Fons Hickmann im Dieselkraftwerk Cottbus: Plakatkunst als visuelles Denkbild

Event: Fons Hickmann. Plakate von heute und davor in Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst - Dieselkraftwerk Cottbus, Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus on 30. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

30. Oktober 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Cottbus
03 Cottbus, Deutschland

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Fons Hickmann: Plakate als visuelle Denkräume

Das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst präsentiert im Dieselkraftwerk Cottbus eine konzentrierte Einzelausstellung über drei Jahrzehnte eigenständiger Plakatgestaltung. Fons Hickmann zählt zu den prägenden deutschen Kommunikationsdesignern der Gegenwart. Seine Arbeiten verbinden Typografie, Bild, Material und gesellschaftliche Reflexion zu präzisen visuellen Aussagen.

Drei Jahrzehnte grafischer Experimentierfreude

Die Ausstellung blickt auf das international vielfach ausgezeichnete Plakatschaffen des 1966 in Hamm geborenen Designers. Hickmann gründete 2001 in Berlin das Designstudio Fons Hickmann m23, das sich auf komplexe Kommunikationssysteme, Buch- und Plakatgestaltung, Magazine, Corporate Design sowie digitale Medien konzentriert.

Sein gestalterisches Denken folgt seit den 1990er-Jahren einer experimentellen Haltung: Jedes Projekt wird als eigenständige Untersuchung verstanden. In der Ausstellung wird sichtbar, wie aus typografischer Präzision, visueller Zuspitzung und konzeptioneller Klarheit eine unverwechselbare Kunstrichtung des zeitgenössischen Kommunikationsdesigns entsteht.

Plakatkunst zwischen Auftrag und Intervention

Die gezeigten Plakate entstanden häufig in Serien für kulturelle Institutionen und langjährige Auftraggeber. Ergänzt werden diese Arbeiten durch selbst- und medienreflexive Entwürfe sowie Plakate im Eigenauftrag. Als papierne Interventionen verhandeln sie gesellschaftspolitische Themen und zeigen das Plakat nicht nur als Werbeträger, sondern als eigenständiges Medium öffentlicher Kommunikation.

Die Werkbetrachtung lenkt den Blick auf das Zusammenspiel von Schrift, Fläche, Rhythmus und Bild. Farben und Formen treten in spannungsvolle Beziehungen, während die Materialität des Papiers die visuelle Wirkung erdet. In der Ausstellungsatmosphäre des Dieselkraftwerks entsteht ein Kunsterlebnis, das Gestaltung als sinnliche und intellektuelle Erfahrung vermittelt.

Kunsthistorische Einordnung und kulturelle Bildung

Hickmanns Arbeiten stehen in der Tradition des modernen Grafikdesigns und führen dessen typografische, fotografische und mediale Möglichkeiten in die Gegenwart. Seine Plakate verbinden Elemente der visuellen Kommunikation mit Strategien der Konzeptkunst und der Medienreflexion. Dadurch eröffnen sie einen Zugang zu Fragen nach Öffentlichkeit, kultureller Identität und der gesellschaftlichen Wirkung von Gestaltung.

Fons Hickmann lehrt als Professor für Kommunikationsdesign an der Universität der Künste Berlin. Sein Studio erhielt mehr als 200 international relevante Auszeichnungen, darunter den Golden Bee Award, den LeadAward in Gold, iF Awards in Gold, ADC-Auszeichnungen sowie den Joseph Binder Award. 2012 würdigte die Triennale Trnava sein Gesamtwerk mit dem Master's Eye Award.

Ein Kunsterlebnis für Design- und Plakatliebhaber

Die Ausstellung macht anschaulich, wie aus Buchstaben, Bildern, Zwischenräumen und materiellen Entscheidungen komplexe visuelle Botschaften entstehen. Sie lädt dazu ein, vertraute Formen der Werbung neu zu betrachten und das Plakat als eigenständige Kunstform, kulturelles Gedächtnis und gesellschaftliches Denkbild zu entdecken.

Besucherinnen und Besucher erwartet eine inspirierende Werkbetrachtung zwischen Grafikdesign, Typografie und zeitgenössischer Kunst. Wer die ästhetische Erfahrung dieser Plakate unmittelbar erleben und die Wirkung von Gestaltung im Raum nachvollziehen möchte, sollte die Ausstellung im Dieselkraftwerk Cottbus unbedingt live besuchen.

Offizielle Kanäle von Fons Hickmann:

  • Instagram: kein offizielles Profil gefunden
  • Facebook: kein offizielles Profil gefunden
  • YouTube: kein offizielles Profil gefunden
  • Website: https://fonshickmann.com/studio/

Quellen:

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