Alles Gute, lieber Hans: Scheuerecker im BLMK Cottbus


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Ein Geburtstag der Cottbuser Kunstszene im Zeichen von Farbe, Strich und Raum
Mit Alles Gute, lieber Hans. Hans Scheuerecker zum Geburtstag. Werke aus der Sammlung des BLMK sowie Privatsammlungen widmet das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst einer der prägenden Figuren der Cottbuser Kunstszene eine konzentrierte Ausstellung. Gezeigt werden Arbeiten aus der eigenen Sammlung und aus privaten Leihgaben – ein Panorama, das die Entwicklung eines Œuvres sichtbar macht, das seit Jahrzehnten zwischen Malerei, Grafik, Plakatkunst und Skulptur oszilliert.
Ein Blick auf ein vielschichtiges Œuvre
Hans Scheuerecker zählt zu den markanten Stimmen der ostdeutschen Kunst nach 1945. Die nGbK beschreibt ihn als einen wichtigen Vertreter jener neoexpressiven Strömung, die in den 1980er-Jahren die starre DDR-Kunstlandschaft aufbrach. Seine Arbeiten bewegen sich von reduzierten, existenziell aufgeladenen Linien zu kraftvollen Farbflächen, von figürlicher Verdichtung zu abstrakter Offenheit. Diese Spannweite macht Werkbetrachtung hier zu einer ästhetischen Erfahrung, in der sich Energie, Verletzlichkeit und formale Präzision begegnen.
Malerei, Grafik, Plakat und Skulptur im Dialog
Die Ausstellung versammelt Malereien, Grafiken, Plakate und Skulpturen, die seit den 1970er-Jahren systematisch in die Sammlung des BLMK gelangten. Genau darin liegt ihre museale Stärke: Sie zeigt nicht nur einzelne Höhepunkte, sondern auch Kontinuitäten, Brüche und stilistische Verdichtungen. Besucherinnen und Besucher erleben, wie sich eine künstlerische Handschrift über fast fünf Jahrzehnte entwickelt und dabei stets neue Bildräume öffnet.
Das Dieselkraftwerk als Ort der Konzentration
Das Dieselkraftwerk Cottbus bietet für diese Schau den passenden Rahmen. Die Ausstellungsatmosphäre des Hauses verbindet industrielle Architektur mit moderner Kunstpräsentation und schafft damit einen Resonanzraum für Scheuereckers Werk. Licht, Raumtiefe und klare Hängung lassen die Arbeiten nicht nebeneinander, sondern miteinander sprechen. So entsteht ein Kunsterlebnis, das nicht auf Effekte setzt, sondern auf Verdichtung, Rhythmus und Präsenz.
Kulturelle Bildung und kunsthistorischer Kontext
Wer die Ausstellung besucht, erhält zugleich einen Zugang zur Kunstgeschichte Brandenburgs und zur Bedeutung Cottbus’ als Kunstort. Scheuerecker wurde 1992 zum ersten Träger des Kunstpreises des Landes Brandenburg gekürt; seine Biografie ist eng mit der Stadt und ihrer künstlerischen Entwicklung verbunden. Die Schau eröffnet damit nicht nur einen Blick auf einzelne Werke, sondern auch auf kulturelle Bildungszusammenhänge, die das heutige Kunstverständnis prägen.
Fazit: Eine Ausstellung für präzise Blicke und starke Eindrücke
Diese Ausstellung lädt dazu ein, Hans Scheuerecker neu zu entdecken: als Maler, Grafiker, Aktionist und Bilddenker von besonderer Intensität. Wer sich für moderne Kunst, ostdeutsche Kunstgeschichte und ausdrucksstarke Werkgruppen interessiert, findet hier einen lohnenden Anlass für einen Besuch in Cottbus. Ein Termin, der Kunst nicht nur zeigt, sondern spürbar macht.
Offizielle Kanäle von Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst:
- Instagram: https://www.instagram.com/blmk.kunstmuseum/
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- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.blmk.de/









