Fons Hickmann im BLMK Cottbus: Plakatkunst als visuelles Experiment


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Fons Hickmann: Plakate als visuelle Denkräume
Das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst präsentiert mit Fons Hickmann. Plakate von heute und davor eine Einzelausstellung über drei Jahrzehnte international ausgezeichneten Plakatdesigns. Die Ausstellung eröffnet am 3. Oktober 2026 im Dieselkraftwerk Cottbus und zeigt, wie Grafikdesign kulturelle Kommunikation, gesellschaftliche Themen und ästhetische Forschung miteinander verbindet.
Typografie, Bild und gesellschaftliche Bewegung
Fons Hickmann, 1966 in Hamm geboren, zählt zu den prägnantesten deutschen Kommunikationsdesignern der Gegenwart. Sein 2001 in Berlin gegründetes Studio Fons Hickmann m23 arbeitet an komplexen Kommunikationssystemen, Corporate Design, Buchgestaltung, Magazinen, digitalen Medien und Plakaten. Hickmanns gestalterische Haltung versteht jedes Projekt als Experiment: Typografie wird zum Bild, Fläche zum Denkraum und Information zur sinnlichen Erfahrung.
Drei Jahrzehnte Plakatkunst
Die Ausstellung spannt einen Bogen über drei Jahrzehnte und konzentriert sich auf Hickmanns international vielfach ausgezeichnetes Plakatschaffen. Viele Arbeiten entstanden als Serien für kulturelle Auftraggeber. Ergänzt werden diese Plakate durch selbst- und medienreflexive Werke sowie Eigenaufträge, in denen gesellschaftspolitische Themen als papierne Interventionen sichtbar werden.
Das Plakat als ästhetische Erfahrung
Im Ausstellungsraum begegnen sich präzise gesetzte Schrift, starke Kontraste, rhythmische Formen und überraschende Bildordnungen. Die Werkbetrachtung macht nachvollziehbar, wie visuelle Kommunikation Aufmerksamkeit lenkt und zugleich offene Bedeutungsräume erzeugt. Zwischen Malerei, angewandter Grafik und Installation entwickelt sich eine Ausstellungsatmosphäre, in der Papier, Farbe, Materialität und Typografie unmittelbar wirken.
Kunsthistorische Einordnung und kulturelle Bildung
Hickmanns Arbeiten stehen in der Tradition des politischen und kulturellen Plakats, übersetzen diese Kunstrichtung jedoch in eine Gegenwart digitaler Bilder und beschleunigter Medien. Die Ausstellung eröffnet damit einen Zugang zur Geschichte des Grafikdesigns und zur Frage, wie Gestaltung öffentliche Wahrnehmung prägt. Das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst besitzt bereits eine umfangreiche Sammlung seiner Arbeiten, die durch eine jüngere Schenkung des Designers zu einem aussagekräftigen Konvolut angewachsen ist.
Ein vielfach ausgezeichneter Gestalter
Fons Hickmann erhielt unter anderem Auszeichnungen des Art Directors Club, den iF Award in Gold, den LeadAward in Gold, den Joseph Binder Award sowie den Golden Bee Award. 2012 würdigte ihn die Triennale Trnava mit dem Master’s Eye Award für sein Gesamtwerk. Neben seiner Arbeit als Designer lehrt Hickmann als Professor für Kommunikationsdesign an der Universität der Künste Berlin.
Fazit: Plakatkunst live erleben
Die Ausstellung im Dieselkraftwerk Cottbus verspricht ein konzentriertes Kunsterlebnis zwischen Typografie, visueller Kultur und gesellschaftlicher Reflexion. Wer die ästhetische Kraft des Plakats, die Präzision zeitgenössischer Gestaltung und die kulturelle Bedeutung visueller Kommunikation unmittelbar erfahren möchte, sollte diese Ausstellung live besuchen.
Offizielle Kanäle von Fons Hickmann:
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