Ungebremste Selbstbewegungen im Dieselkraftwerk Cottbus: DDR-Fotografie neu erleben

Event: Ungebremste Selbstbewegungen. Kunst mit Fotografie in der DDR in Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst - Dieselkraftwerk Cottbus, Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus on 13. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

13. Oktober 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Cottbus
03 Cottbus, Deutschland

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Über diese Veranstaltung

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Entspannt

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Fotografie als Freiheitsraum: Ungebremste Selbstbewegungen in Cottbus

Die Ausstellung Ungebremste Selbstbewegungen. Kunst mit Fotografie in der DDR im Brandenburgischen Landesmuseum für Moderne Kunst – Dieselkraftwerk Cottbus richtet den Blick auf eine experimentelle Bildkultur der 1980er Jahre. Im Mittelpunkt stehen Künstlerinnen und Künstler, die Fotografie nicht als neutrale Dokumentation verstanden, sondern als Material für Selbst-Erweiterung, Grenzüberschreitung und künstlerische Befreiung.

Eine andere Fotografie der DDR

In der eng reglementierten Gesellschaft der DDR entwickelten sich eigenständige Formen einer anderen Fotografie und einer Fotografie von unten. Künstlerische Positionen verschiedener Disziplinen verbanden Fotografie mit Aktion, Performance, Installation, Körperkunst und konzeptuellen Verfahren. Die Arbeiten reflektieren ihre eigenen medialen Bedingungen und lösen sich vom journalistisch-dokumentarischen Bildverständnis.

Serielle Ordnungen, ungewöhnliche Bildideen und bewusst anti-ästhetische Impulse machen sichtbar, wie aus gesellschaftlicher Begrenzung neue Bildräume entstanden. Fotografie erscheint dabei nicht nur als Abbild, sondern als Denkbewegung, Handlung und Entwurf einer veränderten Wirklichkeit.

Künstlerische Positionen zwischen Aktion und Bild

Die Schau versammelt Werke von Claus Bach, Tina Bara, Micha Brendel, Kurt Buchwald, Klaus Elle, Irene Fischer, Thomas Florschuetz, Else Gabriel, Rainer Görß, Klaus Hähner-Springmühl, Erich-Wolfgang Hartzsch, Frank Herrmann, Bernd Hiepe, Wolf Kahlen, Stefan Kayser, York der Knoefel, Matthias Leupold, Lieberknecht und Stoy, Olaf Martens, Maix Mayer, Florian Merkel, Erhard Monden, Christoph Sandig, Cornelia Schleime, Erasmus Schröter, Andreas Seeliger, Heike Stephan und Gabriele Stötzer sowie weiteren Kunstschaffenden.

Bei der Werkbetrachtung begegnen sich fotografische Bildflächen, performative Gesten und medienübergreifende Verfahren. Die ästhetische Erfahrung entsteht aus dem Spannungsverhältnis zwischen dokumentarischer Spur und künstlerischer Erfindung, zwischen Körper, Raum und Öffentlichkeit.

Christoph Tannert als externer Kurator

Das Ausstellungskonzept wurde von Christoph Tannert als externem Kurator erarbeitet. Seine kuratorische Perspektive ordnet ein kunsthistorisch relevantes Kapitel der späten DDR ein und lenkt die Aufmerksamkeit auf nicht-staatstragende künstlerische Haltungen, die im öffentlichen Bewusstsein bislang weniger präsent sind. Die Ausstellung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung und zur Neubewertung ostdeutscher Kunstgeschichte.

Das Dieselkraftwerk als Resonanzraum

Die industrielle Architektur des Dieselkraftwerks verstärkt die Ausstellungsatmosphäre. Klare Raumachsen, sichtbare Materialien und konzentriertes Museumslicht bringen fotografische Arbeiten, serielle Strukturen und medienübergreifende Kunst in eine spannungsvolle Beziehung. Der historische Ort schafft einen konzentrierten Rahmen für Fragen nach Freiheit, Kontrolle, Körper, Wahrnehmung und medialer Wahrheit.

Fazit: Ein Kunsterlebnis über Freiheit und Bildmacht

Besucherinnen und Besucher erwartet ein bildstarker Zugang zu einem wichtigen Kapitel der Kunstgeschichte der DDR. Ungebremste Selbstbewegungen zeigt Fotografie als widerständiges, offenes und bis heute aktuelles Ausdrucksmittel. Wer ein anspruchsvolles Kunsterlebnis zwischen Fotokunst, Performance, Installation und kultureller Erinnerung sucht, sollte diese Ausstellung im Dieselkraftwerk Cottbus unbedingt live besuchen.

Offizielle Kanäle von Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst:

Quellen:

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