Fremde und Freiheit im Dieselkraftwerk Cottbus: Kunst, Kosmopolitismus und neue Perspektiven


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Ein kosmopolitischer Bilderdialog zwischen Malerei und Fotografie
Im Brandenburgischen Landesmuseum für Moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus öffnet sich mit Fremde und Freiheit ein vielschichtiges Kunsterlebnis, das Fürst Hermann von Pückler-Muskau in einen zeitgenössischen Dialog mit den Positionen von Mona Höke und Kathrin Karras setzt. Die Ausstellung verbindet Malerei, Fotografie und digitale Bildproduktion zu einer poetischen Reflexion über Fremdheit, Aufbruch und die produktive Kraft des Blicks.
Wenn Landschaft zur Denkfigur wird
Der dreiteilige Ausstellungszyklus nähert sich Pückler nicht als historischer Figur allein, sondern als kulturellem Impulsgeber. Seine Reisen, seine Gartenkunst und seine Idee des Kosmopolitischen werden zum Resonanzraum für eine künstlerische Auseinandersetzung, in der Schichtung, Überarbeitung und das Ineinandergreifen von Bildwelten eine zentrale Rolle spielen. Genau darin liegt die besondere Stärke dieser Schau: Sie übersetzt historische Erinnerung in eine lebendige Gegenwart der Kunstbetrachtung.
Malerei und Fotografie im gemeinsamen Takt
Die Zusammenarbeit von Mona Höke und Kathrin Karras ist keine bloße Gegenüberstellung zweier Handschriften, sondern eine echte Interaktion. Beide Künstlerinnen arbeiten an Bildern, die sich gegenseitig durchdringen, überlagern und erweitern. So entstehen großformatige Werke, in denen Unikatmalerei und fotografische Verfahren nicht konkurrieren, sondern einander befragen. Für Besucherinnen und Besucher entfaltet sich daraus eine konzentrierte ästhetische Erfahrung, geprägt von Farbflächen, räumlichen Verdichtungen und subtilen Übergängen.
Ein Museum als Ort der Moderne
Das Dieselkraftwerk Cottbus zählt zu den prägenden Häusern des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst. Die Sammlung umfasst moderne und zeitgenössische Kunst mit besonderen Stärken in den Bereichen Plakatkunst und Fotografie. Der industrielle Charakter des ehemaligen Kraftwerks verstärkt die Ausstellungsatmosphäre: rohe Architektur, klare Räume und wechselndes Licht lassen die Werke mit großer Präsenz auftreten. Gerade für kunsthistorisch interessierte Gäste entsteht so ein spannungsreicher Rahmen zwischen Baukultur und Bildkunst.
Kulturelle Bildung und vertiefende Werkbetrachtung
Die Ausstellung eignet sich für eine intensive Werkbetrachtung ebenso wie für eine erste Begegnung mit zeitgenössischer Kunst. Wer sich für Kunstvermittlung, Ausstellungsdidaktik und kulturelle Bildung interessiert, findet hier einen überzeugenden Zugang zu Themen wie Kosmopolitismus, Landschaft als kulturelle Konstruktion und dem Dialog zwischen Bildmedien. Die Ausstellung lädt dazu ein, Verbindungen zwischen historischer Figur, künstlerischer Methode und heutiger gesellschaftlicher Perspektive zu entdecken.
Fazit: Ein Besuch, der den Blick weitet
Fremde und Freiheit verspricht einen poetischen und zugleich intellektuell anregenden Museumsbesuch. Wer Kunst liebt, die Denken, Sehen und Erinnern miteinander verknüpft, sollte diese Ausstellung live erleben. Hier trifft kunsthistorische Tiefe auf eine sinnliche Raumwirkung, die lange nach dem Rundgang nachhallt.
Offizielle Kanäle von Mona Höke und Kathrin Karras:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.blmk.de/programm/fremde-und-freiheit/









