Fremde und Freiheit im Schloss Branitz: Pücklers Orient neu entdecken

Event: Sonderausstellung Fremde und Freiheit: Welten verbindend. Pücklers Orient in seinen Landschaften in Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz, Robinienweg 5, 03042 Cottbus on 3. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

3. Oktober 2026 10:00 Uhr

Veranstaltungsort

Robinienweg 5
Robinienweg 5, 03042 Cottbus, Germany

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Über diese Veranstaltung

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Fremde und Freiheit in Branitz: Pücklers Orient als zeitgenössisches Kunsterlebnis

Im Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz begegnen historische Reisebilder und zeitgenössische Kunst einer Landschaft voller Erinnerung, Imagination und kultureller Verbindung. Die Sonderausstellung Fremde und Freiheit: Welten verbindend. Pücklers Orient in seinen Landschaften präsentiert eine Intervention der Malerin Mona Höke und der Fotokünstlerin Kathrin Karras.

Malerei und Fotografie im lebendigen Dialog

Ausgangspunkt der Zusammenarbeit ist eine gemeinsame Faszination für die Schichtung von Flächen. Beide Künstlerinnen arbeiten nicht nur nebeneinander, sondern greifen direkt in die jeweilige Bildsprache der anderen ein. Malerei und Fotografie werden überarbeitet, verwoben und zusammengefügt, bis ein neues, vielschichtiges Ganzes entsteht.

Für das Frühstückszimmer Pücklers schufen Höke und Karras großformatige Arbeiten, in denen fotografische Spuren, malerische Überlagerungen und atmosphärische Bildräume ineinandergreifen. Die Werkbetrachtung führt durch Flächen, Formen und Bildschichten und eröffnet eine ästhetische Erfahrung zwischen konkreter Landschaft und innerem Vorstellungsraum.

Pücklers Orient als Landschaft der Fantasie

Die Ausstellung nimmt Hermann Fürst von Pücklers Reisen durch den Orient als geistigen und bildkünstlerischen Ausgangspunkt. Seine Reiseerfahrungen erscheinen nicht als bloße historische Kulisse, sondern als Anlass für eine heutige Auseinandersetzung mit Fremdheit, Freiheit, Erinnerung und kultureller Übersetzung.

Die Künstlerinnen entwickeln Fantasien und Visionen über jene Landschaften, die Pückler bereiste und imaginierte. Zugleich verweisen die Arbeiten auf das Weltenverbindende seiner heimischen Landschaften in Branitz. So entsteht ein kunsthistorischer Dialog zwischen Reisebild, Gartenkunst, romantischer Landschaftsvorstellung und zeitgenössischer Bildproduktion.

Das Frühstückszimmer als atmosphärischer Ausstellungsraum

Die historische Architektur des Schlosses wird selbst zum Bestandteil der Kuratierung. Im Frühstückszimmer Pücklers treffen historische Raumwirkung, großformatige Bildflächen und die Materialität überarbeiteter Fotografien aufeinander. Licht, Farbe und Überlagerung schaffen eine konzentrierte Ausstellungsatmosphäre, in der sich der Blick langsam durch die Werke bewegt.

Branitz bildet dabei mehr als einen neutralen Präsentationsort. Schloss, Park und gestaltete Landschaft bilden ein Gesamtkunstwerk, das Pücklers kosmopolitische Perspektive räumlich erfahrbar macht. Die zeitgenössische Intervention erweitert dieses Ensemble um eine aktuelle Position und lädt zur kulturellen Bildung durch unmittelbare Anschauung ein.

Kunsterlebnis zwischen Geschichte und Gegenwart

Die Sonderausstellung richtet sich an alle, die Malerei, Fotografie, Landschaftskunst und Kulturgeschichte in einem ungewöhnlichen Zusammenhang entdecken möchten. Besonders eindrucksvoll ist die Verbindung der Medien: Fotografische Bildräume erhalten malerische Eingriffe, während malerische Flächen durch fotografische Weiterverarbeitung neue zeitliche und räumliche Ebenen gewinnen.

Das Kunsterlebnis in Branitz eröffnet damit einen Blick auf Landschaft als geistigen Raum. Die Ausstellung fragt, wie Reiseerfahrung Bilder prägt, wie kulturelle Begegnung künstlerische Prozesse verändert und wie historische Räume durch Gegenwartskunst neu lesbar werden.

Fazit: Ein Besuch zwischen Orientbildern und Landschaftsvisionen

Besucherinnen und Besucher erwartet eine atmosphärische Ausstellung zwischen Pücklers Orientfantasien, zeitgenössischer Malerei und experimenteller Fotografie. Die Verbindung aus historischen Innenräumen, großformatigen Arbeiten und dem Branitzer Gesamtkunstwerk macht die Schau zu einer intensiven ästhetischen Erfahrung. Wer Kunstgeschichte, Gartenkunst und Gegenwartskunst in einem inspirierenden Dialog erleben möchte, sollte diese Ausstellung im Schloss Branitz unbedingt live besuchen.

Offizielle Kanäle von Mona Höke und Kathrin Karras:

Quellen:

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