Ungebremste Selbstbewegungen im BLMK Cottbus: DDR-Fotografie neu entdecken


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Fotografie als Freiheit: Die DDR-Ausstellung in Cottbus
Im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus öffnet sich mit Ungebremste Selbstbewegungen. Kunst mit Fotografie in der DDR ein präziser, kluger Blick auf eine experimentelle Bildkultur der 1980er Jahre. Die Ausstellung zeigt, wie Fotografie in der späten DDR nicht nur dokumentierte, sondern als Material für Inszenierung, Verfremdung, Performance und künstlerische Selbstbehauptung diente.
Wenn Bilder zu Handlungen werden
Die präsentierten Arbeiten lösen sich vom Anspruch der reinen Abbildung. Sie denken Fotografie als Ausgangspunkt, nicht als Endpunkt. Serien, Tableaus, Körperbilder und medienübergreifende Verfahren öffnen einen Raum, in dem Realität, Erfindung und poetische Verschiebung ineinandergreifen. Gerade darin liegt die ästhetische Erfahrung dieser Schau: Die Werkbetrachtung wird zur Entdeckung von Eigenwilligkeit, Mut und formaler Konsequenz.
Späte DDR, subkulturelle Energie und künstlerische Grenzgänge
Unter dem Begriff Kunst mit Fotografie entwickelte sich in der späten DDR eine eigenständige Praxis jenseits staatlich normierter Bildsprache. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler bewegten sich in nicht-staatstragenden Zusammenhängen und schufen Werke, die sich eindeutigen Kategorien entziehen. Die Ausstellung macht sichtbar, wie stark diese fotografischen Grenzgänge mit Fragen von Körper, Raum, Autonomie und visueller Kontrolle verbunden sind.
Das Dieselkraftwerk als Ort für intensive Werkbetrachtung
Das Dieselkraftwerk in Cottbus bietet für diese Ausstellung einen atmosphärisch passenden Rahmen. Das Museum ist auf moderne und zeitgenössische Kunst ausgerichtet und verfügt über eine starke Sammlung mit Schwerpunkten in Fotografie, Malerei, Grafik, Plakatkunst und Skulptur. Für Besucherinnen und Besucher entsteht so ein Kunsterlebnis, das kunsthistorische Einordnung und sinnliche Präsenz verbindet.
Bildung, Vermittlung und museumspädagogische Perspektiven
Wer die Ausstellung besucht, trifft auf ein Thema, das sich hervorragend für kulturelle Bildung eignet. Die Verbindung von Fotografie, Performance und Installationsdenken eröffnet Gespräche über Bildpolitik, Subjektivität und künstlerische Freiheit. Besonders für kunstinteressierte Gäste, Schulklassen und Gruppen bietet die Schau zahlreiche Anknüpfungspunkte für Führungen und vertiefende Betrachtungen.
Fazit
Ungebremste Selbstbewegungen verspricht eine konzentrierte, intellektuell anregende und visuell prägnante Ausstellung über eine eigenständige Form ostdeutscher Fotokunst. Wer die Bildsprachen der DDR neu entdecken und die Dynamik experimenteller Kunst live erleben möchte, sollte diese Schau in Cottbus unbedingt besuchen.
Offizielle Kanäle von Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst:
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- Website: https://www.blmk.de










