Zwischen Capri und Rom im Schloss Branitz: Hugo Paul Harrer in Cottbus


Datum und Uhrzeit
Künstler
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Italienische Lichtblicke im Schloss Branitz: Hugo Paul Harrer neu entdecken
Im Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz öffnet sich mit der Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer ein konzentrierter Blick auf einen Maler, dessen Werk zwischen Rom, der Amalfiküste und der Sammlungsgeschichte Cottbus' erzählt. Die Kabinettausstellung zeigt erstmals umfassend den erhaltenen Bestand und macht sichtbar, wie eng Familiengeschichte, Kunstbesitz und städtische Sammlung zusammenhängen.
Ein Kabinett voller mediterraner Stimmung
Die Präsentation rückt Zeichnungen, Gemälde und das Porträt Franziska Wickeraths in eine Ausstellungsatmosphäre, die von venezianischer Leichtigkeit, römischer Historie und südländischem Kolorit geprägt ist. Besonders der frisch restaurierte Vesuv verleiht der Werkbetrachtung eine starke sinnliche Präsenz: Farbe, Form und Motiv verdichten sich zu einer ästhetischen Erfahrung, die den Blick nach Italien lenkt.
Hugo Paul Harrer im kunsthistorischen Kontext
Hugo Paul Harrer, 1836 geboren und 1876 in Rom gestorben, gehörte zur Düsseldorfer Schule und arbeitete als Landschafts- und Architekturmaler. Er studierte nach ersten autodidaktischen Versuchen in München und Düsseldorf, bevor Rom zum prägenden Ort seiner künstlerischen Entwicklung wurde. Dort entstanden Studien, Skizzen und Ölbilder mit italienischen Straßenszenen, Ruinen und Küstenlandschaften, die er später auf deutschen Kunstausstellungen zeigte. Die Ausstellung in Branitz macht diese Werkphase in ihrem kulturhistorischen Zusammenhang nachvollziehbar.
Von Rom nach Cottbus: eine Sammlungsbiografie mit Gewicht
Im Mittelpunkt steht nicht nur das Werk, sondern auch seine Überlieferung. Franziska Wickerath, die Harrer heiratete, bewahrte und verbreitete nach seinem frühen Tod zahlreiche Arbeiten. Über ihre zweite Ehe und ihren späteren Lebensweg in Cottbus gelangten die Werke in einen Kontext, der bis zur Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus führt. So zeigt die Schau auch, wie private Erinnerung, bürgerliche Repräsentation und museale Kuratierung ineinandergreifen.
Schloss Branitz als passender Ausstellungsort
Schloss Branitz ist selbst ein Ort historischer Verdichtung. Neben den historischen Räumen beherbergt es die Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus; der Landschaftspark mit seinen architektonischen Setzungen erweitert das Kunsterlebnis ins Freie. Für Besucher entsteht dadurch ein Wechselspiel aus Malerei, Raum und Gartenkunst, das der Ausstellung zusätzliche Tiefe verleiht.
Besuch, Bildung und Ausstellungsatmosphäre
Die Kabinettausstellung eignet sich für kunstinteressierte Besucher, die präzise Werkbeobachtung und kulturhistorische Einordnung schätzen. Durch den klaren Fokus auf einen wenig bekannten Maler eröffnet sie auch museumspädagogisch einen lehrreichen Zugang zu Malerei des 19. Jahrhunderts, zu italienischen Bildmotiven und zur Geschichte von Sammlungen in Brandenburg.
Fazit: Diese Sonderausstellung verbindet italienisches Licht, kunsthistorische Spurensuche und eine eindrucksvolle Sammlungsbiografie. Wer Hugo Paul Harrer in seiner römischen Perspektive und im Spiegel von Schloss Branitz erleben möchte, sollte die Präsentation unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.pueckler-museum.de/
Quellen:
- Stadt Cottbus - Sonderausstellung: Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer
- Museen Brandenburg - Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
- Museum.de - Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
- Pückler-Museum - Park Branitz
- Reiseland Brandenburg - Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer
- Wikipedia - Hugo Harrer








