Zwischen Capri und Rom im Fürst Pückler Museum: Hugo Paul Harrer in Cottbus


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Italienische Sehnsucht im Branitzer Schloss: Hugo Paul Harrer neu entdecken
Die Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer führt mitten hinein in eine Malerei des 19. Jahrhunderts, die vom Licht Italiens, von römischer Stadtansicht und von der Küste der Amalfiküste lebt. In Branitz zeigt sich ein Kunsterlebnis, das Biografie, Sammlungsgeschichte und kunsthistorische Einordnung auf eindrucksvolle Weise verbindet.
Eine Lebensgeschichte zwischen Rom und Cottbus
Im Zentrum steht der Maler Hugo Paul Harrer (1836–1876), ein Vertreter der Düsseldorfer Schule, der nach architektonischer Ausbildung zur Malerei fand und sich in Rom wie auch in Düsseldorf weiterbildete. Seine Werke kreisen um italienische Landschaften, Straßenszenen und Ruinen, um atmosphärische Fernblicke und um jene präzise Beobachtung, die akademische Malerei mit poetischer Stimmung verbindet. Die Ausstellung rückt zugleich Franziska Wickerath, Harrers Ehefrau, in den Blick: Sie bewahrte und verbreitete den Nachlass, der später in die Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus einging.
Die Bildwelt des Südens
Besonders reizvoll ist die Werkbetrachtung jener Motive, die das romantische Italienbild des 19. Jahrhunderts verdichten: Amalfi, Rom, Küstenlicht, Architekturfragmente und der frisch restaurierte Vesuv. Zeichnungen und Gemälde entfalten eine subtile Raumwirkung zwischen Topografie und Erinnerung. Für Kunstinteressierte eröffnet sich hier ein Blick auf die Wechselbeziehung von Naturstudie, Reiseerfahrung und stilisierter Komposition.
Kuratierung mit kunsthistorischer Tiefenschärfe
Die Kabinettausstellung präsentiert erstmals den Bestand umfassend und macht sichtbar, wie eng private Lebenswege, Sammlungsaufbau und museale Vermittlung ineinandergreifen. Gerade in Branitz, wo der Blick auf Pücklers Gartenkunst und das kulturhistorische Erbe des Hauses ohnehin geschärft ist, erhält Harrers Italien eine besondere Bühne. Die Ausstellung eignet sich damit auch für kulturelle Bildung: Sie verbindet Malerei, Biografie, Sammlungsgeschichte und die Frage, wie Kunst über Generationen weiterlebt.
Ausstellungsatmosphäre für Neugierige
Die Atmosphäre verspricht konzentriert und zugleich sinnlich zu werden: kleine Formate, detailreiche Zeichnungen, die Farben des Südens und die stille Eleganz eines musealen Kabinetts. Wer sich für Kunstströmungen des 19. Jahrhunderts, für Reisebilder und für die Geschichte der deutschen Malerei interessiert, findet hier ein lohnendes Ziel.
Fazit: Diese Ausstellung öffnet ein Fenster nach Rom und Capri, aber ebenso in die Sammlungswelt von Cottbus und Branitz. Wer italienische Malerei, kunsthistorische Zusammenhänge und ein feines museales Kunsterlebnis sucht, sollte die Sonderausstellung unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz:
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- Website: https://www.pueckler-museum.de/
Quellen:
- Stadt Cottbus - Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer
- Stadt Cottbus - Ausstellungseröffnung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer
- Stiftung Fürst-Pückler-Museum - Park Branitz
- Stiftung Fürst-Pückler-Museum - Entgelt- und Nutzungsordnung
- Museen Brandenburg - Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
- Wikipedia - Hugo Harrer








