Fons Hickmann im Dieselkraftwerk Cottbus: Drei Jahrzehnte Plakatkunst erleben


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Fons Hickmann: Plakatkunst als visuelles Denkbild
Das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst präsentiert mit Fons Hickmann. Plakate von heute und davor eine konzentrierte Einzelausstellung über drei Jahrzehnte international ausgezeichneten Plakatschaffens. Am 14. Oktober 2026 öffnet sich im Dieselkraftwerk Cottbus ein visueller Denkraum zwischen Typografie, Kommunikationsdesign und gesellschaftlicher Reflexion.
Das Plakat als ästhetische Erfahrung
Fons Hickmann, 1966 in Hamm geboren, gründete 2001 in Berlin das Designstudio Fons Hickmann m23. Seine Gestaltung verbindet komplexe Kommunikationssysteme mit Buch-, Magazin- und Plakatdesign. Im Zentrum steht eine experimentelle Haltung, die jedes Projekt als eigenständige Untersuchung von Bild, Schrift, Rhythmus und Bedeutung versteht.
Die Ausstellung spannt einen Bogen über mehr als drei Jahrzehnte. Zu sehen sind Plakate, die häufig in Serien für kulturelle Auftraggeber entstanden, ebenso wie selbst- und medienreflexive Arbeiten sowie eigeninitiierte papierne Interventionen. Das Plakat erscheint dabei nicht als bloße Informationsträgerfläche, sondern als eigenständige Kunstform, kulturelles Gedächtnis und gesellschaftlicher Denkraum.
Typografie, Farbe und visuelle Verdichtung
In der Werkbetrachtung treten die präzise gesetzte Typografie, kontrastreiche Farbflächen und die Spannung zwischen Lesbarkeit und visueller Irritation hervor. Schrift wird zur Form, Fläche zur Argumentation und das einzelne Zeichen zum Impuls für eine weiterführende ästhetische Erfahrung. Die Ausstellungsatmosphäre lädt dazu ein, Gestaltung sowohl sinnlich als auch analytisch zu erfassen.
Hickmanns Arbeiten bewegen sich zwischen Kommunikationsdesign, Grafik, Fotografie und medialem Denken. Ihre Wirkung entsteht aus der Verdichtung: Ein Plakat bündelt kulturelle Inhalte, politische Fragen und emotionale Resonanzen in einem begrenzten Format. Dadurch wird sichtbar, wie Gestaltung Wahrnehmung lenkt und öffentliche Kommunikation prägt.
Ein international ausgezeichneter Gestalter
Das Studio Fons Hickmann m23 zählt zu den vielfach ausgezeichneten Designstudios der Gegenwart. Hickmann erhielt unter anderem Auszeichnungen des Type Directors Club New York, der Golden Bee in Moskau, von Graphis, ADC und dem Joseph Binder Award. Als Professor an der Universität der Künste Berlin verbindet er professionelle Gestaltung mit kultureller Bildung und der Ausbildung junger Designerinnen und Designer.
Das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst sammelt Hickmanns Arbeiten bereits seit früher Zeit. Eine umfangreiche Schenkung hat dieses Konvolut erweitert und bildet die Grundlage für eine aussagekräftige Begegnung mit seinem Plakatschaffen. Die Kuratierung macht nachvollziehbar, wie sich visuelle Sprache, gesellschaftliche Themen und mediale Bedingungen über die Jahrzehnte verändern.
Kunsterlebnis im Dieselkraftwerk Cottbus
Die Ausstellung ist vom 3. Oktober bis zum 6. Dezember 2026 im Dieselkraftwerk Cottbus zu sehen. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 11:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Der reguläre Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Besucherinnen und Besucher bis 18 Jahre haben freien Eintritt; eine Kombikarte für alle Ausstellungen am Standort kostet 6 Euro.
Fons Hickmann. Plakate von heute und davor verbindet kunsthistorische Einordnung mit unmittelbarer Werkbetrachtung. Besucherinnen und Besucher erwartet ein Kunsterlebnis voller typografischer Präzision, visueller Energie und gesellschaftlicher Resonanz. Wer die ästhetische Kraft des Plakats live erfahren und Kommunikationsdesign als eigenständige kulturelle Ausdrucksform entdecken möchte, sollte diese Ausstellung im Dieselkraftwerk Cottbus unbedingt besuchen.
Offizielle Kanäle von Fons Hickmann:
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- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://fonshickmann.com/










