Wanderausstellung Erziehung durch Arbeit in Cottbus: Erinnerungskultur erleben

Event: Wanderausstellung Erziehung durch Arbeit – Asoziale als Staatsfeinde in der DDR in Menschenrechtszentrum Cottbus, Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus on 22. September 2026

Datum und Uhrzeit

22. September 2026 18:30 Uhr

Veranstaltungsort

Cottbus
03 Cottbus, Deutschland

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Eine Ausstellung über Ausgrenzung, Zwang und Erinnerung in Cottbus

Die Wanderausstellung Erziehung durch Arbeit. Asoziale als Staatsfeinde in der DDR führt in ein bedrückendes, lange verdrängtes Kapitel ostdeutscher Geschichte. In der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus begegnen Besucherinnen und Besucher einer sorgfältig kuratierten historischen Ausstellung, die mit Fotos, Dokumenten, Zeitzeugeninterviews und historischem Filmmaterial die Mechanismen von Stigmatisierung und Verfolgung sichtbar macht.

Historische Tiefe statt oberflächlicher Erinnerung

Im Mittelpunkt steht der sogenannte Asozialenparagraf 249 und seine Wirkungsgeschichte. Die Ausstellung zeigt, wie Menschen, die nicht in das Idealbild des sozialistischen Staates passten, als Gefahr markiert, diszipliniert und kriminalisiert wurden. Gerade die Verbindung aus Archivmaterial, biografischen Porträts und Expertenstimmen erzeugt eine eindringliche Werkbetrachtung im Medium der Geschichtsausstellung: nüchtern, präzise und dennoch von großer emotionaler Kraft.

Ein Ort, der Geschichte unmittelbar erfahrbar macht

Das Menschenrechtszentrum Cottbus verortet die Präsentation in einem authentischen historischen Raum. Die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus macht die Ausstellung zu einem Kunsterlebnis der anderen Art: nicht ästhetisch im klassischen Sinn, aber intensiv in ihrer Raumwirkung, ihrer didaktischen Klarheit und ihrer moralischen Dringlichkeit. Die Präsentation im Hauptgebäude, 2. OG, mit Fahrstuhlzugang an der Rückseite, verbindet historische Bildung mit barrierearmer Zugänglichkeit.

Bildung, Aufarbeitung und Zeitzeugenschaft

Besonders stark wirkt die Ausstellung dort, wo sie individuelle Lebenswege sichtbar macht. Die vierzehn Porträts öffnen den Blick auf Haftbedingungen, Propaganda, gesellschaftliche Ächtung und die Folgen von Verurteilungen bis in die Gegenwart. Für Schulklassen, Gruppen und historisch Interessierte entsteht so ein lebendiger Zugang zu politischer Bildung, Erinnerungskultur und Menschenrechtsfragen. Die Eröffnung wird von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Aufarbeitung und Forschung begleitet und unterstreicht den öffentlichen Rang des Projekts.

Fazit: Eine Ausstellung, die bleibt

Erziehung durch Arbeit ist eine Ausstellung für alle, die Geschichte nicht nur lesen, sondern nachvollziehen wollen. Sie verbindet Quellenarbeit, Gedenkkultur und kritische Reflexion zu einem dichten, lehrreichen und bewegenden Besuchserlebnis. Wer sich für DDR-Geschichte, politische Verfolgung und die Mechanismen von Ausgrenzung interessiert, sollte diese Ausstellung in Cottbus unbedingt live sehen.

Offizielle Kanäle von Menschenrechtszentrum Cottbus:

Quellen:

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