Fremde und Freiheit im Dieselkraftwerk Cottbus: Kunst, Pückler und Gegenwart


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Malerei, Fotografie und Pücklers Weltblick im Dieselkraftwerk
Im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus entfaltet sich mit Fremde und Freiheit. Pückler - Dialog über einen Kosmopolit ein Ausstellungszyklus, der historische Reflexion und zeitgenössische Bildkunst miteinander verschränkt. Mona Höke und Kathrin Karras begegnen dem Kosmopoliten Hermann von Pückler-Muskau nicht als Denkmal, sondern als Impulsgeber für eine vielschichtige Werkbetrachtung zwischen Landschaft, Fremdheit und kultureller Offenheit.
Ein Kunsterlebnis zwischen Schichtung und Resonanz
Die Ausstellung setzt auf eine künstlerische Zusammenarbeit, in der Fotografie, digitale Bildproduktion und Unikatmalerei ineinandergreifen. Aus der Überlagerung von Flächen, Farben und Bildräumen entsteht eine ruhige, zugleich spannungsvolle Ausstellungsatmosphäre. Wer genau schaut, erkennt, wie sich die ästhetische Erfahrung aus dem Nebeneinander von Präsenz und Überarbeitung speist: Bilder werden nicht nur gezeigt, sondern im Dialog geformt.
Mona Höke: Malerei als poetische Verdichtung
Mona Höke, in Guben geboren, arbeitet seit den 1990er-Jahren freiberuflich in Cottbus und Berlin. Ihre Malerei ist kunsthistorisch in einer gegenständlich-poetischen, literarisch sensiblen Bildsprache verankert, die Form und Farbe aus Beobachtung und innerer Verdichtung entwickelt. Für ihre Arbeit erhielt sie unter anderem den Kunstförderpreis der Sparkasse Spree-Neiße und den Brandenburgischen Kunstpreis. In dieser Ausstellung öffnet sich ihre Malerei für einen Raum, in dem Geschichte nicht illustriert, sondern bildnerisch befragt wird.
Kathrin Karras: Fotografie als Sicht auf Zwischenräume
Kathrin Karras bringt eine fotografische Praxis ein, die laut ihren dokumentierten Ausstellungen und Projekten häufig mit Natur, Landschaft, Erinnerung und Atmosphären arbeitet. Ihre Bilder schaffen keine bloße Abbildung, sondern eine konzentrierte Wahrnehmung von Raum und Zeit. Im gemeinsamen Werk mit Höke verdichtet sich die Fotografie zu einer Position, die das Motiv nicht festhält, sondern in Bewegung setzt.
Pückler als Motiv für Gegenwart und Kulturgeschichte
Der Bezug auf Hermann von Pückler-Muskau verankert die Ausstellung in einer kulturhistorischen Linie, die Reise, Landschaftskunst und Weltoffenheit zusammenführt. Das Thema Fremde erscheint dabei nicht als Distanz, sondern als produktive Begegnung. Gerade im Dieselkraftwerk Cottbus, einem Haus mit starker Sammlung zu Malerei, Fotografie, Grafik und Plakatkunst, gewinnt dieser Dialog zusätzliche Tiefe.
Besuch, Bildung und museale Erfahrung
Das BLMK versteht sich als Ort kultureller Bildung mit barrierefrei zugänglichen Ausstellungsräumen am Standort Cottbus. Die Ausstellung eignet sich für Kunstinteressierte, die zeitgenössische Malerei und Fotokunst im Kontext musealer Sammlungskultur erleben möchten. Die Verbindung aus industrieller Architektur, moderner Kunst und reflektierter Kuratierung schafft eine nachhaltige ästhetische Erfahrung.
Fazit
Fremde und Freiheit verspricht einen klugen, sinnlichen und kunsthistorisch aufgeladenen Ausstellungsbesuch. Wer zeitgenössische Kunst im Dialog mit Pücklers Kosmopolitismus erleben möchte, sollte diese Präsentation im Dieselkraftwerk Cottbus unbedingt live sehen.
Offizielle Kanäle von BLMK:
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