Wer hat's erfunden? Apothekenwissen und Erfindergeist im Museum Cottbus


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Wenn Apotheken zu Laboren des Fortschritts werden
Die Sonderausstellung Wer hat's erfunden? Vielleicht ein Apotheker! im Brandenburgischen Apothekenmuseum Cottbus öffnet den Blick auf naturwissenschaftliche und technische Entdeckungen, die aus apothekerlicher Forschung, genauer Beobachtung und experimenteller Neugier hervorgingen. Besucherinnen und Besucher erleben Wissenschaftsgeschichte als lebendige Erzählung zwischen historischen Apothekenräumen, chemischen Verfahren und Erfindungen des Alltags.
Zwischen Kräutern, Chemie und Erfindergeist
Die Ausstellung führt durch drei Jahrhunderte pharmazeutischer und technischer Entwicklung. Zu den präsentierten Beispielen zählen Rübenzucker, Sodawasser, die Isolierung von Morphium, frühe Systeme der Gasbeleuchtung, der UHU-Klebstoff und Chlorodont-Zahnpasta. Die Exponate machen sichtbar, wie eng Pharmazie, Chemie, Technikgeschichte und Alltagskultur miteinander verbunden sind.
Historische Räume als Teil des Kunsterlebnisses
Das Brandenburgische Apothekenmuseum befindet sich in der ehemaligen Löwen-Apotheke am Cottbuser Altmarkt. Die historischen Arbeitsräume vermitteln die Atmosphäre einer Apotheke um 1850 und geben der Werkbetrachtung eine besondere Raumwirkung. Zwischen Offizin, Materialien und historischen Objekten entsteht eine ästhetische Erfahrung, in der sich kulturelle Bildung mit sinnlicher Anschauung verbindet.
Wissenschaftsgeschichte anschaulich vermittelt
Die Kuratierung verbindet konkrete Erfindungen mit den Arbeitsweisen früher Apothekerinnen und Apotheker. Beobachtung, Rezeptur, Laborarbeit und handwerkliche Präzision erscheinen als wichtige Grundlagen moderner naturwissenschaftlicher Entwicklung. Ein Audioguide in englischer und polnischer Sprache ergänzt die Vermittlung. Führungen durch das Museum und die Sonderausstellung vertiefen den Zugang zu Pharmaziegeschichte, Heilpflanzen und historischer Apothekenarbeit.
Besuchserlebnis und praktische Hinweise
Das Museum ist ausschließlich im Rahmen von Führungen zugänglich. Reguläre Führungen finden dienstags bis freitags um 11:00 und 14:00 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen um 14:00 und 15:00 Uhr statt. Eine ausführliche Führung durch die Sonderausstellung ist telefonisch anzumelden. Die historischen Ausstellungsräume sind nicht barrierefrei zugänglich; Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen können dort nicht genutzt werden. Parkmöglichkeiten bestehen am Oberkirchplatz und im Parkhaus Neustädter Platz 10. Vom Bahnhof führt die Straßenbahnlinie 1 bis zur Haltestelle Stadthalle, von dort sind es etwa fünf Minuten zu Fuß.
Fazit: Pharmazie als Geschichte des Erfindens
Wer hat's erfunden? Vielleicht ein Apotheker! verspricht ein konzentriertes Kunsterlebnis der besonderen Art: keine Ausstellung über Malerei oder Skulptur, sondern eine faszinierende Schau über Objekte, Prozesse und Ideen, die unsere Lebenswelt geprägt haben. Wer Wissenschaftsgeschichte, Technik, Alltagskultur und historische Räume mit wacher Neugier erleben möchte, sollte diese Ausstellung live besuchen. Erst vor Ort entfalten die Exponate, die Räume und die Ausstellungsatmosphäre ihre volle Wirkung.
Offizielle Kanäle von Brandenburgisches Apothekenmuseum:
- Instagram: https://www.instagram.com/apothekenmuseum/
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.brandenburgisches-apothekenmuseum.de/










