Zwischen Capri und Rom im Fürst Pückler Museum Branitz: Hugo Paul Harrer entdecken


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Italienische Lichtblicke im Fürst-Pückler-Museum Branitz
Die Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer lädt zu einer kunsthistorischen Entdeckungsreise zwischen römischer Stadtansicht, südlicher Küstenlandschaft und dem Blick einer Cottbuser Sammlungsgeschichte ein. Am 31. Juli 2026 öffnet im Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz ein Kabinett, das den Maler Hugo Paul Harrer in seiner italienischen Thematik neu erfahrbar macht.
Rom, Amalfi, Capri: ein Bildraum des Südens
Im Zentrum steht ein Künstler, dessen Werk von der Düsseldorfer Schule, vom Studium der Natur und von der Faszination für Italien geprägt ist. Harrer, 1836 geboren und 1876 in Rom gestorben, entwickelte eine Malerei zwischen Architekturmotiv, Landschaft und atmosphärischer Beobachtung. Seine Blätter und Gemälde öffnen den Blick auf Straßen, Ruinen und Küstenräume, in denen Licht, Fels, Vegetation und Bauformen ein dichtes Spannungsfeld bilden.
Die Ausstellung zeigt erstmals umfassend den Bestand aus Cottbus, darunter zahlreiche Zeichnungen, das Porträt Franziskas und einen frisch restaurierten Vesuv. Gerade diese Verbindung aus Werkbetrachtung und Sammlungsgeschichte macht den Reiz des Vorhabens aus: Kunst wird hier nicht nur präsentiert, sondern in einen biografischen und musealen Zusammenhang gestellt.
Franziska Wickerath und die Cottbuser Sammlung
Ein besonderer Akzent liegt auf Franziska Wickerath, die 1868 Hugo Paul Harrer heiratete. Über sie führt der Weg von Rom und der Amalfiküste nach Cottbus, wo die Werke ihres ersten Mannes in die Carl-Blechen-Sammlung der Stadt gelangten. Dadurch entsteht eine kunsthistorisch aufschlussreiche Verbindung zwischen privater Lebensgeschichte, Sammlungsbildung und städtischer Erinnerungskultur.
Harrer gehört in den Kontext der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts, in der Italien nicht bloß Motiv, sondern Sehnsuchtsraum, Studienort und künstlerisches Labor war. Seine Arbeiten verbinden naturgetreue Beobachtung mit einer romantisch geprägten Bildpoesie. Wer sich für Landschaftsmalerei, Architekturmalerei und die Düsseldorfer Schule interessiert, findet hier einen vielschichtigen Zugang.
Ausstellungsatmosphäre im Schloss Branitz
Der Ort verstärkt die Wirkung der Schau. Das Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz bietet mit seinem historischen Ambiente einen Rahmen, in dem sich Kunst, Architektur und Museumspädagogik ideal begegnen. Die Kabinettausstellung verspricht ein konzentriertes Kunsterlebnis, bei dem Zeichnung, Malerei und restaurierte Objekte ihre eigene stille Präsenz entfalten.
Auch die Einbettung in den Branitzer Kontext ist bemerkenswert: Das Haus steht für kulturhistorische Tiefe, für Sammlungsarbeit und für einen Park- und Schlosskosmos, der seit Jahren kunst- und bildungshistorisch profiliert ist. So wird der Besuch zu einer ästhetischen Erfahrung, die über die einzelne Ausstellung hinausweist.
Fazit
Zwischen Capri und Rom verspricht einen kenntnisreichen Blick auf einen heute selten so sichtbaren Maler des 19. Jahrhunderts. Wer italienische Landschaften, präzise Zeichnungen und museal klug inszenierte Sammlungsgeschichte schätzt, sollte diese Ausstellung in Branitz live erleben. Der Besuch lohnt sich als Kunstgenuss, als Bildungsangebot und als inspirierender Ausflug in die Welt der Rom- und Italiensehnsucht.
Offizielle Kanäle von Hugo Paul Harrer:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.pueckler-museum.de
Quellen:
- Cottbus Tourismus - Sonderausstellung Zwischen Capri und Rom. Hugo Paul Harrer
- Stiftung Fürst-Pückler-Museum - Carl-Blechen-Sammlung
- Stiftung Fürst-Pückler-Museum - Park Branitz
- Stiftung Fürst-Pückler-Museum - Entgelt- und Nutzungsordnung
- Wikipedia - Hugo Harrer
- Deutsche Digitale Bibliothek - Hugo Paul Harrer
- Stadt Cottbus - Ausstellungseröffnung Zwischen Capri und Rom










