Zwischen Capri und Rom im Schloss Branitz: Hugo Paul Harrer entdecken


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Italienisches Licht und vergessene Wege der Malerei
Die Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer im Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz widmet sich einem heute selten präsentierten Maler des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen Hugo Paul Harrers Italienaufenthalte, seine Landschafts- und Architekturmalerei sowie die bewegte Geschichte seiner Ehefrau Franziska Wickerath.
Eine Künstlerbiografie zwischen Rom und der Amalfiküste
Hugo Paul Harrer wurde 1836 geboren und starb 1876. Gemeinsam mit Franziska Wickerath lebte er in Rom und unternahm Malreisen an die Amalfiküste. Seine Werke verbinden genaue Naturbeobachtung mit architektonischer Präzision und einer ausgeprägten Italiensehnsucht. Rom, südliche Landschaften und der Vesuv erscheinen dabei als Orte intensiver ästhetischer Erfahrung.
Zeichnungen, Porträt und ein restaurierter Vesuv
Die Kabinettausstellung zeigt erstmals umfassend einen Bestand von Harrers Werken aus der Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus. Zu sehen sind zahlreiche Zeichnungen, das Porträt von Franziska Wickerath und ein frisch restauriertes Werk mit dem Motiv des Vesuvs. Die Präsentation eröffnet eine konzentrierte Werkbetrachtung zwischen Malerei, Zeichnung, Landschaftsdarstellung und Sammlungsgeschichte.
Franziska Wickerath und die Geschichte des Sammelns
Franziska Wickerath heiratete 1868 Hugo Paul Harrer. Nach seinem frühen Tod setzte sie sich für die Präsentation seiner Gemälde ein, heiratete später den Juristen Paul Werner und lebte als Frau des Cottbuser Oberbürgermeisters in der Stadt. Viele Werke ihres ersten Mannes gelangten durch ihr Erbe in die städtische Kunstsammlung. Damit verbindet die Ausstellung Künstlerbiografie, private Erinnerungskultur und die Entstehungsgeschichte musealer Bestände.
Kunsterlebnis im historischen Schloss Branitz
Die Ausstellungsatmosphäre des historischen Schlosses verstärkt den Dialog zwischen italienischer Landschaft, südlichem Licht und brandenburgischer Sammlungsgeschichte. Feine Linien, unterschiedliche Bildformate und die stille Präsenz der Zeichnungen machen die Werkbetrachtung zu einem entschleunigten Kunsterlebnis. Kunsthistorische Spurensuche und kulturelle Bildung verbinden sich mit der sinnlichen Erfahrung von Farbe, Form, Raum und Material.
Fazit: Eine Entdeckung für Kunst- und Italienliebhaber
Besucherinnen und Besucher erwartet eine kenntnisreich kuratierte Sonderausstellung über Hugo Paul Harrers Italienbilder, seine Beziehung zu Franziska Wickerath und die Geschichte der Cottbuser Kunstsammlung. Wer Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts, historische Zeichnungen und atmosphärische Museumserlebnisse schätzt, sollte diese Ausstellung im Schloss Branitz unbedingt live erleben.
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