Zwischen Capri und Rom im Schloss Branitz: Hugo Paul Harrer entdecken


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Italienische Lichtwelten im Schloss Branitz
Die Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer öffnet in Branitz ein präzises Fenster auf eine Künstlerbiografie zwischen Rom, der Amalfiküste und Cottbus. Zu sehen ist die Werkgruppe des Landschafts- und Architekturmalers Hugo Paul Harrer, dessen italienische Studien, Zeichnungen und Gemälde heute einen bedeutenden Teil der Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus bilden. Die Präsentation rückt erstmals diesen Bestand umfassend ins Licht und verbindet Kunstgeschichte mit lokaler Sammlungsgeschichte.
Ein Maler zwischen Düsseldorfer Schule und italienischer Sehnsucht
Hugo Paul Harrer gehörte zur Düsseldorfer Schule und arbeitete bevorzugt an der Schnittstelle von Landschafts-, Architektur- und Genremalerei. Nach Ausbildungsjahren in München und Düsseldorf zog er nach Rom, wo er Naturstudien anlegte und Motive aus Straßenräumen, Ruinen und Küstenlandschaften entwickelte. Die Ausstellung lässt diese Werkwelt in einer konzentrierten Kabinettsituation aufscheinen und zeigt, wie aus Beobachtung, Licht und Linie eine poetische Bildsprache entsteht.
Franziska Wickerath als stille Protagonistin der Sammlung
Eine besondere Rolle spielt Franziska Wickerath, die Harrer 1868 heiratete. Nach seinem frühen Tod bewahrte und präsentierte sie seine Arbeiten weiter, ehe sie nach Cottbus kam und dort mit ihrem zweiten Ehemann Paul Werner lebte. Die Ausstellung macht diese Verbindung von Lebensweg, Erinnerung und Sammlungsgeschichte anschaulich. Gerade darin liegt ihr kulturhistorischer Reiz: Sie zeigt nicht nur Werke, sondern auch, wie Kunst in Familien, Städten und Institutionen weiterlebt.
Italien im Bild: Zeichnungen, Porträts und restaurierte Motive
Besonders eindrucksvoll sind die vielen Zeichnungen, das Porträt Franziskas und der restaurierte Vesuv, die gemeinsam das Italien der Harrers wiederaufleben lassen. Diese Werkbetrachtung entfaltet eine dichte Ausstellungsatmosphäre: helle Konturen, atmosphärische Ferne, architektonische Präzision und die sinnliche Präsenz südlicher Landschaften. Wer sich für Kunst des 19. Jahrhunderts interessiert, erlebt hier eine fein kuratierte Verbindung von Ästhetischer Erfahrung und kunsthistorischer Einordnung.
Branitz als passender Ort für diese Schau
Das Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz bietet dafür den idealen Rahmen. Das Schloss beherbergt die historische Sammlung und ist eng mit der Kunst- und Gartenkultur des 19. Jahrhunderts verbunden. Der Branitzer Park, ab 1846 von Hermann von Pückler-Muskau als sein eigenes Meisterstück angelegt, gehört zu den bedeutendsten Landschaftsparks Deutschlands. Zwischen Parkarchitektur, Schlossräumen und Sammlung entfaltet sich ein Kunsterlebnis, das Kunst, Natur und Geschichte überzeugend zusammendenkt.
Fazit
Diese Sonderausstellung verspricht eine seltene Begegnung mit einem wiederzuentdeckenden Maler und einer Sammlung, die aus persönlicher Erinnerung öffentliche Kultur macht. Wer italienische Landschaften, Zeichnungen des 19. Jahrhunderts und kunsthistorische Entdeckungen schätzt, sollte Branitz unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.pueckler-museum.de/
Quellen:
- Stadt Cottbus/Chóśebuz - Ausstellungseröffnung: Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer
- Reiseland Brandenburg - Sonderausstellung: Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer
- Stiftung Fürst-Pückler-Museum - Park Branitz
- Stiftung Fürst-Pückler-Museum - Zabudowania parkowe
- Deutsche Digitale Bibliothek - Hugo Paul Harrer
- Kunstsammlung Gera - Sammlung
- Museen Brandenburg - Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz










