Licht geht auf: Philharmonisches Konzert eröffnet die Saison in Cottbus


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Wenn aus Dunkelheit Klang und aus Klang Licht wird
Das 1. Philharmonische Konzert der Saison 2026/27 eröffnet im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus die Reihe HORIZONTE. Unter dem Titel Licht geht auf führt Generalmusikdirektor Alexander Merzyn das Publikum am 4. Oktober 2026 durch ein farbenreiches Programm zwischen spätromantischer Klanggewalt, empfindsamem Liedgesang, zeitgenössischer Musik und französischer Orchesterpoesie.
Ein Sonnenaufgang mit orchestraler Wucht
Richard Strauss’ Also sprach Zarathustra eröffnet den Abend mit einem der berühmtesten Sonnenaufgänge der Musikgeschichte. Ein tiefer Basston, mächtige Blechbläser und die weit gespannte Orchestrierung lassen den Klangraum langsam aufbrechen. Strauss verbindet philosophische Inspiration mit einer Bühnenperformance des Orchesters, die Aufbruch, Zweifel und moderne Klanggewalt unmittelbar erfahrbar macht.
Nacht, Traum und fragile Zwischenräume
Alexander von Zemlinskys Sieben Lieder von Nacht, Gebet und Träume führen in eine intimere Klangwelt. Die Mezzosopranistin Luzia Tietze gestaltet die empfindsamen Spannungsfelder zwischen Nacht, Sehnsucht und Erwachen. Das Arrangement von Hauke Berheide erlebt dabei seine deutsche Erstaufführung. Zwischen Stimme und Orchester entsteht eine fein ausbalancierte Synchronisation, in der jedes Instrument den emotionalen Atem der Musik weiterträgt.
Gegenwartsklang im direkten Dialog
Mit der Uraufführung eines neuen Werks von Søren Nils Eichberg tritt die Gegenwart unmittelbar in den Konzertabend. Strukturelle Klarheit und energetische Verdichtung prägen eine Komposition, die im Dialog mit dem Philharmonischen Orchester und dem Publikum entsteht. Das Dirigat von Alexander Merzyn verbindet die unterschiedlichen musikalischen Epochen zu einem dramaturgischen Bogen vom nächtlichen Innehalten bis zum hellen Aufbruch.
Ravel lässt den Abend leuchten
Zum Finale erklingt Maurice Ravels Daphnis et Chloé, Suite Nr. 2. Schwebende Klangflächen, zarte Holzbläserfarben und rhythmische Bewegung verdichten sich zu einem leuchtenden Orchestergemälde. Nach Strauss’ kosmischem Aufbruch, Zemlinskys Nachtgesängen und Eichbergs Gegenwartssprache öffnet Ravel den Raum endgültig in Richtung Morgen.
Fazit: Ein Saisonauftakt als musikalischer Schritt ins Licht
Das Publikum erwartet ein vielseitiges Konzerterlebnis mit großer Live-Atmosphäre, differenziertem Sound und einem Programm, das Tradition und neue Musik miteinander verschränkt. Wer den Saisonauftakt des Philharmonischen Orchesters Cottbus nicht nur hören, sondern als sinnliche Reise vom Dunkel ins Licht erleben möchte, sollte diesen Abend im Großen Haus live miterleben.
Offizielle Kanäle von Alexander Merzyn:
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