Zwischen Capri und Rom im Schloss Branitz: Hugo Paul Harrer neu entdecken


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Italienische Erinnerungen im historischen Branitz
Die Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer öffnet im Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz einen konzentrierten Blick auf einen Maler des 19. Jahrhunderts, dessen Werk zwischen realistischer Beobachtung und Sehnsucht nach Italien schwingt. Im Zentrum steht ein künstlerischer Nachlass, der über Franziska Wickerath in die Cottbuser Sammlung gelangte und nun erstmals umfassend gezeigt wird.
Ein Leben zwischen Romantik und Wirklichkeit
Hugo Paul Harrer, geboren 1836 in Hirschberg in Schlesien, wandte sich früh der Malerei zu und suchte keine Akademie, sondern die direkte Werkbetrachtung der Natur. Seine Biografie führt nach Nürnberg, München, Rom und Düsseldorf. In Rom entstanden Studien, die wegen ihrer Wahrhaftigkeit Aufmerksamkeit erregten. Harrer entwickelte eine realistische Malweise, die Architektur, Ruinen und italienische Küstenlandschaften mit genauer Beobachtung und sicherem Blick für Atmosphäre verband.
Franziska Wickerath und der Weg der Werke nach Cottbus
Besonders berührend ist die Verbindung zur Sammlungs- und Stadtgeschichte. Franziska Wickerath heiratete 1868 den Maler Harrer, lebte mit ihm in Rom und an der Amalfiküste und machte nach seinem frühen Tod den Weg vieler Werke in eine neue Öffentlichkeit frei. Später in Cottbus lebend, vererbte sie zahlreiche Arbeiten ihres ersten Mannes weiter. So entstand ein Bestand, der heute zur Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus gehört und nun kunsthistorisch neu gelesen wird.
Zeichnungen, Porträts, Vesuv: das Italien der Harrers
Die Kabinettausstellung präsentiert Zeichnungen, das Porträt Franziskas und einen frisch restaurierten Vesuv. Gerade diese Werkgruppe lässt das Italien der Harrers lebendig werden: sonnendurchflutete Motive, architektonische Staffagen, Ruinen und Küstenansichten, dazu eine präzise, fast dokumentarische Hand. Für Kunstinteressierte entsteht ein Kunsterlebnis, das den Blick auf den Realismus des 19. Jahrhunderts erweitert und die Ästhetische Erfahrung mit kulturhistorischer Tiefe verbindet.
Branitz als passender Resonanzraum
Das Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz bietet für diese Ausstellung einen besonders stimmigen Rahmen. Das Haus verbindet Schlossräume, Gartenkunst und Sammlungsgeschichte. Wer durch Branitz geht, erlebt nicht nur museale Räume, sondern eine Ausstellungsatmosphäre, in der Landschaft, Architektur und Kunst ineinandergreifen. Genau hier entfaltet Harrers Italien-Blick zusätzliche Spannung: zwischen Reiselust, Erinnerung und sorgfältiger Werkbetrachtung.
Fazit: Eine Ausstellung für Entdeckerinnen und Entdecker
Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer verspricht einen differenzierten Zugang zu einem heute wenig bekannten Maler, dessen Arbeiten von Wahrheitssinn, Reiseerfahrung und italienischem Licht leben. Wer Kunst des 19. Jahrhunderts, Zeichnung, Malerei und kulturgeschichtliche Zusammenhänge schätzt, sollte diese Ausstellung in Branitz unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz:
- Instagram: https://instagram.com/branitzerpark_sfpm
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.pueckler-museum.de/








