auf 19 Frauen und einen Mann, deren Lebensgeschichten durch politische Verfolgung und Inhaftierung im berüchtigten DDR-Frauengefängnis Hoheneck geprägt wurden. Im Menschenrechtszentrum Cottbus verbindet sich dokumentarische Fotografie mit Zeitgeschichte, Gedenkkultur und kultureller Bildung.

Schwarzweißfotografie zwischen Nähe und Zeitgeschichte

Dirk Vogel zeigt die ehemals Inhaftierten in privaten Umfeldern und bei Begegnungen mit dem historischen Ort Hoheneck. Die analogen Schwarzweißporträts konzentrieren sich auf Gesichter, Körperhaltung und Umgebung. In der reduzierten Bildsprache entsteht eine eindringliche Werkbetrachtung, in der sich persönliche Erinnerung und gesellschaftliche Geschichte überlagern.

Biografien, die sichtbar bleiben

Begleitende Texte erzählen von den Lebenswegen der Porträtierten, von staatlicher Repression, Willkür, Haftbedingungen und dem schwierigen Weg nach Hoheneck. Viele Frauen wurden verfolgt, weil sie sich dem SED-Regime widersetzten oder die DDR verlassen wollten. Manche engagieren sich heute öffentlich für Erinnerung und demokratische Kultur, andere setzen sich erstmals ausführlicher mit dem Erlebten auseinander.

Dirk Vogel und das dokumentarische Porträt

Der Fotograf Dirk Vogel beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der DDR-Diktatur und deutscher Zeitgeschichte. 2011 veröffentlichte er den Bildband „Gesichter der Friedlichen Revolution“ mit Porträts von Menschen aus der DDR-Bürgerrechtsbewegung. 2022 folgte „Zeugen der Zeit“ mit Porträts von Zeitzeugen, die im Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen inhaftiert waren. Seine fotografische Arbeit verbindet präzise Beobachtung mit einer respektvollen, zurückgenommenen Bildregie.

Ausstellungsatmosphäre im ehemaligen Zuchthaus

Die Präsentation im Menschenrechtszentrum Cottbus – Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus verstärkt die räumliche Wirkung der Fotografien. Historische Architektur, gedämpftes Licht und die stillen Blicke der Porträtierten schaffen eine konzentrierte Ausstellungsatmosphäre. Das Kunsterlebnis führt von der ästhetischen Erfahrung der Schwarzweißfotografie zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit Freiheit, Würde und Erinnerung.

Kulturelle Bildung und demokratische Erinnerung

Die Ausstellung wurde vom Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen in der SBZ/SED-Diktatur e. V. herausgegeben und durch die Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert. Die Präsentation in Cottbus steht im Zusammenhang mit dem Theaterprojekt „Ich bin mir selbst fremdgeworden“ des MusikTheater-Kollektivs Schatz & Schande und des Ensembles Neue Kammer. Damit öffnet sich die Ausstellung auch für Bildungsarbeit und die Frage, wie Kunst historische Erfahrungen an kommende Generationen vermittelt.

Fazit: Fotokunst gegen das Vergessen

„Die Frauen von Hoheneck“ erwartet Besucherinnen und Besucher mit eindringlichen Porträts, biografischen Texten und einer vielschichtigen ästhetischen Erfahrung. Die Ausstellung macht politische Verfolgung als persönliche Geschichte begreifbar und gibt den Porträtierten Raum, als starke, widersprüchliche und gegenwärtige Persönlichkeiten sichtbar zu bleiben. Wer Fotografie, Zeitgeschichte und Menschenrechtsbildung miteinander verbinden möchte, sollte dieses besondere Kunsterlebnis in Cottbus unbedingt live erleben.

Offizielle Kanäle von Dirk Vogel:

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Quellen:

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