Zwischen Capri und Rom: Hugo Paul Harrer im Schloss Branitz


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Zwischen Capri und Rom: Hugo Paul Harrer im Schloss Branitz entdecken
Das Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz widmet dem Maler Hugo Paul Harrer eine Kabinettausstellung, die italienische Reisebilder, persönliche Erinnerung und Cottbuser Sammlungsgeschichte miteinander verbindet. Am 14. Oktober 2026 öffnet die Ausstellung von 10:00 bis 17:00 Uhr ihre Räume für eine kunsthistorische Spurensuche zwischen Rom, der Amalfiküste und dem historischen Branitz.
Italienisches Licht und die Malerei des 19. Jahrhunderts
Hugo Paul Harrer lebte mit seiner Ehefrau Franziska Wickerath in Rom und unternahm Malreisen an die Amalfiküste. Seine Werke führen in eine Epoche, in der Italien als Sehnsuchtsort, Studienlandschaft und kultureller Resonanzraum eine zentrale Rolle einnahm. Landschaft, Architektur und mediterrane Atmosphäre verbinden sich in einer Malerei, die genaue Beobachtung mit poetischer Stimmung vereint.
Eine Ausstellung mit biografischer Tiefe
Franziska Wickerath heiratete 1868 den Maler Hugo Paul Harrer. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1876 bewahrte sie zahlreiche Werke und ließ seine Gemälde weiterhin ausstellen. Später lebte sie in Cottbus und heiratete den Juristen Paul Werner. Die Ausstellung erzählt damit nicht nur die Geschichte eines Künstlers, sondern auch von Nachlass, Erinnerungskultur und weiblicher Handlungsmacht im Kunstbetrieb des 19. Jahrhunderts.
Zeichnungen, Porträt und ein restaurierter Vesuv
Die Kabinettausstellung zeigt erstmals umfassend den Bestand rund um Hugo Paul Harrer. Zu sehen sind zahlreiche Zeichnungen, das Porträt von Franziska Wickerath sowie ein frisch restauriertes Werk mit dem Motiv des Vesuvs. In der Werkbetrachtung eröffnen sich unterschiedliche Facetten von Harrers Italienbild: zeichnerische Studien, landschaftliche Eindrücke und die konzentrierte Darstellung persönlicher Nähe.
Sammlungsgeschichte als ästhetische Erfahrung
Viele Werke Harrers gehören heute zur Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus. Das Museum macht sichtbar, wie private Überlieferung, städtische Sammlung und wissenschaftliche Kuratierung ineinandergreifen. Die Ausstellungsatmosphäre im Schloss Branitz verbindet historische Räume, Parklandschaft und Kunstgeschichte zu einem eindrucksvollen Kunsterlebnis. So wird kulturelle Bildung unmittelbar mit ästhetischer Erfahrung verbunden.
Fazit: Eine stille Reise nach Rom und an die Amalfiküste
Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer verspricht eine konzentrierte Begegnung mit einer wiederzuentdeckenden Künstlerpersönlichkeit und einer fein erzählten Sammlungsgeschichte. Kunstinteressierte erleben Malerei, Zeichnung, Biografie und Restaurierung in einem besonderen historischen Umfeld. Der Besuch im Schloss Branitz lohnt sich für alle, die italienisches Licht, Kunstgeschichte und eine atmosphärische Werkbetrachtung verbinden möchten.
Offizielle Kanäle von Hugo Paul Harrer und dem Fürst Pückler Museum:
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