Die Dame/n des Hauses im Schloss Branitz: Weibliche Geschichte erleben

Event: Sonderausstellung: Die Dame/n des Hauses. Eine Spurensuche in Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz, Robinienweg 5, 03042 Cottbus on 11. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

11. Oktober 2026 10:00 Uhr

Veranstaltungsort

Robinienweg 5
Robinienweg 5, 03042 Cottbus, Germany

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Die Dame/n des Hauses: Lucie von Pückler im Schloss Branitz neu entdecken

Die Sonderausstellung im Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz richtet den Blick auf Lucie von Pückler-Muskau und weitere Frauen, die das kulturelle Gedächtnis des Hauses prägten. Zwischen historischen Schlossräumen, Möbeln, Asiatika, Gemälden und persönlichen Briefen entsteht ein vielschichtiges Kunsterlebnis über Bildung, Einfluss, Erinnerung und weibliche Gestaltungskraft.

Eine Fürstin zwischen Intelligenz und Gefühl

Lucie von Pückler-Muskau, geboren 1776 und gestorben 1854, galt ihren Zeitgenossen als wissbegierig, gefühlvoll und verhandlungsstark. Die Ausstellung erzählt von ihrem Leben, ihrer Bildung und ihrem kulturellen Netzwerk. Im Zentrum steht eine Persönlichkeit, die nicht als Randfigur neben Hermann von Pückler-Muskau erscheint, sondern als eigenständige Gestalterin des gesellschaftlichen und ästhetischen Lebens in Branitz.

Briefe, Möbel und Asiatika als Zeugnisse des Lebens

Die Kuratierung verbindet Biografie und materielle Kultur. Möbel, Asiatika, Gemälde und vor allem zahlreiche Briefe machen private Beziehungen, Reiseerfahrungen, Geschmack und Handlungsspielräume sichtbar. In der Werkbetrachtung entfalten die Objekte ihre Wirkung als historische Quellen: Materialien, Oberflächen und Formen vermitteln eine höfische Wohnkultur, während die Briefe den persönlichen Ton einer Epoche bewahren.

Frauen im kulturellen Gedächtnis von Branitz

Die Spurensuche endet nicht bei Lucie von Pückler. Auch weitere Frauen, die nach ihrem Tod im Schloss lebten, treten in den Blick. Dazu zählen Louise Isabelle de Constant-Rebecque und Gräfin Ette Pückler. Die Ausstellung erweitert damit die klassische Schlossgeschichte um weibliche Perspektiven und zeigt, wie Erinnerungskultur durch unterschiedliche Biografien, Rollen und Erfahrungen geprägt wird.

Ästhetische Erfahrung zwischen Schloss und Park

Die Ausstellungsatmosphäre entsteht aus dem Zusammenspiel von historischen Innenräumen, musealer Inszenierung und der Gartenkunst des Branitzer Parks. Licht, Raumwirkung, textile Oberflächen und kostbare Gegenstände verbinden sich zu einer sinnlichen Ästhetischen Erfahrung. Das Schloss wird zum Forschungsraum, in dem Kunstgeschichte, Kulturgeschichte und Alltagsgeschichte unmittelbar miteinander sprechen.

Fazit: Eine neue Sicht auf Branitz

Die Ausstellung eröffnet einen kenntnisreichen und zugleich sinnlichen Zugang zu Lucie von Pückler-Muskau und den Frauen des Hauses. Kunstinteressierte erleben eine sorgfältig kuratierte Verbindung aus Malerei, Wohnkultur, Briefkultur, Biografie und Erinnerung. Wer Branitz mit einem erweiterten Blick auf seine Geschichte kennenlernen möchte, sollte dieses Kunsterlebnis im Schloss unbedingt live besuchen.

Offizielle Kanäle von Fürst Pückler Museum Park & Schloss Branitz:

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Quellen:

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