Messeschlager Gisela im Staatstheater Cottbus: Operette mit Schwung und Haltung


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Messeschlager Gisela: Eine Operette zwischen Mode, Musik und gesellschaftlichem Augenzwinkern
Am 10. Oktober 2026 verwandelt sich das Große Haus des Staatstheaters Cottbus in eine Bühne für Gerd Natschinskis heiteres Musiktheater. Messeschlager Gisela verbindet eingängige Melodien, pointierte Dialoge und eine Geschichte über Mode, Selbstbehauptung und den Aufbruch einer jungen Frau.
Eine DDR-Operette kehrt ins Rampenlicht zurück
Gerd Natschinskis Operette aus dem Jahr 1960 entstand nach einem Libretto von Jo Schulz. Im Zentrum steht Gisela Claus, eine kreative Modegestalterin, die sich gegen verkrustete Vorstellungen und betriebliche Machtstrukturen behauptet. Gemeinsam mit einem Kollektiv entwickelt sie einen Entwurf, der zum titelgebenden Messeschlager werden soll.
Die Fassung von Axel Ranisch aus dem Jahr 2024 öffnet den historischen Stoff für eine gegenwärtige Bühnenperspektive. Zwischen nostalgischer Oberfläche und satirischem Blick entsteht ein Musiktheaterabend, der die Ideale, Widersprüche und ästhetischen Vorstellungen der DDR mit Schwung betrachtet.
Musik mit Ohrwurmqualität und tänzerischem Drive
Natschinskis Partitur lebt von melodischer Direktheit und einer farbenreichen Tanzsprache. Foxtrott, Tango, Cha-Cha-Cha und Rock ’n’ Roll geben den Figuren ihr eigenes musikalisches Profil. Die Akustik des Großen Hauses lässt die orchestralen Farben ebenso hervortreten wie die rhythmische Energie der Ensembleszenen.
So entsteht ein Bühnenerlebnis zwischen Operette, Revue und musikalischer Satire. Die Musik trägt die Handlung, kommentiert die Figuren und lässt aus der historischen Vorlage einen lebendigen Theaterabend werden.
Mode als Ausdruck von Freiheit und Persönlichkeit
Auf der Bühne wird Kleidung zum dramaturgischen Motor. Stoffe, Schnitte und Farben erzählen von Anpassung und Individualität, von kollektiven Leitbildern und dem Wunsch, den eigenen Stil zu finden. Die geplante Modenschau bündelt diese Themen in einem theatralen Schlussbild voller Bewegung, Licht und musikalischem Glanz.
Die Inszenierung setzt dabei auf den Kontrast zwischen betrieblicher Ordnung und kreativer Vorstellungskraft. In der Schauspielkunst treffen komödiantische Überzeichnung, operettentypische Präzision und menschliche Empfindsamkeit aufeinander.
Historischer Stoff mit überraschender Aktualität
Messeschlager Gisela wurde 1960 am Berliner Metropoltheater uraufgeführt und entwickelte sich zunächst zu einem erfolgreichen Werk des heiteren Musiktheaters. Nach dem Mauerbau verschwand die Operette weitgehend aus den Spielplänen. Die Wiederentdeckung rückt nun ein nahezu vergessenes Kapitel der deutsch-deutschen Theatergeschichte ins Bewusstsein.
Aktuelle Kritiken zur Neubelebung des Stücks würdigten die Mischung aus quirligem Bühnengeschehen, musikalischer Nostalgie und überraschend satirischen Texten. Die Cottbuser Inszenierung von Katja Wolff arbeitet mit der Fassung von Axel Ranisch und führt den Stoff in einen neuen Spielort und eine neue Gegenwart.
Fazit: Operettenzauber mit historischer Tiefenschärfe
Das Publikum erwartet ein farbenreiches Bühnenerlebnis mit schwungvollen Tanznummern, pointierter Komik und einer Geschichte über Mut, Kreativität und gesellschaftliche Veränderung. Wer Operette nicht als Museumskunst, sondern als lebendige Bühnenkunst erleben möchte, findet in Messeschlager Gisela einen überraschenden Theaterabend. Sichern Sie sich Ihre Karten und erleben Sie die Theateratmosphäre des Großen Hauses live.
Offizielle Kanäle von Staatstheater Cottbus:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.staatstheater-cottbus.de/de/programm/repertoire/artikel-messeschlager_gisela.html








