Zwischen Capri und Rom im Fürst Pückler Museum: Italienische Malerei in Cottbus erleben


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Italienische Sehnsucht im Herzen von Branitz
Die Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer öffnet im Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz ein kunsthistorisch reizvolles Kapitel zwischen Romantik, Reiseerlebnis und bürgerlicher Erinnerungskultur. Gezeigt wird erstmals umfassend der Bestand an Werken, den Franziska Wickerath nach dem frühen Tod ihres ersten Mannes bewahrte und weitergab.
Ein Künstlerleben zwischen Rom und der Amalfiküste
Hugo Paul Harrer, 1836 geboren, arbeitete nach kunsthistorischen Quellen nicht an einer Akademie, sondern entwickelte seine Malerei durch eigenes Studium, genaue Naturbeobachtung und Reisen nach Rom. Dort sammelte er Studien, Skizzen und Motive für Ölbilder, die deutsche Kunstausstellungen erreichten. Seine Bildwelt kreist um Straßenszenen, Ruinen und italienische Küstenlandschaften – Motive, die das Licht des Südens und die Melancholie des Reisens verbinden.
Franziska Wickerath als Bewahrerin eines Nachlasses
Der besondere Reiz dieser Kabinettausstellung liegt nicht nur in den Arbeiten selbst, sondern auch in ihrer Herkunft. Franziska Wickerath, später mit Paul Werner verheiratet, lebte in Cottbus und verband ihr persönliches Leben mit der Geschichte der Stadt. Die heute zur Carl-Blechen-Sammlung gehörenden Werke eröffnen einen neuen Blick auf das künstlerische Erbe Harrers und auf die Rolle von Sammlerinnen, Vermittlerinnen und Nachlassbewahrerinnen im 19. Jahrhundert.
Zeichnungen, Porträt und ein frisch restaurierter Vesuv
Zu den Höhepunkten zählen zahlreiche Zeichnungen, das Porträt Franziskas sowie ein frisch restaurierter Vesuv. Diese Werke lassen das Italien der Harrers aufleben und geben der Ausstellung eine besondere räumliche und atmosphärische Dichte. Die Werkbetrachtung zeigt, wie sich Reiseimpression, Landschaft und emotionale Erinnerung in kunstvolle Bildräume verwandeln.
Branitz als Ort kultureller Bildung
Park und Schloss Branitz bilden für diese Ausstellung den passenden Rahmen. Das Ensemble ist selbst ein Gesamtkunstwerk, in dem Landschaft, Architektur und museale Vermittlung ineinandergreifen. Besucherinnen und Besucher erleben hier nicht nur eine Sonderausstellung, sondern auch einen Ort kultureller Bildung, an dem Kunstgeschichte anschaulich und sinnlich erfahrbar wird.
Fazit
Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer verspricht ein intensives Kunsterlebnis für alle, die Malerei des 19. Jahrhunderts, Italienmotive und kunsthistorische Entdeckungen schätzen. Wer sich für Reisebilder, Sammlungsgeschichte und die feinen Übergänge zwischen Privatem und Öffentlichem interessiert, sollte diese Ausstellung in Branitz unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz:
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