
Cottbus
Mühlenstraße 12, 03046 Cottbus, Deutschland
Wendisches Museum Cottbus | Öffnungszeiten & Eintrittspreise
Das Wendische Museum Cottbus ist eine der wichtigsten Adressen für alle, die sich für die Kulturgeschichte der Sorben und Wenden in der Niederlausitz interessieren. Es liegt in der Mühlenstraße 12 nahe dem Altmarkt im Zentrum von Cottbus/Chóśebuz und verbindet historische Substanz mit einer modernen, seit Herbst 2020 neu gestalteten Dauerausstellung. Wer das Haus besucht, erlebt nicht nur eine Sammlung mit regionaler Tiefe, sondern auch einen Ort, an dem Sprache, Brauchtum, Identität und Erinnerung bewusst gepflegt werden. Das Museum ist Teil der Städtischen Sammlungen Cottbus/Chóśebuz, wird von der Stadt und der Stiftung für das sorbische Volk getragen und versteht sich als kompetentes Zentrum für sorbische/wendische Kulturgeschichte. Genau diese Mischung aus wissenschaftlichem Anspruch, lebendiger Vermittlung und starkem Regionalbezug macht den besonderen Reiz des Hauses aus. Es ist sowohl für Kulturinteressierte als auch für Familien, Schulklassen und Tagesgäste eine lohnende Station, weil es einen präzisen Blick auf eine Minderheitenkultur eröffnet, die die Lausitz bis heute prägt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/preise-oeffnungszeiten/))
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Anfahrt zum Wendischen Museum Cottbus
Für die Besuchsplanung sind die Öffnungszeiten besonders wichtig, denn das Museum arbeitet mit einer saisonalen Taktung. Von Mai bis September ist es dienstags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen beginnt der Besucherstrom um 13:00 Uhr und reicht bis 18:00 Uhr. In der kühleren Zeit von Oktober bis April verkürzen sich die Zeiten leicht: Dienstags bis freitags öffnet das Haus von 10:00 bis 17:00 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 13:00 bis 17:00 Uhr. An den Tagen 24.12. und 31.12. bleibt das Museum geschlossen. Wer also einen Tagesausflug nach Cottbus plant, sollte diese saisonale Struktur unbedingt im Blick behalten, damit der Besuch nicht an einer geschlossenen Tür endet. Ergänzend veröffentlicht das Museum auf seiner Website auch Kontaktdaten, sodass sich eine telefonische Rückfrage bei besonderen Fragen oder Gruppenwünschen unkompliziert erledigen lässt. Gerade für Reisende, die ihre Route durch die Innenstadt flexibel planen, ist diese klare Zeitstruktur hilfreich. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/preise-oeffnungszeiten/))
Auch bei den Eintrittspreisen zeigt sich das Wendische Museum sehr besucherfreundlich. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt. Erwachsene zahlen 5,00 Euro, ermäßigt kostet der Besuch 4,00 Euro. Für Gruppen ab zehn Personen gilt ebenfalls ein Preis von 4,00 Euro pro Person. Wer das Wendische Museum mit dem Stadtmuseum kombinieren möchte, kann ein Kombiticket für 8,00 Euro nutzen; die Jahreskarte für beide Häuser kostet 25,00 Euro. Für Führungen wird zusätzlich ein Entgelt von 2,00 Euro pro Person erhoben, wobei insgesamt mindestens 50,00 Euro erreicht werden müssen, außer bei öffentlichen Führungen. Diese Preisstruktur ist nicht nur transparent, sondern auch praktisch für Familien, Vereine und Reisegruppen, die ihren Besuch im Vorfeld kalkulieren möchten. Die Adresse in der Mühlenstraße 12, nahe dem Altmarkt, ist zentral gelegen; auf der offiziellen Website wird zusätzlich ein Anfahrtsplan angeboten. Damit lässt sich der Museumsbesuch gut mit einem Rundgang durch die Innenstadt verbinden. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/preise-oeffnungszeiten/))
Die Geschichte des Hauses in der Mühlenstraße 12
Das Gebäude des heutigen Wendischen Museums hat eine lange Vorgeschichte, die weit über die Museumsgründung hinausreicht. Das Grundstück Mühlenstraße 12 wird erstmals im Jahr 1544 schriftlich erwähnt. Damals gehört es dem Leineweber Matthias Reutter. Bis ins 18. Jahrhundert reicht das Areal sogar von der Mühlenstraße bis zum Altmarkt 24 und diente zunächst ausschließlich Wohnzwecken, vor allem für eine Apothekerfamilie. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstehen dort Ladenräume. Im Jahr 1877 kauft der Lederhändler Adolf Emil Liersch das Haus, das anschließend über mehr als ein Jahrhundert im Besitz dieser Cottbuser Familie bleibt. Diese Entwicklung zeigt, wie eng die Adresse mit der Stadtgeschichte verbunden ist: Das heutige Museum steht also nicht in einem beliebigen Zweckbau, sondern in einem Haus mit tiefen Wurzeln in der lokalen Stadtentwicklung. Wer die Fassade sieht, sieht nicht nur Museumsarchitektur, sondern auch eine historische Adresse, die vom Wohnen, Handeln und städtischen Wandel erzählt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/gebauede/))
Die eigentliche Museumsphase beginnt deutlich später. 1986 erwirbt die Stadt Cottbus/Chóśebuz das Gebäude zu Museumszwecken. Ab 1991 wird es mit Unterstützung des Landes Brandenburg, der Stiftung für das sorbische Volk und der Stadt saniert und für eine museale Nutzung umgebaut. Am 3. Juni 1994 wird das Wendische Museum feierlich eröffnet; damit ist erstmals die Kulturgeschichte der Sorben/Wenden in der Niederlausitz in einer umfassenden Dauerausstellung präsent. Schon 1996 wird die Schau im Kellergeschoss um eine Exposition zur Frühgeschichte erweitert. Ende 2015 verzeichnet das Museum rund 98.000 Besucher, mehr als 90 Sonderausstellungen sowie zahlreiche Konzerte, Lesungen und Vorträge. Nach umfangreichen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen seit 2016 präsentiert sich das Haus seit Herbst 2020 mit einer neuen, modernen Dauerausstellung. Aus dem historischen Gebäude ist damit ein Profilort für regionale Identität geworden, der Vergangenheit nicht konserviert, sondern in zeitgemäßer Form vermittelt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/einleitung/))
Dauerausstellung zur sorbisch/wendischen Geschichte und Kultur
Die Dauerausstellung ist das Herzstück des Museums und bildet den wichtigsten Anker für alle, die nach sorbisch wendisches museum cottbus suchen. Seit Herbst 2020 erzählt sie die Kulturgeschichte der Sorben/Wenden in der Niederlausitz in einer klar gegliederten, atmosphärischen und zugleich wissenschaftlich fundierten Form. Das Leitmotiv betont den Fortbestand des Sorbentums und setzt damit ein bewusstes Zeichen für kulturelle Kontinuität. Zu Beginn führt eine Zeitleiste durch die wichtigsten Etappen der Geschichte; Karten verorten das ehemalige und das heutige Siedlungsgebiet. Schon dieser Auftakt macht deutlich, dass es nicht nur um Einzelobjekte geht, sondern um einen langen historischen Zusammenhang. Die Ausstellung verknüpft Herkunft, Sprache, Glauben, Lebensweise und gesellschaftliche Umbrüche zu einem erzählerischen Rundgang, der das Leben gestern und heute miteinander ins Gespräch bringt. Originale, Repliken und mediale Stationen sorgen dafür, dass der Rundgang nicht trocken wirkt, sondern lebendige Zugänge schafft. Gerade diese Mischung aus wissenschaftlicher Präzision und anschaulicher Vermittlung ist einer der Gründe, weshalb das Wendische Museum als Kompetenzzentrum wahrgenommen wird. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/ausstellungen/dauerausstellung/))
Besonders eindrucksvoll sind die einzelnen Themenräume, die den Rundgang strukturieren. Der Glaubensraum widmet sich vorchristlichem Glauben, Christianisierung, Reformation und der Herausbildung der niedersorbischen Schriftsprache, aber auch deren Be- und Eingrenzung sowie mangelnder Förderung und Diskriminierung. Dort sind unter anderem ein Modell der Wendischen Kirche zu Cottbus und Teile des Originalgestühls dieser Kirche zu sehen; Filmsequenzen geben Einblicke in das heutige sorbisch-wendische Kirchenleben. Daran schließt die Porträtgalerie an, die bedeutende Förderer der niedersorbischen Sprache und Kultur würdigt und auch Teile der Jordan-Bibliothek zeigt, einer der umfangreichsten privaten sorbischen Büchersammlungen der Niederlausitz. Diese Räume machen sichtbar, wie eng religiöse Praxis, Bildung, Buchkultur und kulturelle Selbstbehauptung miteinander verbunden sind. Sie liefern zugleich Stoff für vertiefte Auseinandersetzungen mit der Frage, wie Minderheitenkulturen ihre Stimme behaupten und über Generationen weitergeben. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/ausstellungen/dauerausstellung/))
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Sprache und Literatur. Im Sprachraum werden niedersorbische Sprachdenkmäler präsentiert, darunter ein Faksimile einer Randglosse aus dem Jahr 1510, die als ältestes bekanntes Schriftzeugnis des Sorbischen/Wendischen gilt. Die Ausstellung würdigt Personen, die sich in der 1880 in Cottbus/Chóśebuz gegründeten Maśica Serbska, dem wendischen Bücherverein, verdient gemacht haben. Auch die Entwicklung der niedersorbischen Literatur zwischen den Weltkriegen, die NS-Verbotspolitik, die unzureichende Förderung in der DDR und die Hoffnung auf Erneuerung nach der politischen Wende werden thematisiert. Zusätzlich greift die Ausstellung zentrale Lebensbereiche auf: Brauchtum im Jahreslauf, Wohn- und Lebensformen, der Wandel durch Industrialisierung und Umbruch, Musik und Bühnenkunst sowie die Erfahrung von Bedrohung, Verlust von Heimat und Identität. Für Besucher entsteht dadurch ein Rundgang, der die sorbisch-wendische Kultur nicht nur als historische Randnotiz, sondern als lebendige, mehrschichtige Gegenwart sichtbar macht. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/ausstellungen/dauerausstellung/))
Veranstaltungen, Führungen und Familienangebote
Das Wendische Museum lebt nicht nur von Ausstellungen, sondern auch von einem aktiven Veranstaltungskalender. Auf der offiziellen Website finden sich aktuell eine öffentliche Führung jeden ersten Dienstag im Monat, Osterbräuche zum Ausprobieren im Hof, eine Gesprächsrunde in sorbischer Sprache sowie ein Hoffest im Museum. Solche Formate zeigen, dass das Haus nicht als stiller Schauraum funktioniert, sondern als Ort der Begegnung, der Diskussion und der kulturellen Praxis. Besonders attraktiv ist, dass manche Angebote direkt an Jahreszeiten und Brauchtumswissen anknüpfen. Dadurch entsteht ein direkter Bezug zur Kultur, die im Museum dargestellt wird. Wer also nach wendisches museum cottbus veranstaltungen sucht, findet keine abstrakte Eventliste, sondern ein Programm, das Inhalte des Hauses in die lebendige Vermittlung überführt. Das ist gerade für wiederkehrende Besucher interessant, weil sich der Museumsbesuch so immer wieder anders anfühlt. Gleichzeitig signalisiert die Regelmäßigkeit der öffentlichen Führungen, dass auch spontane oder kurzfristig geplante Besuche sinnvoll bleiben. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/veranstaltungen/))
Auch für Familien und Kinder hält das Museum konkrete Angebote bereit. Der Kinder-Audioguide mit Nikola dem Nyks führt junge Besucher spielerisch durch die Welt der Sorben/Wenden und stellt Figuren, Tiere und Zusammenhänge vor, die kindgerecht erklärt werden. Der Museums-Entdecker-Koffer ergänzt den Rundgang mit Rätseln, Aufgaben, einer Schatztruhe und einem Webrahmen, der selbst ausprobiert werden kann. Auf der Familienseite weist das Museum außerdem darauf hin, dass die Angebote noch weiterentwickelt werden und man sich bei besonderen Wünschen an die Museumspädagogin wenden kann. Für Kinder und Eltern entsteht damit eine gute Mischung aus freiem Entdecken und strukturierter Vermittlung. Wer als Familie einen Besuch plant, kann das Museum dadurch als Lern- und Erlebnisort nutzen, ohne dass der Rundgang zu langatmig wird. Gerade in Kombination mit der zentralen Lage, den moderaten Eintrittspreisen und den klaren Öffnungszeiten ist das ein starkes Argument für einen gemeinsamen Museumsnachmittag. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/vermittlung/familienangebote/))
Hinzu kommen weitere Vermittlungsangebote, die den Besuch auch für ein internationales Publikum interessant machen. Das Museum arbeitet an Raumhandouts in englischer, polnischer und tschechischer Sprache. Außerdem gibt es einen Kreativbereich sowie die Ankündigung von Mal- und Bastelvorlagen zu sorbisch-wendischen Themen. Diese Bausteine zeigen, dass das Haus nicht nur konserviert, sondern aktiv übersetzt: in Sprache, in didaktische Formen und in Angebote für unterschiedliche Altersgruppen. Für Besucher, die Fotos vom Wendischen Museum Cottbus suchen, ist die Website ebenfalls hilfreich, denn sie zeigt reichlich Bildmaterial zu Museum, Dauerausstellung, Gebäude und Familienangeboten; zusätzlich vermittelt ein Video-Rundgang einen visuellen Eindruck. So entsteht schon vor dem ersten Schritt in das Haus ein realistisches Bild von Atmosphäre, Themen und Gestaltung. Der digitale Auftritt ist damit nicht nur informativ, sondern auch ein guter Einstieg in die reale Museumswelt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/vermittlung/weitere-angebote/))
Sammlung, Sprache und besondere Einblicke
Wer tiefer einsteigen möchte, sollte das Wendische Museum nicht nur als Ausstellungsort, sondern als kulturhistorische Arbeitsstätte betrachten. Das Haus betont ausdrücklich, dass es die akut vom Aussterben bedrohte niedersorbische beziehungsweise wendische Sprache lebendig halten möchte. Dieses Ziel zeigt sich nicht nur in den Ausstellungen, sondern auch in Publikationen, Veröffentlichungen und in der konsequenten niedersorbisch-deutschen Zweisprachigkeit. Hinzu kommt die Veranstaltungsreihe Serbske blido, die Muttersprachlern und Lernenden eine Plattform zur aktiven Sprachanwendung bietet. Das Museum positioniert sich damit als Ort, an dem Sprache nicht bloß dokumentiert, sondern gesprochen und gepflegt wird. Für die Region ist das von besonderem Wert, weil die Lausitzer Sorben/Wenden als kleinster Teil der slawischen Völkergemeinschaft ihre Identität über Jahrhunderte unter oft widrigen Bedingungen bewahrt haben. Wer diese Hintergründe kennt, versteht besser, warum das Museum in Cottbus eine überregionale Bedeutung besitzt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/einleitung/))
Auch die Sammlung selbst erzählt viel über das Profil des Hauses. Gesammelt werden nicht nur Literatur und Schriften, sondern auch Trachten, bildende Kunst, Volkskunst und Exponate zur Alltagskultur sowie Objekte aus Musik, Numismatik und Postgeschichte. In der Kunstsammlung spielen Werke niedersorbischer, wendischer und obersorbischer Maler mit Niederlausitzer Themen eine wichtige Rolle; hinzu kommen Arbeiten, die aus wendischen Ausstellungen des früheren Stadtmuseums übernommen wurden. Dadurch entsteht ein facettenreiches Bild von einer Kultur, die sich nicht auf Trachten oder Brauchtum reduzieren lässt, sondern auch Bildende Kunst, Alltagsobjekte und historische Zeugnisse umfasst. Genau diese Vielfalt macht die Sammlung für verschiedene Besuchergruppen spannend: für Kulturhistoriker, für Familien, für Schulen und für alle, die sich erstmals einem Minderheitenmuseum nähern. Wer danach sucht, findet also nicht nur Fotos und Öffnungszeiten, sondern ein Haus mit klarer inhaltlicher Handschrift und einer beachtlichen wissenschaftlichen Tiefe. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/geschichte/?utm_source=openai))
Am Ende bleibt vor allem der Eindruck eines Museums, das seine Aufgabe sehr bewusst erfüllt. Es bewahrt nicht nur Dinge, sondern vermittelt Zusammenhänge: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Sprache und Identität, zwischen Stadtgeschichte und regionalem Gedächtnis. Der Standort in der Mühlenstraße 12, die lange Geschichte des Hauses, die moderne Dauerausstellung, die Familienangebote und die regelmäßigen Veranstaltungen ergeben zusammen ein Profil, das weit über einen einfachen Museumsbesuch hinausgeht. Wer in Cottbus ist und sich fragt, was das Wendische Museum besonders macht, bekommt eine klare Antwort: Hier wird die Kultur der Sorben/Wenden nicht am Rand gezeigt, sondern im Zentrum erzählt. Und genau deshalb lohnt sich der Besuch für alle, die regionale Geschichte nicht nur konsumieren, sondern wirklich verstehen möchten. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/preise-oeffnungszeiten/))
Quellen:
- Wendisches Museum Cottbus – Einleitung
- Wendisches Museum Cottbus – Preise und Öffnungszeiten
- Wendisches Museum Cottbus – Das Gebäude
- Wendisches Museum Cottbus – Dauerausstellung
- Wendisches Museum Cottbus – Familienangebote
- Wendisches Museum Cottbus – Veranstaltungen
- Wendisches Museum Cottbus – Sorben & Wenden
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Wendisches Museum Cottbus | Öffnungszeiten & Eintrittspreise
Das Wendische Museum Cottbus ist eine der wichtigsten Adressen für alle, die sich für die Kulturgeschichte der Sorben und Wenden in der Niederlausitz interessieren. Es liegt in der Mühlenstraße 12 nahe dem Altmarkt im Zentrum von Cottbus/Chóśebuz und verbindet historische Substanz mit einer modernen, seit Herbst 2020 neu gestalteten Dauerausstellung. Wer das Haus besucht, erlebt nicht nur eine Sammlung mit regionaler Tiefe, sondern auch einen Ort, an dem Sprache, Brauchtum, Identität und Erinnerung bewusst gepflegt werden. Das Museum ist Teil der Städtischen Sammlungen Cottbus/Chóśebuz, wird von der Stadt und der Stiftung für das sorbische Volk getragen und versteht sich als kompetentes Zentrum für sorbische/wendische Kulturgeschichte. Genau diese Mischung aus wissenschaftlichem Anspruch, lebendiger Vermittlung und starkem Regionalbezug macht den besonderen Reiz des Hauses aus. Es ist sowohl für Kulturinteressierte als auch für Familien, Schulklassen und Tagesgäste eine lohnende Station, weil es einen präzisen Blick auf eine Minderheitenkultur eröffnet, die die Lausitz bis heute prägt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/preise-oeffnungszeiten/))
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Anfahrt zum Wendischen Museum Cottbus
Für die Besuchsplanung sind die Öffnungszeiten besonders wichtig, denn das Museum arbeitet mit einer saisonalen Taktung. Von Mai bis September ist es dienstags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen beginnt der Besucherstrom um 13:00 Uhr und reicht bis 18:00 Uhr. In der kühleren Zeit von Oktober bis April verkürzen sich die Zeiten leicht: Dienstags bis freitags öffnet das Haus von 10:00 bis 17:00 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 13:00 bis 17:00 Uhr. An den Tagen 24.12. und 31.12. bleibt das Museum geschlossen. Wer also einen Tagesausflug nach Cottbus plant, sollte diese saisonale Struktur unbedingt im Blick behalten, damit der Besuch nicht an einer geschlossenen Tür endet. Ergänzend veröffentlicht das Museum auf seiner Website auch Kontaktdaten, sodass sich eine telefonische Rückfrage bei besonderen Fragen oder Gruppenwünschen unkompliziert erledigen lässt. Gerade für Reisende, die ihre Route durch die Innenstadt flexibel planen, ist diese klare Zeitstruktur hilfreich. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/preise-oeffnungszeiten/))
Auch bei den Eintrittspreisen zeigt sich das Wendische Museum sehr besucherfreundlich. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt. Erwachsene zahlen 5,00 Euro, ermäßigt kostet der Besuch 4,00 Euro. Für Gruppen ab zehn Personen gilt ebenfalls ein Preis von 4,00 Euro pro Person. Wer das Wendische Museum mit dem Stadtmuseum kombinieren möchte, kann ein Kombiticket für 8,00 Euro nutzen; die Jahreskarte für beide Häuser kostet 25,00 Euro. Für Führungen wird zusätzlich ein Entgelt von 2,00 Euro pro Person erhoben, wobei insgesamt mindestens 50,00 Euro erreicht werden müssen, außer bei öffentlichen Führungen. Diese Preisstruktur ist nicht nur transparent, sondern auch praktisch für Familien, Vereine und Reisegruppen, die ihren Besuch im Vorfeld kalkulieren möchten. Die Adresse in der Mühlenstraße 12, nahe dem Altmarkt, ist zentral gelegen; auf der offiziellen Website wird zusätzlich ein Anfahrtsplan angeboten. Damit lässt sich der Museumsbesuch gut mit einem Rundgang durch die Innenstadt verbinden. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/preise-oeffnungszeiten/))
Die Geschichte des Hauses in der Mühlenstraße 12
Das Gebäude des heutigen Wendischen Museums hat eine lange Vorgeschichte, die weit über die Museumsgründung hinausreicht. Das Grundstück Mühlenstraße 12 wird erstmals im Jahr 1544 schriftlich erwähnt. Damals gehört es dem Leineweber Matthias Reutter. Bis ins 18. Jahrhundert reicht das Areal sogar von der Mühlenstraße bis zum Altmarkt 24 und diente zunächst ausschließlich Wohnzwecken, vor allem für eine Apothekerfamilie. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstehen dort Ladenräume. Im Jahr 1877 kauft der Lederhändler Adolf Emil Liersch das Haus, das anschließend über mehr als ein Jahrhundert im Besitz dieser Cottbuser Familie bleibt. Diese Entwicklung zeigt, wie eng die Adresse mit der Stadtgeschichte verbunden ist: Das heutige Museum steht also nicht in einem beliebigen Zweckbau, sondern in einem Haus mit tiefen Wurzeln in der lokalen Stadtentwicklung. Wer die Fassade sieht, sieht nicht nur Museumsarchitektur, sondern auch eine historische Adresse, die vom Wohnen, Handeln und städtischen Wandel erzählt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/gebauede/))
Die eigentliche Museumsphase beginnt deutlich später. 1986 erwirbt die Stadt Cottbus/Chóśebuz das Gebäude zu Museumszwecken. Ab 1991 wird es mit Unterstützung des Landes Brandenburg, der Stiftung für das sorbische Volk und der Stadt saniert und für eine museale Nutzung umgebaut. Am 3. Juni 1994 wird das Wendische Museum feierlich eröffnet; damit ist erstmals die Kulturgeschichte der Sorben/Wenden in der Niederlausitz in einer umfassenden Dauerausstellung präsent. Schon 1996 wird die Schau im Kellergeschoss um eine Exposition zur Frühgeschichte erweitert. Ende 2015 verzeichnet das Museum rund 98.000 Besucher, mehr als 90 Sonderausstellungen sowie zahlreiche Konzerte, Lesungen und Vorträge. Nach umfangreichen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen seit 2016 präsentiert sich das Haus seit Herbst 2020 mit einer neuen, modernen Dauerausstellung. Aus dem historischen Gebäude ist damit ein Profilort für regionale Identität geworden, der Vergangenheit nicht konserviert, sondern in zeitgemäßer Form vermittelt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/einleitung/))
Dauerausstellung zur sorbisch/wendischen Geschichte und Kultur
Die Dauerausstellung ist das Herzstück des Museums und bildet den wichtigsten Anker für alle, die nach sorbisch wendisches museum cottbus suchen. Seit Herbst 2020 erzählt sie die Kulturgeschichte der Sorben/Wenden in der Niederlausitz in einer klar gegliederten, atmosphärischen und zugleich wissenschaftlich fundierten Form. Das Leitmotiv betont den Fortbestand des Sorbentums und setzt damit ein bewusstes Zeichen für kulturelle Kontinuität. Zu Beginn führt eine Zeitleiste durch die wichtigsten Etappen der Geschichte; Karten verorten das ehemalige und das heutige Siedlungsgebiet. Schon dieser Auftakt macht deutlich, dass es nicht nur um Einzelobjekte geht, sondern um einen langen historischen Zusammenhang. Die Ausstellung verknüpft Herkunft, Sprache, Glauben, Lebensweise und gesellschaftliche Umbrüche zu einem erzählerischen Rundgang, der das Leben gestern und heute miteinander ins Gespräch bringt. Originale, Repliken und mediale Stationen sorgen dafür, dass der Rundgang nicht trocken wirkt, sondern lebendige Zugänge schafft. Gerade diese Mischung aus wissenschaftlicher Präzision und anschaulicher Vermittlung ist einer der Gründe, weshalb das Wendische Museum als Kompetenzzentrum wahrgenommen wird. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/ausstellungen/dauerausstellung/))
Besonders eindrucksvoll sind die einzelnen Themenräume, die den Rundgang strukturieren. Der Glaubensraum widmet sich vorchristlichem Glauben, Christianisierung, Reformation und der Herausbildung der niedersorbischen Schriftsprache, aber auch deren Be- und Eingrenzung sowie mangelnder Förderung und Diskriminierung. Dort sind unter anderem ein Modell der Wendischen Kirche zu Cottbus und Teile des Originalgestühls dieser Kirche zu sehen; Filmsequenzen geben Einblicke in das heutige sorbisch-wendische Kirchenleben. Daran schließt die Porträtgalerie an, die bedeutende Förderer der niedersorbischen Sprache und Kultur würdigt und auch Teile der Jordan-Bibliothek zeigt, einer der umfangreichsten privaten sorbischen Büchersammlungen der Niederlausitz. Diese Räume machen sichtbar, wie eng religiöse Praxis, Bildung, Buchkultur und kulturelle Selbstbehauptung miteinander verbunden sind. Sie liefern zugleich Stoff für vertiefte Auseinandersetzungen mit der Frage, wie Minderheitenkulturen ihre Stimme behaupten und über Generationen weitergeben. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/ausstellungen/dauerausstellung/))
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Sprache und Literatur. Im Sprachraum werden niedersorbische Sprachdenkmäler präsentiert, darunter ein Faksimile einer Randglosse aus dem Jahr 1510, die als ältestes bekanntes Schriftzeugnis des Sorbischen/Wendischen gilt. Die Ausstellung würdigt Personen, die sich in der 1880 in Cottbus/Chóśebuz gegründeten Maśica Serbska, dem wendischen Bücherverein, verdient gemacht haben. Auch die Entwicklung der niedersorbischen Literatur zwischen den Weltkriegen, die NS-Verbotspolitik, die unzureichende Förderung in der DDR und die Hoffnung auf Erneuerung nach der politischen Wende werden thematisiert. Zusätzlich greift die Ausstellung zentrale Lebensbereiche auf: Brauchtum im Jahreslauf, Wohn- und Lebensformen, der Wandel durch Industrialisierung und Umbruch, Musik und Bühnenkunst sowie die Erfahrung von Bedrohung, Verlust von Heimat und Identität. Für Besucher entsteht dadurch ein Rundgang, der die sorbisch-wendische Kultur nicht nur als historische Randnotiz, sondern als lebendige, mehrschichtige Gegenwart sichtbar macht. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/ausstellungen/dauerausstellung/))
Veranstaltungen, Führungen und Familienangebote
Das Wendische Museum lebt nicht nur von Ausstellungen, sondern auch von einem aktiven Veranstaltungskalender. Auf der offiziellen Website finden sich aktuell eine öffentliche Führung jeden ersten Dienstag im Monat, Osterbräuche zum Ausprobieren im Hof, eine Gesprächsrunde in sorbischer Sprache sowie ein Hoffest im Museum. Solche Formate zeigen, dass das Haus nicht als stiller Schauraum funktioniert, sondern als Ort der Begegnung, der Diskussion und der kulturellen Praxis. Besonders attraktiv ist, dass manche Angebote direkt an Jahreszeiten und Brauchtumswissen anknüpfen. Dadurch entsteht ein direkter Bezug zur Kultur, die im Museum dargestellt wird. Wer also nach wendisches museum cottbus veranstaltungen sucht, findet keine abstrakte Eventliste, sondern ein Programm, das Inhalte des Hauses in die lebendige Vermittlung überführt. Das ist gerade für wiederkehrende Besucher interessant, weil sich der Museumsbesuch so immer wieder anders anfühlt. Gleichzeitig signalisiert die Regelmäßigkeit der öffentlichen Führungen, dass auch spontane oder kurzfristig geplante Besuche sinnvoll bleiben. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/veranstaltungen/))
Auch für Familien und Kinder hält das Museum konkrete Angebote bereit. Der Kinder-Audioguide mit Nikola dem Nyks führt junge Besucher spielerisch durch die Welt der Sorben/Wenden und stellt Figuren, Tiere und Zusammenhänge vor, die kindgerecht erklärt werden. Der Museums-Entdecker-Koffer ergänzt den Rundgang mit Rätseln, Aufgaben, einer Schatztruhe und einem Webrahmen, der selbst ausprobiert werden kann. Auf der Familienseite weist das Museum außerdem darauf hin, dass die Angebote noch weiterentwickelt werden und man sich bei besonderen Wünschen an die Museumspädagogin wenden kann. Für Kinder und Eltern entsteht damit eine gute Mischung aus freiem Entdecken und strukturierter Vermittlung. Wer als Familie einen Besuch plant, kann das Museum dadurch als Lern- und Erlebnisort nutzen, ohne dass der Rundgang zu langatmig wird. Gerade in Kombination mit der zentralen Lage, den moderaten Eintrittspreisen und den klaren Öffnungszeiten ist das ein starkes Argument für einen gemeinsamen Museumsnachmittag. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/vermittlung/familienangebote/))
Hinzu kommen weitere Vermittlungsangebote, die den Besuch auch für ein internationales Publikum interessant machen. Das Museum arbeitet an Raumhandouts in englischer, polnischer und tschechischer Sprache. Außerdem gibt es einen Kreativbereich sowie die Ankündigung von Mal- und Bastelvorlagen zu sorbisch-wendischen Themen. Diese Bausteine zeigen, dass das Haus nicht nur konserviert, sondern aktiv übersetzt: in Sprache, in didaktische Formen und in Angebote für unterschiedliche Altersgruppen. Für Besucher, die Fotos vom Wendischen Museum Cottbus suchen, ist die Website ebenfalls hilfreich, denn sie zeigt reichlich Bildmaterial zu Museum, Dauerausstellung, Gebäude und Familienangeboten; zusätzlich vermittelt ein Video-Rundgang einen visuellen Eindruck. So entsteht schon vor dem ersten Schritt in das Haus ein realistisches Bild von Atmosphäre, Themen und Gestaltung. Der digitale Auftritt ist damit nicht nur informativ, sondern auch ein guter Einstieg in die reale Museumswelt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/vermittlung/weitere-angebote/))
Sammlung, Sprache und besondere Einblicke
Wer tiefer einsteigen möchte, sollte das Wendische Museum nicht nur als Ausstellungsort, sondern als kulturhistorische Arbeitsstätte betrachten. Das Haus betont ausdrücklich, dass es die akut vom Aussterben bedrohte niedersorbische beziehungsweise wendische Sprache lebendig halten möchte. Dieses Ziel zeigt sich nicht nur in den Ausstellungen, sondern auch in Publikationen, Veröffentlichungen und in der konsequenten niedersorbisch-deutschen Zweisprachigkeit. Hinzu kommt die Veranstaltungsreihe Serbske blido, die Muttersprachlern und Lernenden eine Plattform zur aktiven Sprachanwendung bietet. Das Museum positioniert sich damit als Ort, an dem Sprache nicht bloß dokumentiert, sondern gesprochen und gepflegt wird. Für die Region ist das von besonderem Wert, weil die Lausitzer Sorben/Wenden als kleinster Teil der slawischen Völkergemeinschaft ihre Identität über Jahrhunderte unter oft widrigen Bedingungen bewahrt haben. Wer diese Hintergründe kennt, versteht besser, warum das Museum in Cottbus eine überregionale Bedeutung besitzt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/einleitung/))
Auch die Sammlung selbst erzählt viel über das Profil des Hauses. Gesammelt werden nicht nur Literatur und Schriften, sondern auch Trachten, bildende Kunst, Volkskunst und Exponate zur Alltagskultur sowie Objekte aus Musik, Numismatik und Postgeschichte. In der Kunstsammlung spielen Werke niedersorbischer, wendischer und obersorbischer Maler mit Niederlausitzer Themen eine wichtige Rolle; hinzu kommen Arbeiten, die aus wendischen Ausstellungen des früheren Stadtmuseums übernommen wurden. Dadurch entsteht ein facettenreiches Bild von einer Kultur, die sich nicht auf Trachten oder Brauchtum reduzieren lässt, sondern auch Bildende Kunst, Alltagsobjekte und historische Zeugnisse umfasst. Genau diese Vielfalt macht die Sammlung für verschiedene Besuchergruppen spannend: für Kulturhistoriker, für Familien, für Schulen und für alle, die sich erstmals einem Minderheitenmuseum nähern. Wer danach sucht, findet also nicht nur Fotos und Öffnungszeiten, sondern ein Haus mit klarer inhaltlicher Handschrift und einer beachtlichen wissenschaftlichen Tiefe. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/geschichte/?utm_source=openai))
Am Ende bleibt vor allem der Eindruck eines Museums, das seine Aufgabe sehr bewusst erfüllt. Es bewahrt nicht nur Dinge, sondern vermittelt Zusammenhänge: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Sprache und Identität, zwischen Stadtgeschichte und regionalem Gedächtnis. Der Standort in der Mühlenstraße 12, die lange Geschichte des Hauses, die moderne Dauerausstellung, die Familienangebote und die regelmäßigen Veranstaltungen ergeben zusammen ein Profil, das weit über einen einfachen Museumsbesuch hinausgeht. Wer in Cottbus ist und sich fragt, was das Wendische Museum besonders macht, bekommt eine klare Antwort: Hier wird die Kultur der Sorben/Wenden nicht am Rand gezeigt, sondern im Zentrum erzählt. Und genau deshalb lohnt sich der Besuch für alle, die regionale Geschichte nicht nur konsumieren, sondern wirklich verstehen möchten. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/preise-oeffnungszeiten/))
Quellen:
- Wendisches Museum Cottbus – Einleitung
- Wendisches Museum Cottbus – Preise und Öffnungszeiten
- Wendisches Museum Cottbus – Das Gebäude
- Wendisches Museum Cottbus – Dauerausstellung
- Wendisches Museum Cottbus – Familienangebote
- Wendisches Museum Cottbus – Veranstaltungen
- Wendisches Museum Cottbus – Sorben & Wenden
Wendisches Museum Cottbus | Öffnungszeiten & Eintrittspreise
Das Wendische Museum Cottbus ist eine der wichtigsten Adressen für alle, die sich für die Kulturgeschichte der Sorben und Wenden in der Niederlausitz interessieren. Es liegt in der Mühlenstraße 12 nahe dem Altmarkt im Zentrum von Cottbus/Chóśebuz und verbindet historische Substanz mit einer modernen, seit Herbst 2020 neu gestalteten Dauerausstellung. Wer das Haus besucht, erlebt nicht nur eine Sammlung mit regionaler Tiefe, sondern auch einen Ort, an dem Sprache, Brauchtum, Identität und Erinnerung bewusst gepflegt werden. Das Museum ist Teil der Städtischen Sammlungen Cottbus/Chóśebuz, wird von der Stadt und der Stiftung für das sorbische Volk getragen und versteht sich als kompetentes Zentrum für sorbische/wendische Kulturgeschichte. Genau diese Mischung aus wissenschaftlichem Anspruch, lebendiger Vermittlung und starkem Regionalbezug macht den besonderen Reiz des Hauses aus. Es ist sowohl für Kulturinteressierte als auch für Familien, Schulklassen und Tagesgäste eine lohnende Station, weil es einen präzisen Blick auf eine Minderheitenkultur eröffnet, die die Lausitz bis heute prägt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/preise-oeffnungszeiten/))
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Anfahrt zum Wendischen Museum Cottbus
Für die Besuchsplanung sind die Öffnungszeiten besonders wichtig, denn das Museum arbeitet mit einer saisonalen Taktung. Von Mai bis September ist es dienstags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen beginnt der Besucherstrom um 13:00 Uhr und reicht bis 18:00 Uhr. In der kühleren Zeit von Oktober bis April verkürzen sich die Zeiten leicht: Dienstags bis freitags öffnet das Haus von 10:00 bis 17:00 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 13:00 bis 17:00 Uhr. An den Tagen 24.12. und 31.12. bleibt das Museum geschlossen. Wer also einen Tagesausflug nach Cottbus plant, sollte diese saisonale Struktur unbedingt im Blick behalten, damit der Besuch nicht an einer geschlossenen Tür endet. Ergänzend veröffentlicht das Museum auf seiner Website auch Kontaktdaten, sodass sich eine telefonische Rückfrage bei besonderen Fragen oder Gruppenwünschen unkompliziert erledigen lässt. Gerade für Reisende, die ihre Route durch die Innenstadt flexibel planen, ist diese klare Zeitstruktur hilfreich. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/preise-oeffnungszeiten/))
Auch bei den Eintrittspreisen zeigt sich das Wendische Museum sehr besucherfreundlich. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt. Erwachsene zahlen 5,00 Euro, ermäßigt kostet der Besuch 4,00 Euro. Für Gruppen ab zehn Personen gilt ebenfalls ein Preis von 4,00 Euro pro Person. Wer das Wendische Museum mit dem Stadtmuseum kombinieren möchte, kann ein Kombiticket für 8,00 Euro nutzen; die Jahreskarte für beide Häuser kostet 25,00 Euro. Für Führungen wird zusätzlich ein Entgelt von 2,00 Euro pro Person erhoben, wobei insgesamt mindestens 50,00 Euro erreicht werden müssen, außer bei öffentlichen Führungen. Diese Preisstruktur ist nicht nur transparent, sondern auch praktisch für Familien, Vereine und Reisegruppen, die ihren Besuch im Vorfeld kalkulieren möchten. Die Adresse in der Mühlenstraße 12, nahe dem Altmarkt, ist zentral gelegen; auf der offiziellen Website wird zusätzlich ein Anfahrtsplan angeboten. Damit lässt sich der Museumsbesuch gut mit einem Rundgang durch die Innenstadt verbinden. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/preise-oeffnungszeiten/))
Die Geschichte des Hauses in der Mühlenstraße 12
Das Gebäude des heutigen Wendischen Museums hat eine lange Vorgeschichte, die weit über die Museumsgründung hinausreicht. Das Grundstück Mühlenstraße 12 wird erstmals im Jahr 1544 schriftlich erwähnt. Damals gehört es dem Leineweber Matthias Reutter. Bis ins 18. Jahrhundert reicht das Areal sogar von der Mühlenstraße bis zum Altmarkt 24 und diente zunächst ausschließlich Wohnzwecken, vor allem für eine Apothekerfamilie. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstehen dort Ladenräume. Im Jahr 1877 kauft der Lederhändler Adolf Emil Liersch das Haus, das anschließend über mehr als ein Jahrhundert im Besitz dieser Cottbuser Familie bleibt. Diese Entwicklung zeigt, wie eng die Adresse mit der Stadtgeschichte verbunden ist: Das heutige Museum steht also nicht in einem beliebigen Zweckbau, sondern in einem Haus mit tiefen Wurzeln in der lokalen Stadtentwicklung. Wer die Fassade sieht, sieht nicht nur Museumsarchitektur, sondern auch eine historische Adresse, die vom Wohnen, Handeln und städtischen Wandel erzählt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/gebauede/))
Die eigentliche Museumsphase beginnt deutlich später. 1986 erwirbt die Stadt Cottbus/Chóśebuz das Gebäude zu Museumszwecken. Ab 1991 wird es mit Unterstützung des Landes Brandenburg, der Stiftung für das sorbische Volk und der Stadt saniert und für eine museale Nutzung umgebaut. Am 3. Juni 1994 wird das Wendische Museum feierlich eröffnet; damit ist erstmals die Kulturgeschichte der Sorben/Wenden in der Niederlausitz in einer umfassenden Dauerausstellung präsent. Schon 1996 wird die Schau im Kellergeschoss um eine Exposition zur Frühgeschichte erweitert. Ende 2015 verzeichnet das Museum rund 98.000 Besucher, mehr als 90 Sonderausstellungen sowie zahlreiche Konzerte, Lesungen und Vorträge. Nach umfangreichen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen seit 2016 präsentiert sich das Haus seit Herbst 2020 mit einer neuen, modernen Dauerausstellung. Aus dem historischen Gebäude ist damit ein Profilort für regionale Identität geworden, der Vergangenheit nicht konserviert, sondern in zeitgemäßer Form vermittelt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/einleitung/))
Dauerausstellung zur sorbisch/wendischen Geschichte und Kultur
Die Dauerausstellung ist das Herzstück des Museums und bildet den wichtigsten Anker für alle, die nach sorbisch wendisches museum cottbus suchen. Seit Herbst 2020 erzählt sie die Kulturgeschichte der Sorben/Wenden in der Niederlausitz in einer klar gegliederten, atmosphärischen und zugleich wissenschaftlich fundierten Form. Das Leitmotiv betont den Fortbestand des Sorbentums und setzt damit ein bewusstes Zeichen für kulturelle Kontinuität. Zu Beginn führt eine Zeitleiste durch die wichtigsten Etappen der Geschichte; Karten verorten das ehemalige und das heutige Siedlungsgebiet. Schon dieser Auftakt macht deutlich, dass es nicht nur um Einzelobjekte geht, sondern um einen langen historischen Zusammenhang. Die Ausstellung verknüpft Herkunft, Sprache, Glauben, Lebensweise und gesellschaftliche Umbrüche zu einem erzählerischen Rundgang, der das Leben gestern und heute miteinander ins Gespräch bringt. Originale, Repliken und mediale Stationen sorgen dafür, dass der Rundgang nicht trocken wirkt, sondern lebendige Zugänge schafft. Gerade diese Mischung aus wissenschaftlicher Präzision und anschaulicher Vermittlung ist einer der Gründe, weshalb das Wendische Museum als Kompetenzzentrum wahrgenommen wird. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/ausstellungen/dauerausstellung/))
Besonders eindrucksvoll sind die einzelnen Themenräume, die den Rundgang strukturieren. Der Glaubensraum widmet sich vorchristlichem Glauben, Christianisierung, Reformation und der Herausbildung der niedersorbischen Schriftsprache, aber auch deren Be- und Eingrenzung sowie mangelnder Förderung und Diskriminierung. Dort sind unter anderem ein Modell der Wendischen Kirche zu Cottbus und Teile des Originalgestühls dieser Kirche zu sehen; Filmsequenzen geben Einblicke in das heutige sorbisch-wendische Kirchenleben. Daran schließt die Porträtgalerie an, die bedeutende Förderer der niedersorbischen Sprache und Kultur würdigt und auch Teile der Jordan-Bibliothek zeigt, einer der umfangreichsten privaten sorbischen Büchersammlungen der Niederlausitz. Diese Räume machen sichtbar, wie eng religiöse Praxis, Bildung, Buchkultur und kulturelle Selbstbehauptung miteinander verbunden sind. Sie liefern zugleich Stoff für vertiefte Auseinandersetzungen mit der Frage, wie Minderheitenkulturen ihre Stimme behaupten und über Generationen weitergeben. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/ausstellungen/dauerausstellung/))
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Sprache und Literatur. Im Sprachraum werden niedersorbische Sprachdenkmäler präsentiert, darunter ein Faksimile einer Randglosse aus dem Jahr 1510, die als ältestes bekanntes Schriftzeugnis des Sorbischen/Wendischen gilt. Die Ausstellung würdigt Personen, die sich in der 1880 in Cottbus/Chóśebuz gegründeten Maśica Serbska, dem wendischen Bücherverein, verdient gemacht haben. Auch die Entwicklung der niedersorbischen Literatur zwischen den Weltkriegen, die NS-Verbotspolitik, die unzureichende Förderung in der DDR und die Hoffnung auf Erneuerung nach der politischen Wende werden thematisiert. Zusätzlich greift die Ausstellung zentrale Lebensbereiche auf: Brauchtum im Jahreslauf, Wohn- und Lebensformen, der Wandel durch Industrialisierung und Umbruch, Musik und Bühnenkunst sowie die Erfahrung von Bedrohung, Verlust von Heimat und Identität. Für Besucher entsteht dadurch ein Rundgang, der die sorbisch-wendische Kultur nicht nur als historische Randnotiz, sondern als lebendige, mehrschichtige Gegenwart sichtbar macht. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/ausstellungen/dauerausstellung/))
Veranstaltungen, Führungen und Familienangebote
Das Wendische Museum lebt nicht nur von Ausstellungen, sondern auch von einem aktiven Veranstaltungskalender. Auf der offiziellen Website finden sich aktuell eine öffentliche Führung jeden ersten Dienstag im Monat, Osterbräuche zum Ausprobieren im Hof, eine Gesprächsrunde in sorbischer Sprache sowie ein Hoffest im Museum. Solche Formate zeigen, dass das Haus nicht als stiller Schauraum funktioniert, sondern als Ort der Begegnung, der Diskussion und der kulturellen Praxis. Besonders attraktiv ist, dass manche Angebote direkt an Jahreszeiten und Brauchtumswissen anknüpfen. Dadurch entsteht ein direkter Bezug zur Kultur, die im Museum dargestellt wird. Wer also nach wendisches museum cottbus veranstaltungen sucht, findet keine abstrakte Eventliste, sondern ein Programm, das Inhalte des Hauses in die lebendige Vermittlung überführt. Das ist gerade für wiederkehrende Besucher interessant, weil sich der Museumsbesuch so immer wieder anders anfühlt. Gleichzeitig signalisiert die Regelmäßigkeit der öffentlichen Führungen, dass auch spontane oder kurzfristig geplante Besuche sinnvoll bleiben. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/veranstaltungen/))
Auch für Familien und Kinder hält das Museum konkrete Angebote bereit. Der Kinder-Audioguide mit Nikola dem Nyks führt junge Besucher spielerisch durch die Welt der Sorben/Wenden und stellt Figuren, Tiere und Zusammenhänge vor, die kindgerecht erklärt werden. Der Museums-Entdecker-Koffer ergänzt den Rundgang mit Rätseln, Aufgaben, einer Schatztruhe und einem Webrahmen, der selbst ausprobiert werden kann. Auf der Familienseite weist das Museum außerdem darauf hin, dass die Angebote noch weiterentwickelt werden und man sich bei besonderen Wünschen an die Museumspädagogin wenden kann. Für Kinder und Eltern entsteht damit eine gute Mischung aus freiem Entdecken und strukturierter Vermittlung. Wer als Familie einen Besuch plant, kann das Museum dadurch als Lern- und Erlebnisort nutzen, ohne dass der Rundgang zu langatmig wird. Gerade in Kombination mit der zentralen Lage, den moderaten Eintrittspreisen und den klaren Öffnungszeiten ist das ein starkes Argument für einen gemeinsamen Museumsnachmittag. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/vermittlung/familienangebote/))
Hinzu kommen weitere Vermittlungsangebote, die den Besuch auch für ein internationales Publikum interessant machen. Das Museum arbeitet an Raumhandouts in englischer, polnischer und tschechischer Sprache. Außerdem gibt es einen Kreativbereich sowie die Ankündigung von Mal- und Bastelvorlagen zu sorbisch-wendischen Themen. Diese Bausteine zeigen, dass das Haus nicht nur konserviert, sondern aktiv übersetzt: in Sprache, in didaktische Formen und in Angebote für unterschiedliche Altersgruppen. Für Besucher, die Fotos vom Wendischen Museum Cottbus suchen, ist die Website ebenfalls hilfreich, denn sie zeigt reichlich Bildmaterial zu Museum, Dauerausstellung, Gebäude und Familienangeboten; zusätzlich vermittelt ein Video-Rundgang einen visuellen Eindruck. So entsteht schon vor dem ersten Schritt in das Haus ein realistisches Bild von Atmosphäre, Themen und Gestaltung. Der digitale Auftritt ist damit nicht nur informativ, sondern auch ein guter Einstieg in die reale Museumswelt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/vermittlung/weitere-angebote/))
Sammlung, Sprache und besondere Einblicke
Wer tiefer einsteigen möchte, sollte das Wendische Museum nicht nur als Ausstellungsort, sondern als kulturhistorische Arbeitsstätte betrachten. Das Haus betont ausdrücklich, dass es die akut vom Aussterben bedrohte niedersorbische beziehungsweise wendische Sprache lebendig halten möchte. Dieses Ziel zeigt sich nicht nur in den Ausstellungen, sondern auch in Publikationen, Veröffentlichungen und in der konsequenten niedersorbisch-deutschen Zweisprachigkeit. Hinzu kommt die Veranstaltungsreihe Serbske blido, die Muttersprachlern und Lernenden eine Plattform zur aktiven Sprachanwendung bietet. Das Museum positioniert sich damit als Ort, an dem Sprache nicht bloß dokumentiert, sondern gesprochen und gepflegt wird. Für die Region ist das von besonderem Wert, weil die Lausitzer Sorben/Wenden als kleinster Teil der slawischen Völkergemeinschaft ihre Identität über Jahrhunderte unter oft widrigen Bedingungen bewahrt haben. Wer diese Hintergründe kennt, versteht besser, warum das Museum in Cottbus eine überregionale Bedeutung besitzt. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/einleitung/))
Auch die Sammlung selbst erzählt viel über das Profil des Hauses. Gesammelt werden nicht nur Literatur und Schriften, sondern auch Trachten, bildende Kunst, Volkskunst und Exponate zur Alltagskultur sowie Objekte aus Musik, Numismatik und Postgeschichte. In der Kunstsammlung spielen Werke niedersorbischer, wendischer und obersorbischer Maler mit Niederlausitzer Themen eine wichtige Rolle; hinzu kommen Arbeiten, die aus wendischen Ausstellungen des früheren Stadtmuseums übernommen wurden. Dadurch entsteht ein facettenreiches Bild von einer Kultur, die sich nicht auf Trachten oder Brauchtum reduzieren lässt, sondern auch Bildende Kunst, Alltagsobjekte und historische Zeugnisse umfasst. Genau diese Vielfalt macht die Sammlung für verschiedene Besuchergruppen spannend: für Kulturhistoriker, für Familien, für Schulen und für alle, die sich erstmals einem Minderheitenmuseum nähern. Wer danach sucht, findet also nicht nur Fotos und Öffnungszeiten, sondern ein Haus mit klarer inhaltlicher Handschrift und einer beachtlichen wissenschaftlichen Tiefe. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/geschichte/?utm_source=openai))
Am Ende bleibt vor allem der Eindruck eines Museums, das seine Aufgabe sehr bewusst erfüllt. Es bewahrt nicht nur Dinge, sondern vermittelt Zusammenhänge: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Sprache und Identität, zwischen Stadtgeschichte und regionalem Gedächtnis. Der Standort in der Mühlenstraße 12, die lange Geschichte des Hauses, die moderne Dauerausstellung, die Familienangebote und die regelmäßigen Veranstaltungen ergeben zusammen ein Profil, das weit über einen einfachen Museumsbesuch hinausgeht. Wer in Cottbus ist und sich fragt, was das Wendische Museum besonders macht, bekommt eine klare Antwort: Hier wird die Kultur der Sorben/Wenden nicht am Rand gezeigt, sondern im Zentrum erzählt. Und genau deshalb lohnt sich der Besuch für alle, die regionale Geschichte nicht nur konsumieren, sondern wirklich verstehen möchten. ([wendisches-museum.de](https://wendisches-museum.de/museum/preise-oeffnungszeiten/))
Quellen:
- Wendisches Museum Cottbus – Einleitung
- Wendisches Museum Cottbus – Preise und Öffnungszeiten
- Wendisches Museum Cottbus – Das Gebäude
- Wendisches Museum Cottbus – Dauerausstellung
- Wendisches Museum Cottbus – Familienangebote
- Wendisches Museum Cottbus – Veranstaltungen
- Wendisches Museum Cottbus – Sorben & Wenden
Bevorstehende Veranstaltungen
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Häufig gestellte Fragen
Bewertungen
Ali Kasiri
4. Januar 2026
Ein Besuch im Wendischen (Sorb) Museum: Kultur, Charme und eine Sprachbarriere. Das Wendische (Sorb) Museum bietet eine kompakte, aber aufschlussreiche Tour in die reiche sorbische Kultur – das indigene Volk dieser Region. Es ist wirklich wertvoll, dass ein so engagierter Raum existiert, um das Erbe dieser ethnischen Minderheit zu ehren. Das Museum verfolgt einen interaktiven Ansatz. Ein bemerkenswertes Highlight ist das unglaublich freundliche, lächelnde Personal, das dich durch die Ausstellungen führt und sicherstellt, dass du alles in der richtigen Reihenfolge siehst. Die Ausstellungen decken verschiedene Facetten ihrer Kultur ab: das Alphabet, traditionelle Kleidung, Bräuche und sogar Videoinstallationen, in denen du die Sprache hören kannst. Musikinstrumente sind ebenfalls zu sehen, komplett mit Audio-Proben ihrer Klänge. Die Tour endet mit einer Kunstausstellung, die Gemälde, Fotografien und Designs von lokalen sorbischen Künstlern zeigt. Die größte Herausforderung für internationale Besucher ist jedoch die Sprachbarriere. Das Museum ist hauptsächlich für deutschsprachige Besucher konzipiert, die mit der Kultur nicht vertraut sind. Während informative Broschüren auf Englisch verfügbar sind, sind fast keine der Hauptausstellungsbeschreibungen oder detaillierten Informationen entlang des Weges ins Englische übersetzt, was es für Nicht-Deutschsprecher schwierig machen kann, den tieferen Kontext zu verstehen.
Travel Tales of Syed Lal Hussain Shah
3. November 2025
Liebesbrief erklärt es. Mein Geliebter, es gibt viele Formen von Schönheit in dieser Welt, und keine von ihnen bleibt still. Schönheit ist wie eine lebendige Flüssigkeit – sie hat keine eigene Form, doch sie gibt allen, die sie halten, eine Form. Wenn du sie in ein Tongefäß gießt, wird sie zu Ton; wenn du sie in einen Kristallbecher gießt, glänzt sie wie Kristall. Wenn sie in der Ruhe des Wassers ruht, wird sie Frieden; wenn sie ins Feuer tritt, leuchtet sie mit Leidenschaft. Das Gefäß mag sich ändern – die Farbe, die Form, die Textur – doch die Schönheit bleibt dasselbe ewige Wesen, das von einem Wesen zum anderen fließt, von einem Herzen zum nächsten. Die Sorben haben ihre Sprache, ihre Lieder und ihre Bräuche bewahrt, wie man ein Versprechen hält. Jeder Brauch erzählt eine Geschichte, die die Jahrhunderte nicht auslöschen konnten. Selbst als ihre heidnischen Rituale vom Christentum berührt wurden, schimmerte das alte Licht noch unter dem neuen. Als sie zum Schweigen gebracht und gedrängt wurden, zu vergessen, erinnerten sie sich durch ihre Feste, durch ihre Kleidung, durch den Rhythmus ihrer Gebete. Ihre Schönheit war auch Transformation – die Transformation von Trauer in Lied, von Ausdauer in Anmut. In der Tiefe des Winters, wenn die Welt karg erscheint, formten die sorbischen Bauern einst kleine Figuren aus Teig, die sie nowoletka nannten. Sie gaben diese ihren Tieren, damit das Leben im kommenden Jahr gedeihen möge. Jetzt formen Kinder in Schulen und Kindergärten dieselben kleinen Wesen, ihr Lachen erfüllt die kalte Luft. Ich beobachtete sie und dachte – Schönheit gibt sich hin, selbst wenn niemand zusieht. Und dann gibt es die Hochzeit der Vögel. Am fünfundzwanzigsten Januar stellen sorbische Kinder Teller auf ihre Fensterbänke, damit die Vögel sie mit Süßigkeiten füllen. Am Morgen kleiden sie sich als Bräute und Bräutigame, als Patinnen und Gäste, einige als Vögel in bunten Federn, und sie gehen durch ihre Dörfer und singen Freude in die Winterluft. Später, in Städten wie Bautzen und Cottbus, tanzen und lachen erwachsene Männer und Frauen unter denselben Liedern, und die Schönheit des alten Brauchs wird zur Schönheit des lebendigen Moments. Dreitausend Herzen schlagen zusammen, und die Kälte wird zu Wärme. Wenn der Frühling kommt, dekorieren die Sorben ihre Ostereier. Sie sitzen mit Geduld und Sorgfalt da, malen und ritzen zarte Linien auf die zerbrechlichen Schalen. Mit Wachs und Farbe schaffen sie kleine Welten der Harmonie. Schicht für Schicht fügen sie Muster hinzu, bis jedes Ei eine Geschichte von Liebe und Schöpfung wird. Ich dachte dann an dich – wie jeder Moment, den wir geteilt haben, wie einer dieser Farbstriche war, der etwas Helles und Lebendiges aufbaut, etwas, das über die Jahre hinaus bestehen kann. In all diesen Bräuchen sah ich die Wahrheit, die mir meine Mutter beigebracht hat, die Choudhury Alladitta offenbart hat und die du, mein Geliebter, weiterhin zeigst – Schönheit ist nicht das, was wir besitzen, es ist das, was wir weitergeben. Es ist die Kraft, die den Geber schwächt, aber die Welt stärkt. Die Sorben haben mit ihrer Geduld und ihrem Glauben das getan, was meine Mutter getan hat, was mein Lehrer getan hat, was du getan hast – sie haben sich selbst gegeben, damit andere leben und sich erinnern können. Vielleicht wird eines Tages meine eigene Schönheit, was auch immer davon bleibt, in unsere Kinder fließen, so wie ihre in die ihren fließen wird. So überlebt die Liebe die Jahre – nicht indem sie bleibt, sondern indem sie wird. Und wenn ich an die sorbischen Dörfer denke, mit ihren Liedern und bunten Kostümen, stelle ich mir vor, dass wir dort zusammen sind, Hand in Hand unter dem sanften Schnee, das Lachen der Kinder und den Ruf der Vögel in der Ferne hörend. Der gleiche ewige Rhythmus, der sie geformt hat, formt auch uns.
Jules -
25. Februar 2025
Sehr schönes Museum, perfekt für alle, die mehr über die Sorben und ihre Kultur erfahren möchten. Leider ist alles nur auf Deutsch und Sorbisch geschrieben, aber ein kleiner Dokumentarfilm (10 Minuten) auf Englisch ist verfügbar. Die Preise sind SEHR günstig: 2,50 € für Erwachsene, 1,50 € für Studenten, 0,75 € für Jugendliche und kostenlos für Kinder. Ein Muss in Cottbus/Chóśebuz!
Gerhard Mema
11. Oktober 2023
Eine großartige Erfahrung, das Sorb Museum zu besuchen. Die Damen waren im Museum freundlich und sprachen klares Deutsch. Eine Sache, die das Museum haben sollte, wären Erklärungen auf Englisch, damit die Sorbische Geschichte weltweit bekannt und nicht vergessen wird. Póstrowy z Albanskeje! 🇦🇱🤝🇸🇮🇩🇪 (Lausitz)
Sarah Dal
7. Februar 2022
Sehr interessantes und gut präsentiertes kleines Museum, keine Interpretation auf Englisch, außer einem einführenden Film zur sorbischen Kultur zu Beginn.
