Zwischen Capri und Rom im Schloss Branitz: Hugo Paul Harrer neu entdecken

Event: Sonderausstellung: "Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer" in Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz, Robinienweg 5, 03042 Cottbus on 22. August 2026

Datum und Uhrzeit

22. August 2026 10:00 Uhr

Künstler

Veranstaltungsort

Robinienweg 5
Robinienweg 5, 03042 Cottbus, Germany

Tickets

11,00

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Italienische Erinnerungen im historischen Branitz

Die Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer öffnet im Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz einen konzentrierten Blick auf einen Maler des 19. Jahrhunderts, dessen Werk zwischen realistischer Beobachtung und Sehnsucht nach Italien schwingt. Im Zentrum steht ein künstlerischer Nachlass, der über Franziska Wickerath in die Cottbuser Sammlung gelangte und nun erstmals umfassend gezeigt wird.

Ein Leben zwischen Romantik und Wirklichkeit

Hugo Paul Harrer, geboren 1836 in Hirschberg in Schlesien, wandte sich früh der Malerei zu und suchte keine Akademie, sondern die direkte Werkbetrachtung der Natur. Seine Biografie führt nach Nürnberg, München, Rom und Düsseldorf. In Rom entstanden Studien, die wegen ihrer Wahrhaftigkeit Aufmerksamkeit erregten. Harrer entwickelte eine realistische Malweise, die Architektur, Ruinen und italienische Küstenlandschaften mit genauer Beobachtung und sicherem Blick für Atmosphäre verband.

Franziska Wickerath und der Weg der Werke nach Cottbus

Besonders berührend ist die Verbindung zur Sammlungs- und Stadtgeschichte. Franziska Wickerath heiratete 1868 den Maler Harrer, lebte mit ihm in Rom und an der Amalfiküste und machte nach seinem frühen Tod den Weg vieler Werke in eine neue Öffentlichkeit frei. Später in Cottbus lebend, vererbte sie zahlreiche Arbeiten ihres ersten Mannes weiter. So entstand ein Bestand, der heute zur Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus gehört und nun kunsthistorisch neu gelesen wird.

Zeichnungen, Porträts, Vesuv: das Italien der Harrers

Die Kabinettausstellung präsentiert Zeichnungen, das Porträt Franziskas und einen frisch restaurierten Vesuv. Gerade diese Werkgruppe lässt das Italien der Harrers lebendig werden: sonnendurchflutete Motive, architektonische Staffagen, Ruinen und Küstenansichten, dazu eine präzise, fast dokumentarische Hand. Für Kunstinteressierte entsteht ein Kunsterlebnis, das den Blick auf den Realismus des 19. Jahrhunderts erweitert und die Ästhetische Erfahrung mit kulturhistorischer Tiefe verbindet.

Branitz als passender Resonanzraum

Das Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz bietet für diese Ausstellung einen besonders stimmigen Rahmen. Das Haus verbindet Schlossräume, Gartenkunst und Sammlungsgeschichte. Wer durch Branitz geht, erlebt nicht nur museale Räume, sondern eine Ausstellungsatmosphäre, in der Landschaft, Architektur und Kunst ineinandergreifen. Genau hier entfaltet Harrers Italien-Blick zusätzliche Spannung: zwischen Reiselust, Erinnerung und sorgfältiger Werkbetrachtung.

Fazit: Eine Ausstellung für Entdeckerinnen und Entdecker

Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer verspricht einen differenzierten Zugang zu einem heute wenig bekannten Maler, dessen Arbeiten von Wahrheitssinn, Reiseerfahrung und italienischem Licht leben. Wer Kunst des 19. Jahrhunderts, Zeichnung, Malerei und kulturgeschichtliche Zusammenhänge schätzt, sollte diese Ausstellung in Branitz unbedingt live besuchen.

Offizielle Kanäle von Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz:

Quellen:

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