„Wer hat’s erfunden?“ im Apothekenmuseum Cottbus: Wissenschaftsgeschichte erleben


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Wer hat’s erfunden? Ein faszinierender Blick ins Apothekenlabor
Die Sonderausstellung „Wer hat’s erfunden? Vielleicht ein Apotheker!“ im Brandenburgischen Apothekenmuseum Cottbus erzählt Wissenschaftsgeschichte aus einer überraschenden Perspektive. Im Mittelpunkt stehen naturwissenschaftliche und technische Entwicklungen, die aus dem Umfeld von Apotheken hervorgegangen sind. Das historische Museum verwandelt die Werkbetrachtung in ein anschauliches Kunsterlebnis zwischen Pharmazie, Alltagskultur und Erfindergeist.
Apotheken als Werkstätten des Wissens
Über drei Jahrhunderte hinweg wurden in Apotheken nicht nur Arzneien hergestellt. Apotheker beobachteten, experimentierten und entwickelten neue Verfahren, Materialien und Produkte. Die Ausstellung zeigt Beispiele wie Rübenzucker, Sodawasser, die Isolierung von Morphium, frühe Gasbeleuchtungssysteme, den UHU-Klebstoff und die Chlorodont-Zahnpasta. So entsteht eine kunsthistorisch und kulturgeschichtlich fundierte Erzählung über Neugier, Forschung und technischen Fortschritt.
Historische Räume, Materialien und Ausstellungsatmosphäre
Das Brandenburgische Apothekenmuseum befindet sich in der ehemaligen Löwen-Apotheke am Cottbuser Altmarkt. Offizin, Kräuterkammer, Giftkammer und galenisches Labor bewahren die Raumwirkung einer Apotheke des 19. Jahrhunderts. Holz, Glas, Metall, Keramik, Kräuter und historische Laborgeräte schaffen eine sinnliche Ästhetische Erfahrung. Die Ausstellung macht Wissenschaft nicht abstrakt, sondern über Objekte, Oberflächen, Rezepturen und Arbeitsprozesse unmittelbar erfahrbar.
Wissenschaftsgeschichte als kulturelle Bildung
Die Präsentation verbindet Pharmaziegeschichte, Technikgeschichte und Alltagskultur. Besucherinnen und Besucher entdecken bekannte Produkte aus einer neuen Perspektive und erfahren, wie eng praktische Erfahrung, Materialkenntnis und wissenschaftliche Beobachtung miteinander verbunden sind. Eine ausführliche Führung durch die Sonderausstellung ist nach telefonischer Anmeldung möglich. Während des regulären Museumsrundgangs wird die Schau in kürzerer Form vorgestellt. Ein Audioguide in englischer und polnischer Sprache ergänzt das Vermittlungsangebot; eigene Kopfhörer sind dafür mitzubringen.
Besuch und praktische Hinweise
Die Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten des Museums zugänglich. Reguläre Führungen finden dienstags bis freitags um 11:00 und 14:00 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen um 14:00 und 15:00 Uhr statt. Für Gruppen und Sondertermine sind individuelle Vereinbarungen möglich. Das historische Gebäude ist zu den Ausstellungsräumen nicht barrierefrei zugänglich; Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen können dort nicht genutzt werden. Parkmöglichkeiten bestehen am Oberkirchplatz und im Parkhaus Neustädter Platz 10. Vom Bahnhof führt die Straßenbahnlinie 1 bis zur Haltestelle Stadthalle, anschließend ist das Museum in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
Fazit: Erfindungskraft zwischen Kräutern und Laborgeräten
Die Sonderausstellung eröffnet eine lehrreiche und atmosphärische Perspektive auf die Geschichte des Fortschritts. Kunstinteressierte, Familien, Schulklassen und kulturgeschichtlich neugierige Gäste erleben, wie aus apothekerlichem Forschergeist Innovationen für Wissenschaft und Alltag entstanden. Wer Pharmazie, historische Räume und kulturelle Bildung miteinander verbinden möchte, sollte diese Ausstellung unbedingt live im Brandenburgischen Apothekenmuseum Cottbus besuchen.
Offizielle Kanäle von Brandenburgisches Apothekenmuseum Cottbus:
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- Website: https://www.brandenburgisches-apothekenmuseum.de/










