Fons Hickmann im Dieselkraftwerk Cottbus: Plakatkunst als visuelles Denkbild


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Fons Hickmann: Plakatkunst als visuelles Denkbild
Im Brandenburgischen Landesmuseum für Moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus eröffnet die Ausstellung Fons Hickmann. Plakate von heute und davor einen konzentrierten Blick auf drei Jahrzehnte international ausgezeichneten Plakatschaffens. Am 25. Oktober 2026 begegnen Besucherinnen und Besucher einer visuellen Kultur, in der Typografie, Bild, Farbe und gesellschaftliche Reflexion zu präzisen Gestaltungssystemen verschmelzen.
Typografie zwischen Experiment und Kommunikation
Fons Hickmann, 1966 in Hamm geboren, zählt zu den prägenden deutschen Kommunikationsdesignern der Gegenwart. Mit dem 2001 in Berlin gegründeten Designstudio entwickelte er komplexe Kommunikationssysteme, Buch-, Magazin- und Plakatdesign. Sein grafisches Werk folgt der Haltung, jedes Projekt als Experiment zu begreifen.
Die Ausstellung macht das Plakat als eigenständige kulturelle Ausdrucksform sichtbar. Schrift erscheint nicht nur als Informationsträger, sondern als Bild, Rhythmus und räumliche Kraft. Farbflächen, typografische Verdichtungen und überraschende Bildbeziehungen lenken die Wahrnehmung und verwandeln gedruckte Gestaltung in visuelle Denkräume.
Drei Jahrzehnte Plakatgestaltung im Museum
Die Einzelausstellung spannt einen Bogen über drei Jahrzehnte und konzentriert sich auf Hickmanns international vielfach ausgezeichnetes Plakatschaffen. Die gezeigten Arbeiten entstanden häufig in Serien für kulturelle Auftraggeber. Ergänzt werden sie durch selbst- und medienreflexive Arbeiten sowie Plakate im Eigenauftrag, die gesellschaftspolitische Themen als papierne Interventionen verhandeln.
Das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst sammelte Hickmanns Arbeiten bereits früh. Eine umfangreiche Schenkung hat den Bestand zu einem aussagekräftigen Konvolut erweitert. Dadurch entsteht eine kunsthistorisch aufschlussreiche Werkbetrachtung, die Entwicklungslinien, wiederkehrende Gestaltungsmotive und die Denk- und Spielräume zeitgenössischer visueller Kommunikation erfahrbar macht.
Ästhetische Erfahrung im Dieselkraftwerk Cottbus
Die Ausstellungsatmosphäre des ehemaligen Dieselkraftwerks verstärkt die Wirkung der Plakate. Zwischen industrieller Architektur und konzentrierter Kuratierung entfaltet sich ein Kunsterlebnis voller typografischer Präzision, visueller Energie und materieller Präsenz. Papier, Druck, Format und Oberfläche treten in einen spannungsreichen Dialog mit dem Raum.
Die Ausstellung eignet sich für eine intensive Werkbetrachtung ebenso wie für kulturelle Bildung. Sie zeigt, wie Grafikdesign Wahrnehmung strukturiert, Informationen verdichtet und gesellschaftliche Debatten sichtbar macht. Wer sich für moderne Kunst, Kommunikationsdesign, Plakatkunst und die Geschichte visueller Medien interessiert, entdeckt hier eine außergewöhnliche Verbindung von Gestaltung und kritischer Reflexion.
Besuchsinformationen
Die Ausstellung ist vom 3. Oktober bis 6. Dezember 2026 zu sehen. Das Museum öffnet dienstags bis sonntags von 11:00 bis 19:00 Uhr. Der reguläre Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt kostet der Besuch 3 Euro. Eine Kombikarte für alle Ausstellungen am Standort ist für 6 Euro erhältlich; Besucherinnen und Besucher bis 18 Jahre haben freien Eintritt.
Fazit: Plakatkunst live erleben
Fons Hickmann. Plakate von heute und davor erwartet Kunstinteressierte als intensive Begegnung mit Typografie, Kommunikationsdesign und zeitgenössischer visueller Kultur. Die Ausstellung verbindet kunsthistorische Einordnung mit sinnlicher Werkbetrachtung und eröffnet neue Perspektiven auf das Plakat als Kunstform, Informationsmedium und gesellschaftlichen Denkraum. Ein Besuch im Dieselkraftwerk Cottbus bereichert die ästhetische Erfahrung und macht sichtbar, wie aus Schrift, Farbe und Fläche prägnante Bilder entstehen.
Offizielle Kanäle von Fons Hickmann:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://fonshickmann.com/










