Ungebremste Selbstbewegungen im BLMK Cottbus: Kunst mit Fotografie erleben

Event: Ungebremste Selbstbewegungen. Kunst mit Fotografie in der DDR in Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst - Dieselkraftwerk Cottbus, Uferstraße/Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus on 15. September 2026

Datum und Uhrzeit

15. September 2026 11:00 Uhr

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Fotografie als Freiheit: Ein Blick in die experimentelle DDR-Kunst

Im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus öffnet die Ausstellung Ungebremste Selbstbewegungen. Kunst mit Fotografie in der DDR ein eindrucksvolles Kapitel ostdeutscher Kunstgeschichte. Im Zentrum steht die Frage, wie Fotografie in den 1980er Jahren weit über das Dokumentarische hinauswuchs und zum Medium von Selbstbefragung, Körpererfahrung und künstlerischer Grenzüberschreitung wurde.

Fotografie als Material, Aktion und Haltung

Die Schau führt in jene Werkgruppen, in denen Künstler*innen Fotografie nicht als bloße Abbildung, sondern als offenes künstlerisches Material verstanden. Serien, Tableaus, Inszenierungen und experimentelle Bildfolgen verschieben den klassischen Bildraum in einen performativen Raum. Genau darin liegt die besondere Spannung dieser Ausstellung: Sie zeigt, wie sich in der späten DDR eine eigenständige Bildsprache zwischen Subkultur, Autorschaft und künstlerischer Autonomie entwickelte.

Ein Kunsterlebnis zwischen Körper, Raum und Erinnerung

Wer sich auf diese Werkbetrachtung einlässt, erlebt eine Ausstellungsatmosphäre voller Verdichtung. Fotografische Arbeiten treffen auf Fragen nach Identität, sozialem Druck und geistiger Beweglichkeit. Die Bildlösungen wirken dabei oft reduziert und zugleich radikal: Sie setzen auf Wiederholung, Fragmentierung, Inszenierung und eine präzise Choreografie von Licht und Schatten. So entsteht eine ästhetische Erfahrung, die Kunstgeschichte nicht erklärt, sondern spürbar macht.

Die späte DDR neu lesen

Kuratorisch eröffnet die Ausstellung einen wichtigen Zugang zur Fotografie der DDR jenseits offizieller Bildpolitik. Die hier versammelten Positionen verweisen auf künstlerische Selbstermächtigung, auf Austausch zwischen Disziplinen und auf jene Formen von innerer Freiheit, die sich gerade in engen politischen Verhältnissen verdichteten. Für kunstinteressierte Besucher*innen wird damit sichtbar, wie stark Fotografie, Performance, Body-Art und Installation ineinandergriffen.

Im Kontext der Sammlung und Kunstvermittlung

Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst steht mit seiner Sammlung für die umfassende Auseinandersetzung mit Kunst aus der DDR und ihren Traditionslinien. Die Ausstellung fügt sich in diesen Forschungskontext ein und verbindet kunsthistorische Tiefenschärfe mit museumspädagogischer Vermittlung. Damit wird sie nicht nur für Kenner*innen der Fotografie, sondern auch für ein breiteres Publikum zu einem lohnenden Ziel.

Fazit

Ungebremste Selbstbewegungen macht sichtbar, wie experimentell, eigenwillig und geistreich die Kunst mit Fotografie in der DDR war. Wer diese Ausstellung live besucht, entdeckt nicht nur faszinierende Werke, sondern auch ein Stück kultureller Selbstbehauptung. Ein intensives Kunsterlebnis in Cottbus, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Offizielle Kanäle von Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst:

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  • Website: https://www.blmk.de/

Quellen:

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