Fremde und Freiheit im Dieselkraftwerk Cottbus: Mona Höke und Kathrin Karras im Dialog

Event: Fremde und Freiheit: Pückler im Dialog mit Mona Höke und Kathrin Karras in Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst - Dieselkraftwerk Cottbus on 8. August 2026

Datum und Uhrzeit

8. August 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Cottbus
03 Cottbus, Deutschland

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Wenn Kosmopolitismus auf Gegenwartskunst trifft

Im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus entfaltet Fremde und Freiheit einen vielschichtigen Dialog zwischen Malerei, Fotografie und kunsthistorischer Erinnerung. Die Ausstellung ist Teil eines dreiteiligen Zyklus und verbindet die künstlerische Handschrift von Mona Höke und Kathrin Karras mit dem Nachdenken über Fürst Hermann von Pückler-Muskau als Figur von Aufbruch, Reise und kultureller Offenheit.

Ein Kunsterlebnis zwischen Unikatmalerei und Fotografie

Besonders reizvoll ist die gemeinsame Arbeitsweise der beiden Künstlerinnen: Fotografie, digitale Bildproduktion und Unikatmalerei schieben sich in den entstandenen Arbeiten ineinander. Daraus wächst eine Ausstellungssituation, in der Bildgrenzen nicht stabil bleiben, sondern sich als offene, lebendige Übergänge zeigen. Wer sich auf die Werkbetrachtung einlässt, erlebt eine Ausstellungsatmosphäre voller Schichtungen, Kontraste und visuellem Echo.

Mona Höke: Malerei als poetische Bildsprache

Mona Höke, 1971 in Guben geboren, arbeitet seit vielen Jahren freiberuflich in Cottbus und Berlin. Ihre Malerei bewegt sich zwischen grafischer Verdichtung, farbintensiven Flächen und einer Bildlogik, die aus dem Dialog mit Literatur und Kulturgeschichte lebt. Auszeichnungen wie der Förderpreis Junge Kunst, der Kunstförderpreis der Sparkasse Spree-Neiße und der Brandenburgische Kunstpreis belegen ihre kunsthistorische Präsenz im regionalen und überregionalen Kontext.

Kathrin Karras: Fotokunst als Spurensuche

Kathrin Karras, 1967 in Guben geboren, gehört zu den markanten Positionen der zeitgenössischen Fotografie in Brandenburg. Ihre Arbeiten verstehen Fotografie als Suche nach Spuren im Innen- und Außenraum. Statt Eindeutigkeit entstehen Bildräume, die an Malerei und Poesie erinnern und das Verhältnis von Erinnerung, Traum und Wirklichkeit neu ordnen. Diese ästhetische Erfahrung verleiht dem Projekt eine stille, zugleich intensive Tiefe.

Pückler, Freiheit und die Frage nach dem Fremden

Der Verweis auf Pückler erweitert die Ausstellung um eine kulturhistorische Dimension. Es geht um Reisen, Perspektivwechsel und die Frage, wie Kunst die Erfahrung des Fremden sichtbar macht. Genau darin liegt die Stärke dieses Projekts: Es ist keine reine Retrospektive, sondern eine aktuelle, forschende Ausstellung über Wahrnehmung, Identität und die Freiheit des künstlerischen Blicks.

Was Besucherinnen und Besucher erwartet

Im Dieselkraftwerk begegnen sich moderne und zeitgenössische Kunst, biografische Linien und offene Bildräume. Die Schau richtet sich an Kunstinteressierte, die Malerei, Fotografie und kuratierte Gegenwartskunst in einem lebendigen Zusammenhang erleben möchten. Wer Cottbus im Sommer besucht, findet hier ein konzentriertes Kunsterlebnis mit hoher ästhetischer Intensität.

Fazit: Fremde und Freiheit lädt zu einer anspruchsvollen, sinnlichen und gedanklich anregenden Ausstellungsreise ein. Zwischen Pückler-Kontext, malerischer Geste und fotografischer Verdichtung entsteht ein sehenswerter Dialog, den man live im Museum unbedingt erleben sollte.

Offizielle Kanäle von Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst:

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen