Ungebremste Selbstbewegungen im Dieselkraftwerk Cottbus: DDR-Fotografie als Freiheitsraum

Event: Ungebremste Selbstbewegungen. Kunst mit Fotografie in der DDR in Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst - Dieselkraftwerk Cottbus, Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus on 10. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

10. Oktober 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Cottbus
03 Cottbus, Deutschland

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Über diese Veranstaltung

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Entspannt

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Fotografie als Freiheitsraum: Ungebremste Selbstbewegungen in Cottbus

Das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst präsentiert im Dieselkraftwerk Cottbus eine Ausstellung über experimentelle Kunst mit Fotografie in der DDR. Im Mittelpunkt stehen künstlerische Positionen der 1980er Jahre, die Fotografie nicht als neutrale Dokumentation verstanden, sondern als Material für Selbst-Erweiterung, Grenzüberschreitung und ästhetische Selbstbehauptung.

Eine andere Fotografie der DDR

In der eng reglementierten Gesellschaft der DDR entwickelten Künstlerinnen und Künstler verschiedener Disziplinen eigenständige Formen einer anderen Fotografie und einer Fotografie von unten. Ihre Arbeiten lösten sich vom journalistisch-dokumentarischen Bildverständnis und reflektierten die Bedingungen des Mediums selbst. Idee, Prozess und Haltung standen häufig stärker im Zentrum als eine konventionelle Bildästhetik.

Zwischen Aktion, Performance und Installation

Die Ausstellung zeigt fotografische Verfahren, die mit Aktionen, Performances, Interventionen und seriellen Ordnungsstrukturen verbunden sind. Körper, Raum, Materialität und Bewegung werden zu bildnerischen Werkzeugen. Dadurch entsteht eine Kunst, die nicht lediglich Wirklichkeit abbildet, sondern neue Bildräume entwirft und die Grenzen zwischen Fotografie, Malerei, Installation und konzeptueller Kunst verschiebt.

Künstlerische Positionen mit historischer Bedeutung

Zu sehen sind Werke unter anderem von Claus Bach, Tina Bara, Micha Brendel, Kurt Buchwald, Klaus Elle, Irene Fischer, Thomas Florschuetz, Else Gabriel, Wolf Kahlen, Matthias Leupold, Cornelia Schleime, Gabriele Stötzer und weiteren Künstlerinnen und Künstlern. Die Auswahl macht sichtbar, wie vielfältig die nicht-staatstragende Kunst der späten DDR ihre eigenen Ausdrucksformen entwickelte.

Christoph Tannert als externer Kurator

Das Ausstellungskonzept wurde von Christoph Tannert als externem Kurator erarbeitet. Seine kuratorische Perspektive ordnet die gezeigten Arbeiten kunsthistorisch ein und richtet den Blick auf Positionen, die im öffentlichen Bewusstsein bislang weniger präsent sind. Die Schau leistet damit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung und zur Neubewertung ostdeutscher Kunstgeschichte.

Das Dieselkraftwerk als Resonanzraum

Die industrielle Architektur des Dieselkraftwerks verstärkt die Ausstellungsatmosphäre. Klare Raumachsen, sichtbare Materialien und konzentriertes Museumslicht bringen fotografische Bildflächen, serielle Arbeiten und medienübergreifende Kunst in eine spannungsvolle Beziehung. Bei der Werkbetrachtung begegnen sich historische Erfahrung und gegenwärtige Fragen nach Freiheit, Kontrolle, Öffentlichkeit und medialer Wahrheit.

Fazit: Ein Kunsterlebnis über Freiheit und Bildmacht

Ungebremste Selbstbewegungen eröffnet einen präzisen und bildstarken Zugang zu einem wichtigen Kapitel der Kunstgeschichte der DDR. Besucherinnen und Besucher erwartet eine ästhetische Erfahrung zwischen Fotografie, Performance und konzeptueller Kunst. Wer Fotografie als lebendiges, widerständiges und bis heute aktuelles Ausdrucksmittel erleben möchte, sollte diese Ausstellung im Dieselkraftwerk Cottbus unbedingt live besuchen.

Offizielle Kanäle von Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst:

Quellen:

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