Tag des offenen Denkmals in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus: Geschichte erleben


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Ein Denkmaltag zwischen Erinnerung, Architektur und gelebter Aufklärung
Am Tag des offenen Denkmals öffnet die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus ihre Tore für ein besonders vielschichtiges Kunsterlebnis der historischen Bildung. Am Sonntag, 13. September 2026, erwartet Besucherinnen und Besucher an der Bautzener Straße 140 ein Programm aus Ausstellungen, kostenfreien Führungen, Zeitzeugengesprächen, Familienangeboten und einem Blick in einen Ort, der wie kaum ein anderer die Brüche deutscher Geschichte sichtbar macht.
Ein historischer Ort mit eindringlicher Raumwirkung
Das ehemalige Haftareal, heute Gedenkstätte und Menschenrechtszentrum, verbindet authentische Architektur mit rekonstruierter Ausstellungslandschaft. Teils erhaltene Zellen, das Außengelände und die Bildungsräume erzeugen eine dichte Ausstellungsatmosphäre, in der sich Werkbetrachtung im erweiterten Sinn vollzieht: nicht nur an Objekten, Fotografien und Archivmaterial, sondern an Mauern, Wegen und Leerstellen. Gerade diese räumliche Erfahrung macht die historische Dimension des Ortes unmittelbar erfahrbar.
Ausstellungen, Führung und Vermittlung
Im Zentrum stehen Dauer- und Sonderausstellungen zur NS- und SED-Diktatur sowie zur Geschichte der Haftanstalt in Cottbus. Eine Führung durch die Ausstellung HAFT - ZWANG - WILLKÜR beleuchtet die Entwicklungen vom Jugendgefängnis über das Frauengefängnis bis zum Frauenzuchthaus 1933 bis 1945. Ergänzend führen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen durch das Gelände und öffnen den Blick auf Bereiche, die sonst verschlossen bleiben. Die Vermittlung ist bewusst erlebnisorientiert, interaktiv und kulturpädagogisch angelegt.
Familienprogramm, Bildung und öffentliche Angebote
Der Denkmaltag zeigt die Gedenkstätte auch als außerschulischen Lernort. Kinder können rätseln, malen und spielen, während Erwachsene Einblicke in die Erinnerungs- und Bildungsarbeit erhalten. Der Show-Room der Bildungsetage informiert über Projekte wie den Podcast-Workshop Cottbus History Hub. Dazu kommen ein Kuchen- und Bücherbasar sowie Informationen des Bundesarchivs zur Stasi-Akten-Einsicht. So verbindet sich kulturelle Bildung mit einem offenen, niedrigschwelligen Zugang zur Geschichte.
Barrierefreiheit und Besuchskomfort
Das Gelände ist überwiegend ebenerdig, einzelne Bereiche sind uneben oder nur über Stufen zugänglich. Das Hauptgebäude verfügt über Fahrstuhl, Rampen und ein behindertengerechtes WC. Kostenlose Parkplätze stehen in begrenzter Zahl zur Verfügung; empfohlen wird die Anreise mit dem ÖPNV. Die Haltestellen Görlitzer Straße und Weinbergstraße liegen in Reichweite. Für die Veranstaltung gilt freier Eintritt.
Fazit
Der Tag des offenen Denkmals in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus verspricht eine intensive ästhetische und historische Erfahrung an einem Ort des Erinnerns. Wer sich für Kunst der Vermittlung, historische Räume und politische Bildung interessiert, erlebt hier einen eindrucksvollen Besuch mit nachhaltiger Wirkung. Dieser Termin verdient Aufmerksamkeit, Zeit und den direkten Besuch vor Ort.
Offizielle Kanäle von Menschenrechtszentrum Cottbus e. V.:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.menschenrechtszentrum-cottbus.de/



