Vietnam und die Niederlausitz – Verbundene Welten im Stadtmuseum Cottbus


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Vietnam und die Niederlausitz: Eine Ausstellung über Migration, Arbeit und gelebte Verflechtungen
Im Stadtmuseum Cottbus öffnet sich mit der Sonderausstellung Vietnam und die Niederlausitz – Verbundene Welten ein ebenso historisch fundierter wie gegenwartsnaher Blick auf zwei Regionen, deren Geschichten enger miteinander verbunden sind, als es auf den ersten Blick scheint. Die Ausstellung erzählt von Ankunft und Bleiben, von Wandel und Wurzeln, von kultureller Erinnerung und regionaler Identität.
Arbeit als Ausgangspunkt einer gemeinsamen Geschichte
Im Zentrum steht die Migration vietnamesischer Vertragsarbeitender in die DDR und ihre Folgen für die Niederlausitz. Die Ausstellung zeichnet nach, wie aus Arbeit Lebenswirklichkeit wurde und wie sich daraus Familiengeschichten, Nachbarschaften, wirtschaftliche Teilhabe und neue Formen des Zusammenlebens entwickelten. Gerade diese Perspektive verleiht der Schau eine besondere gesellschaftliche und museumspädagogische Tiefe.
Zwischen Anerkennung, Fremdzuschreibung und Selbstbehauptung
Die kuratorische Erzählung lenkt den Blick auf Wahrnehmungen, die sich über Jahrzehnte herausgebildet haben: Zuschreibungen wie Fleiß, Zurückhaltung oder Anpassung werden nicht einfach wiederholt, sondern kritisch befragt. Dadurch entsteht ein Kunsterlebnis im erweiterten Sinn, eine Ausstellung als Ort historischer Reflexion, kultureller Bildung und sensibler Werkbetrachtung gesellschaftlicher Prozesse.
Region, Natur und Wandel im Spiegel der Landschaft
Besonders eindrücklich ist der Bezug zwischen der Niederlausitz und Vietnam als Regionen im Umbruch. Natur, Landschaft und Rekultivierung werden als gemeinsame Erfahrungsräume lesbar, in denen Braunkohleabbau, Verlust und Transformation eine Rolle spielen. So verbindet die Ausstellung Regionalgeschichte mit globalen Erfahrungen und öffnet den Blick für eine ästhetische und politische Dimension von Erinnerung.
Das Stadtmuseum als Ort des Dialogs
Das Stadtmuseum Cottbus präsentiert die Sonderausstellung in einem Haus, das selbst eng mit der Geschichte der Stadt verbunden ist. Die Präsentation lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen: für Dokumente, Erzählungen und die leisen Zwischentöne einer Ausstellung, die nicht laut auftreten muss, um lange nachzuwirken. Wer kulturelle Bildung, Stadtgeschichte und zeitgenössische Perspektiven schätzt, findet hier einen ebenso informativen wie berührenden Museumsbesuch.
Fazit: Diese Ausstellung eröffnet einen klugen, menschlichen und visuell verdichteten Zugang zu Migration, Erinnerung und regionaler Geschichte. Wer Cottbus und die Niederlausitz neu verstehen will, sollte diese Schau live erleben.
Offizielle Kanäle von Stadtmuseum Cottbus:
- Instagram: https://www.instagram.com/stadtmuseumcottbus
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