Fremde und Freiheit im BLMK: Kunst und Pückler in Cottbus erleben

Event: Fremde und Freiheit. Pückler - Dialog über einen Kosmopolit. Mona Höke und Kathrin Karras in Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst - Dieselkraftwerk Cottbus, Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus on 16. Juli 2026

Datum und Uhrzeit

16. Juli 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Cottbus
03 Cottbus, Deutschland

Tickets

4,00

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Fremde und Freiheit im BLMK: Ein kunstvoller Dialog über Pückler, Identität und Gegenwart

Im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus entfaltet sich ein Ausstellungszyklus, der historische Reflexion und zeitgenössische Bildsprache auf eindrucksvolle Weise verbindet. Fremde und Freiheit führt die Malerin Mona Höke und die Fotokünstlerin Kathrin Karras in einen gemeinsamen Dialog mit Fürst Hermann von Pückler-Muskau und öffnet den Blick auf Themen wie Kosmopolitismus, Mobilität, Fremdheit und Freiheit.

Ein Ausstellungsformat mit gedanklicher Weite

Die Präsentation versteht Pückler nicht als Monument, sondern als vielschichtige Projektionsfläche. Gerade darin liegt die besondere Stärke dieser Ausstellung: Historische Figur und aktuelle Kunstproduktion treten in einen lebendigen Austausch, in dem Fotografie, digitale Bildproduktion und Unikatmalerei ineinandergreifen. Wer sich für kunsthistorische Kontextualisierung, Kuratierung und ästhetische Erfahrung interessiert, findet hier ein anspruchsvolles Kunsterlebnis mit intellektueller Tiefe.

Mona Höke und Kathrin Karras: Zwei Positionen, ein gemeinsamer Resonanzraum

Mona Höke arbeitet als Malerin und Grafikerin an Bildräumen zwischen Bühne, Malerei und räumlicher Imagination. Ihre Arbeiten sind von szenografischem Denken, Farbdramaturgie und der Frage nach Raumwirkung geprägt. Kathrin Karras, 1967 in Guben geboren, lebt und arbeitet im Löwenberger Land und entwickelt fotografische Werkgruppen, die Natur, Zwischenräume und gesellschaftliche Wahrnehmung poetisch verdichten. In Fremde und Freiheit entsteht daraus ein Dialog, der das Einzelwerk erweitert und die Grenzen zwischen den Medien produktiv verschiebt.

Pückler als europäische Denkfigur

Der Bezug auf Fürst Hermann von Pückler-Muskau verleiht der Ausstellung eine kulturhistorische Ebene. Pückler steht für Landschaftskultur, Reiseerfahrung, Weltläufigkeit und das Spannungsfeld zwischen Aufbruch und Zugehörigkeit. Die Künstlerinnen greifen diese Dimensionen auf und übersetzen sie in eine Gegenwartssprache, die Fragen nach Offenheit, kultureller Bewegung und künstlerischer Übersetzung verhandelt. So wird die Ausstellung zu einer Werkbetrachtung über das Fremde als produktive Erfahrung.

Der Ort: Das Dieselkraftwerk als architektonischer Resonanzkörper

Das ehemalige Dieselkraftwerk ist selbst ein Ort mit starker Aura: industriell, klar, geschichtsbewusst. Die Räume des BLMK schaffen für Malerei und Fotografie eine konzentrierte Ausstellungsatmosphäre, in der Licht, Material und Hängung eine besondere Rolle spielen. Die moderne Museumsarchitektur unterstützt die Wahrnehmung der Werke und schärft den Blick für Details, Oberflächen und Bildrhythmen.

Fazit: Ein Ausstellungserlebnis für Kunstliebhaber und Kulturinteressierte

Fremde und Freiheit verspricht eine reflektierte, sinnliche und bildstarke Ausstellung über Kunst, Geschichte und Gegenwart. Wer Kunst als Denkraum und Kunsterlebnis sucht, sollte diesen Termin in Cottbus unbedingt wahrnehmen. Die Schau lädt dazu ein, Pückler neu zu lesen, Bildwelten neu zu sehen und den Begriff von Freiheit im Museum neu zu verorten.

Offizielle Kanäle von Mona Höke und Kathrin Karras:

Quellen:

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