Zwischen Capri und Rom im Fürst Pückler Museum: Hugo Paul Harrer in Cottbus


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Italienische Lichtblicke im Schloss Branitz
Die Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer führt in eine kunsthistorisch reizvolle Bildwelt des 19. Jahrhunderts. Im Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz trifft die feine Atmosphäre eines historischen Schlosses auf die mediterrane Weite von Rom und der Amalfiküste. Die Kabinettausstellung zeigt erstmals umfassend den Harrer-Bestand in Cottbus und verbindet Werkbetrachtung, Biografie und Sammlungsgeschichte zu einem dichten Kunsterlebnis.
Ein Maler zwischen Architektur, Landschaft und italienischer Sehnsucht
Hugo Paul Harrer wurde 1836 geboren und entwickelte sich vom Architekturstudium hin zur Malerei. Prägend wurden Aufenthalte in Rom, Italienreisen und die Düsseldorfer Schule, deren landschaftliche und atmosphärische Präzision in seinen Arbeiten spürbar bleibt. Seine Gemälde und Zeichnungen zeigen Straßenszenen, Ruinen, Küstenlandschaften und italienische Stadtansichten, oft mit starkem Licht-Schatten-Kontrast und einem realistischen Blick für Komposition und Raum.
In Branitz eröffnet diese Positionierung einen klaren kunsthistorischen Mehrwert: Harrers Italien-Bilder erscheinen nicht als dekorative Ferne, sondern als Ausdruck einer europäischen Kunstrichtung, die Reiseschilderung, Topografie und Stimmungsmalerei miteinander verschränkt. Besonders reizvoll ist der Bezug zur Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus, in der sich viele Werke aus dem Nachlass der Familie verankert haben.
Die Ausstellung als Werkstatt des Erinnerns
Die Präsentation macht Zeichnungen, das Porträt Franziskas und den frisch restaurierten Vesuv sichtbar. Gerade solche Motive verdichten die ästhetische Erfahrung: Das Licht Italiens, die vulkanische Landschaft und die architektonische Strenge der Bildräume erzeugen eine stille, konzentrierte Ausstellungsatmosphäre. Für kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher wird die Kabinettausstellung zu einer Begegnung mit der Frage, wie private Bewahrung, Erbschaft und Museumssammlung ineinandergreifen.
Branitz als passender Resonanzraum
Das Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz ist selbst ein Ort der kulturellen Bildung und des landschaftskünstlerischen Denkens. Schloss, Park, Besucherzentrum und historische Gartenkunst bilden ein Ensemble mit hoher Strahlkraft. Genau hier entfaltet Harrers Italien besondere Wirkung: Die Ausstellung verknüpft Malerei, Ort und Geschichte zu einem lebendigen Blick auf das 19. Jahrhundert.
Besuch, Führungen und museale Orientierung
Die Sonderausstellung ist vom 22. August 2026 bis 1. Oktober 2026 jeweils im Rahmen der Öffnungszeiten zugänglich. Für den Besuch empfiehlt sich genug Zeit, um neben der Ausstellung auch Schloss, Park und die weiteren musealen Räume wahrzunehmen. Das Besucherzentrum ist rollstuhlgerecht; das Schloss selbst ist nach den vorliegenden Informationen nicht barrierefrei zugänglich.
Fazit
Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer ist eine Ausstellung für alle, die Malerei nicht nur betrachten, sondern historisch und sinnlich lesen möchten. Wer die Verbindung von Romantik, italienischer Lichtpoesie und Sammlungsgeschichte erleben will, sollte diese Präsentation in Branitz unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.pueckler-museum.de
Quellen:
- Reiseland Brandenburg - Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer
- Museen Brandenburg - Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
- Museum.de - Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
- Pückler-Museum - Entgelt- und Nutzungsordnung
- Museen Brandenburg - Inklusive Angebote in Brandenburgischen Museen
- Stiftung Sammlung Volmer - Hugo Harrer










